Förderung und Beratung

Der Klimawandel stellt uns vor große Herausforderungen – doch es gibt zahlreiche Förderprogramme, die nachhaltige Projekte oder auch klimafreundliche Anschaffungen unterstützen. Hier finden Sie einen Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten, kategorisiert nach Themenfeldern.

Die Liste zielt auf Förderprogramme für Bürgerinnen und Bürger, Stiftungen, Verbände, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ab. Fachämter oder andere interne Interessierte des Bezirksamtes sind herzlich eingeladen, direkt auf mich zuzukommen.

Selbstverständlich erhebt diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Installation von Solarmodulen auf dem Dach

Energie

SolarZentrum Berlin

Das SolarZentrum Berlin ist eine Beratungs- und Informationsstelle und unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mietende von Gebäuden in Berlin bei Solar-Fragen. Ob zu Balkonsolaranlagen, Photovoltaik auf dem eigenen Dach, zu Solarthermie, Mieterstrommodellen, der Kombination von Solarstrom und E-Mobilität oder Wärmepumpen sowie zu Fördermöglichkeiten. Die Solarexpertinnen und –experten beraten kostenlos, unabhängig, produkt- und herstellerneutral.

SolarPLUS

SolarPLUS ist ein Förderprogramm des Landes Berlin zur finanziellen Unterstützung des Ausbaus von Solarenergie, insbesondere Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher auf privaten, gewerblichen und öffentlichen Gebäuden. Neu ab 2026: Es gibt nun zwei Förderlinien – SolarPLUS S für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie SolarPLUS L für größere Projekte wie Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- oder Industriebauten. Gefördert werden neben PV-Anlagen auch Speicher, Messkonzepte und besondere Lösungen wie Fassaden-, Gründach- oder denkmalgerechte PV. Steckersolargeräte (Balkonkraftwerke) werden nicht mehr gefördert, weil ihre Preise stark gefallen sind.
Zuständig für die Umsetzung ist die Investitionsbank IBB Business Team GmbH. Die Förderhöhe variiert nach Maßnahme: z. B. bis zu 15 000 € für Stromspeicher in Ein- und Zweifamilienhäusern, bis zu 30 000 € bei Mehrfamilienhäusern/Gewerbe.

Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK)

Sie wollen Ressourcenkreisläufe schließen, Energieeffizienzpotentiale heben oder Klimaschutzmaßnahmen umsetzen? Die Beratungsleistungen der KEK stehen allen Unternehmen, Vereinen sowie gemeinnützigen Einrichtungen (z. B. Stiftungen) in Berlin zur Verfügung. Das Angebot der Detailberatung sowie der Unternehmensworkshops ist in der Regel nur für kleine und mittlere Unternehmen nutzbar. Alle Services sind kostenfrei.

Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung 2 (BENE 2)

Für ein energieeffizientes, klimafreundliches, grünes, gesundes und mobiles Berlin, gewährt das Land Berlin unterstützt durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) projektbezogene Zuwendungen und nicht rückzahlbare Zuschüsse. Es richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und öffentliche Einrichtungen in Berlin. BENE 2 unterstützt im Energiebereich Vorhaben in den drei Förderschwerpunkten 1 bis 3: Erstens die Steigerung der Energieeffizienz, insbesondere durch Maßnahmen zur Senkung klimaschädlicher Emissionen; zweitens die Einführung und Weiterentwicklung von Umwelt- und Energiemanagementsystemen, um Umweltbelastungen zu verringern und die Energieeffizienz zu erhöhen; und drittens Projekte im Bereich intelligenter Energiesysteme, Netze und Speichersysteme, sowohl auf Einzelobjektebene als auch im Quartierskontext.

