Januar 2025
80 Jahre sind in der Weltgeschichte ein Wimpernschlag: So lange ist es her, seit die Rote Armee das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz befreit hat. Umso wichtiger ist es, in Zeiten eines zunehmenden Antisemitismus immer wieder daran zu erinnern, was damals in deutschem Namen geschehen ist.
Auch Bezirksamt, Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und viele Bürgerinnen und Bürger von Steglitz-Zehlendorf gedachten am 27. Januar 2025 dieses einschneidenden Tages im Kriegsjahr 1945.
Gedenken an der „Säule der Gefangenen“
Den Anfang machte eine sehr würdevolle Gedenkveranstaltung an der „Säule der Gefangenen“, die sich auf dem Gelände des früheren KZ-Außenlagers Lichterfelde befindet. In ihrer Rede bezeichnete Cornelia Seibeld, Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, den 27. Januar als „Denk-Tag“: kein Feiertag, sondern ein Tag, an dem vor allem darüber nachgedacht werden müsse, wie es dazu habe kommen können. Sie erinnerte an die oft entwürdigenden Strafen für geringste Vergehen, die die Häftlinge über sich ergehen lassen mussten. Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg wies darauf hin, wie bedeutsam der 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz sei. Sie dankte allen Anwesenden, dass sie durch ihr Kommen den Opfern ihre Solidarität bekundet hätten.