Bundesförderung „Energieberatung für Wohngebäude“

Mit der “Bundesförderung „Energieberatung für Wohngebäude“(Bundesförderung „Energieberatung für Wohngebäude) unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Eigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Mieter und Pächter bei der fachkundigen energetischen Beratung von Wohngebäuden. Ziel ist es, Einsparpotenziale aufzuzeigen und eine fundierte Grundlage für Sanierungsentscheidungen zu schaffen, in der Regel in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans. Gefördert werden 50 % des Beratungshonorars, maximal 650 € für Ein- und Zweifamilienhäuser und 850 € für größere Wohngebäude.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist Fördermittelgeber der BEG-Bundesförderung. Ziel ist es, Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß von Gebäuden zu senken und so zur Erreichung der Klimaziele beizutragen. Gefördert werden energetische Einzelmaßnahmen wie die Dämmung von Dach, Außenwänden oder Kellerdecke, der Austausch alter Heizungen gegen klimafreundliche Systeme wie Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder Solarthermie sowie die Heizungsoptimierung. Die Förderung richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden, Vermietende, Unternehmen, freiberuflich Tätige und weitere juristische Personen.

co2online

co2online ist eine gemeinnützige GmbH, welche privaten Haushalten eine digitale und neutrale Klimaschutzberatung anbietet. So können sie auf die Maßnahmen mit dem größten C02-Einfluss setzen, erhalten Hilfestellungen zu Fördermitteln und Ansprechpersonen vor Ort. co2online bietet vielfältige EnergiesparChecks an, darunter der ModernisierungsCheck, WärmepumpenCheck, FördermittelCheck, PhotovoltaikCheck, HeizCheck, StromCheck, ThermostatCheck, BetriebskostenCheck und der WarmwasserCheck.

Stamm eines neu eingepflanzten Baumes

Natur und Biodiversität

Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung 2 (BENE 2)

Das Berliner Förderprogramm BENE 2 fördert im Förderschwerpunkt 5 Körperschaften/ Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Einrichtungen, öffentliche Unternehmen in Berlin und landeseigene Berliner Wohnungsbaugesellschaften bei Vorhaben zum Schutz und Erhalt der Natur, der biologischen Vielfalt und der grünen Infrastruktur im städtischen Umfeld sowie zur Verringerung der Umweltverschmutzung.

Förderschwerpunkt 4 fokussiert sich auf Klimaanpassungsmaßnahmen. Hier werden Vorhaben gefördert, die entweder zur Sicherung und Schaffung von klimatischen Entlastungsräumen beitragen oder den Ausbau der Stadt als „Schwammstadt“ voranbringen.

Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums fördert seit 2011 Projekte, die zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt beitragen. Gefördert werden insbesondere Maßnahmen zum Schutz von besonderen Arten, Projekte in sogenannten Hotspots der biologischen Vielfalt, Vorhaben zum Erhalt und zur Stärkung von Ökosystemleistungen (z. B. Wasserregulation, Bestäubung), beispielhafte Modellprojekte sowie Maßnahmen zur Förderung von Stadtnatur. Antragsberechtigt sind Verbände, Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

GründachPLUS – Berlins Förderprogramm für mehr Dach- und Fassadenbegrünung

GründachPLUS ist ein Förderangebot der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und wird von der IBB Business Team GmbH umgesetzt. Bezuschusst wird die Dach- und Fassadenbegrünung von Gebäuden in bestimmten Stadtgebieten von Berlin. Eine Abfrage im Mai 2025 ergab, dass in Steglitz-Zehlendorf Vorhaben in Gebieten mit folgenden Postleitzahlen förderfähig sind: 12157, 12161, 12163, 12165, 12167, 12169 und 12249. Antragsberechtigt sind Grundeigentümerinnen und -eigentümer, sonstige Verfügungsberechtigte wie Erbbauberechtigte, Initiativgruppen, Interessengruppen, Vereine, Begegnungsstätten, Seniorenheime etc. (mit Erlaubnis der Grundeigentümerinnen oder Grundstückseigentümer bzw. der Verfügungsberechtigten).

Freiwilliges Engagement In Nachbarschaften (FEIN)

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen stellt den Bezirken seit 2001 FEIN-Mittel für die Unterstützung gesellschaftlicher Initiativen engagierter Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung, die ihr Engagement mit der Aufwertung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur (z.B. zur Grünanlagenpflege) verbinden.
Unterstützt wurde z.B. das Klimaschutz-Kiezprojekt „Nachbarschaft und Umwelt – schätzen und schützen (NUSS)” um den Markusplatz in Steglitz.

Förderprogramm Verbandsförderung

Mit der sogenannten Verbändeförderung unterstützt das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums die Naturschutzvereine und -verbände bei ihren Bemühen, Naturschutzbelange in der Gesellschaft zu verankern in der Durchführung konkreter Projekte.

Elektroauto wird aufgeladen

Mobilität

Bundesförderung: Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) fördert den Aufbau von Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern mit einem Gesamtvolumen von bis zu 500 Millionen Euro. Antragsberechtigt sind Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), private Vermieter, kleine und mittlere Unternehmen sowie Wohnungsbaugesellschaften.

Gefördert werden Wallboxen und die zugehörige technische Ausrüstung, Netzanschlüsse sowie bauliche Maßnahmen. Die Zuschüsse betragen je Stellplatz bis zu 1.300 Euro ohne Wallbox, bis zu 1.500 Euro mit Wallbox und bis zu 2.000 Euro für bidirektionale Ladepunkte. Voraussetzung ist, dass mindestens sechs Stellplätze pro Objekt elektrifiziert und mindestens 20 Prozent aller Stellplätze vorverkabelt werden.

Anträge können ab dem 15. April 2026 digital über das Förderportal des Projektträgers unter www.laden-im-mehrparteienhaus.de gestellt werden. Die Mittel werden nach Eingangsreihenfolge vergeben.

Bundes-E-Auto-Förderprogramm mit sozialer Staffelung

Ab dem 1. Januar 2026 können private Haushalte mit einem Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro den Kauf oder das Leasing eines Elektrofahrzeugs fördern lassen (siehe BMUKN).
Gefördert werden reine Elektroautos sowie bestimmte Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Reichweitenverlängerer, die bestimmte CO₂- oder Reichweitenkriterien erfüllen. Die Fördersumme liegt je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße zwischen 1.500 und 6.000 Euro.
Anträge können rückwirkend nach der Zulassung gestellt werden, das digitale Portal wird voraussichtlich im Mai 2026 freigeschaltet. Alle geförderten Fahrzeuge müssen mindestens 36 Monate gehalten werden.

Wirtschaftsnahe Elektromobilität (WELMO)

Das Förderprogramm WELMO der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige in Berlin, die für ihre gewerbliche, gemeinnützige oder freiberufliche Tätigkeit ein motorisiertes Fahrzeug benötigen. WELMO fördert die Anschaffung und das Leasen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (z.B. E-Auto, -Nutzfahrzeuge, -Roller), die Einrichtung von Ladeinfrastruktur und bietet diverse Beratungsleistungen. Von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe wurde es initiiert und wird von der IBB Business Team GmbH umgesetzt.

E-Lastenfahrrad-Richtlinie

Die E-Lastenfahrrad-Richtlinie ist ein Bundesförderprogramm im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zur Unterstützung des gewerblichen Einsatzes von elektrounterstützten Lastenfahrrädern und -anhängern. Gefördert wird die Anschaffung fabrikneuer, serienmäßiger E-Lastenräder und -anhänger mit erhöhter Transportkapazität für Industrie, Handel und Dienstleistungen. Antragsberechtigt sind private Unternehmen (inklusive Freiberufler), kommunale Unternehmen in privater Rechtsform sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts. Der Zuschuss beträgt 25 % der Anschaffungskosten, maximal 3.500 Euro pro Fahrzeug.

Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung 2 (BENE 2)

Mit dem Förderschwerpunkt 6 werden durch BENE 2 Vorhaben unterstützt, die den Umweltverbund (ÖPNV; Rad- und Fußverkehr) attraktiver machen und Fahrzeuge mit innovativen Antriebssystemen nach vorne bringen. Antragsberechtigt sind Körperschaften/ Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Einrichtungen und öffentliche Unternehmen in Berlin.

Junge Frau im Rollstuhl repariert Computer

Konsum und Ressourcenschonung

ReparaturBONUS Berlin

Der ReparaturBONUS Berlin ist ein Förderprogramm der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, das von der IBB Business Team GmbH umgesetzt wird. Ziel ist es, die Lebensdauer von haushaltsüblichen Elektro- und Elektronikgeräte zu verlängern. Im Einklang mit der Zero-Waste-Strategie des Landes Berlin sollen Abfälle vermieden werden. Es richtet sich an Berlinerinnen und Berlinern und bezuschusst die Reparatur dieser Geräte.

Förderprogramm Reparieren statt Wegwerfen

Ab Dezember 2024 können ehrenamtliche Initiativen, die Verbraucherinnen und Verbrauchern die Reparatur defekter Produkte ermöglichen, eine Förderung für Maschinen, Werkzeuge oder Ausstattung beantragen. Mit dem Förderprogramm Reparieren statt Wegwerfen stärkt das Bundesumweltministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Angebote, um Produkte zu reparieren anstatt sie zu entsorgen und neu zu kaufen. Die Förderung läuft bis Anfang 2026.

ZeroWaste Förderkompass

Die Zero Waste Agentur bietet einen Förderkompass an. Von Lebensmittelrettung, über Upcycling-Kunst und Second-Hand-Champions sind bis zu Reparatur-Clubs und Anbietenden von Workshops, Coaching und Beratungen einfach ganz viele und vor allem auch vielfältige Akteure dabei.
Er umfasst fünf Bereiche: laufende Förderprogramme, zeitlich befristete Ausschreibungen, Wettbewerbe mit Preisgeldern, fördernde Stiftungen und Soziallotterien sowie weitere Unterstützungsformen wie Darlehen, Crowdfunding oder Mentoring. Die Übersicht wird fortlaufend ergänzt und lebt von Rückmeldungen und Hinweisen auf zusätzliche Förderquellen.

Grafische Darstellung der Hände von 4 Personen, die zusammen an einem Dokument mit Diagrammen arbeiten.

Nachhaltigkeit

nawi.berlin

nawi.berlin ist eine zentrale Anlaufstelle für Berliner Unternehmen, die sich nachhaltig ausrichten möchten. Das Projekt unterstützt Betriebe aller Branchen und Größenordnungen (inkl. Start-Ups) dabei, ökologische und soziale Nachhaltigkeit in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren. Ein zentrales Element des Angebots ist die kostenfreie Einstiegsberatung. Ein weiteres Herzstück ist die umfangreiche Angebots-Suchmaschine, die über 100 Förder-, Beratungs- und Vernetzungsangebote bündelt. Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert, vom Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft sowie dem Impact Hub Berlin umgesetzt und ist Teil der Berliner Strategie zur Förderung nachhaltigen Wirtschaftens.

BNE-Portal

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet auf dem BNE-Portal einen kompakten Überblick über finanzielle Unterstützungsangebote für Projekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Deutschland. Sie richtet sich an Bildungsakteure, Initiativen, Organisationen und Einrichtungen, die BNE-Vorhaben planen oder umsetzen möchten. Vorgestellt werden Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene sowie weitere Unterstützungsformen wie Preise, Auszeichnungen und Netzwerkangebote.

Klimaschutzbeauftragte in Steglitz-Zehlendorf

Fr. Haas

Termine nach vorheriger Vereinbarung

Postanschrift:
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
14160 Berlin

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