Coronavirus COVID-19

|+++ In allen Dienstgebäuden des Bezirksamtes gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.+++|

Informationen

- vom Bund

- vom Land Berlin

- vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Inhaltsspalte

Seniorenservice - Aktuelles

Seniorenvertretungswahl 2022: Öffentlicher Aufruf zur Abgabe von Berufungsvorschlägen

Im Zeitraum zwischen 14. und 18. März 2022 finden die Wahlen zur bezirklichen Seniorenvertretung (SV) statt. Bis einschließlich 12. Oktober 2021 nimmt das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf aus der Mitte der Bürgerschaft gerne Vorschläge zur personellen Besetzung der SV entgegen.

Zur Kandidatur aufgerufen sind alle Seniorinnen und Senioren, die zum 18. März 2022 das 60. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in Steglitz-Zehlendorf haben. Die Amtszeit der SV ist dabei laut Gesetz an die Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gekoppelt. Die sogenannten „Berufungsvorschläge“ müssen Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und Anschrift des Hauptwohnsitzes der vorgeschlagenen Person enthalten. Interessierte richten die Vorschläge bitte nur schriftlich und im verschlossenen Umschlag an das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Hanna-Renate-Laurien-Platz 1, 12247 Berlin, Stichwort „Berufungsvorschlag Seniorenvertretung – VERSCHLOSSEN.

Alle frist- und formgerecht eingereichten Vorschläge werden als „Berufungsvorschlagslisten“ ab 14. Januar 2022 durch Aushang öffentlich bekannt gemacht. Im Februar 2022 sind insgesamt fünf Termine an mehreren Standorten im Bezirk geplant, bei denen sich die Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen und um Zustimmung werben.

Es ist erklärtes Ziel des „Gesetzes zur Stärkung der Mitwirkungsrechte der Seniorinnen und Senioren am gesellschaftlichen Leben im Land Berlin“ (Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz – BerlSenG), „die aktive Beteiligung der Berliner Seniorinnen und Senioren am sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben zu fördern, … , die Beziehungen zwischen den Generationen zu verbessern, die Solidargemeinschaft weiterzuentwickeln sowie den Prozess des Älterwerdens in Würde und ohne Diskriminierung … zu gewährleisten“.

Der für Soziales zuständige Bezirksstadtrat für Ordnung, Nahverkehr und Bürgerdienste, Michael Karnetzki, unterstützt die Belange der Seniorenvertretung:

Politische Partizipation ist ein wesentliches Element gelebter Demokratie. Sie ist auch keine Altersfrage, weil Politik alle Generationen unmittelbar betrifft. Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren auf, die Möglichkeiten der aktiven und passiven politischen Teilhabe zu nutzen, die das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz bietet.

Für weitere Informationen stehen die amtierende Seniorenvertretung Steglitz-Zehlendorf und SV-Wahlkoordinatorin Katharina Binar vom Amt für Soziales zur Verfügung:

Vielfalt leben – Koreanische Kalligraphie-Kunst im Kommunikationszentrum

Bildvergrößerung: Korea-Logo
Bild: Koreanisches Kulturzentrum

Songpa ist ein im Südosten der südkoreanischen Hauptstadt Seoul gelegener Bezirk mit rund 660.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Er zeichnet sich durch zahlreiche Grünanlagen und Parks aus und ähnelt damit dem im Südwesten Berlins gelegenen Steglitz-Zehlendorf. Seit 11. September 2013 sind beide Bezirke durch eine Partnerschaftsurkunde freundschaftlich miteinander verbunden. Um die koreanisch-deutsche Freundschaft zu pflegen, hat sich das Kommunikationszentrum am Ostpreußendamm in Lichterfelde („OD 52“) zum Auftakt der Reihe „Vielfalt leben“ im Jahr 2021 für Korea entschieden. Eine Doppel-Vernissage stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung am 31. August 2021.

Stilecht mit Verbeugung und dem koreanischen Dankeswort „Kamsahamnida“ bedankte sich Stefanie Müller in ihrer Begrüßungsansprache beim koreanischen Kulturzentrum herzlich für die Unterstützung: „Die Zusammenarbeit ist eine wahre Freude“, schwärmte die Freizeitstättenleiterin mit Blick auf Hee-Ji Han, die das Kulturzentrum vertrat. Extra aus Korea angereist war Mookyeon Noh Sunsook, Kalligraphie-Künstlerin aus Seoul. Zusammen mit Hena Junggyoum Ji prägte sie den zweiten von insgesamt vier Veranstaltungsterminen, die das Jahresprogramm „Vielfalt leben – Korea“ umfassen.

Schon der Eingangsbereich der Freizeitstätte stimmte Besucherinnen und Besucher optisch auf das geteilte Land im Fernen Osten ein: Eine Girlande aus südkoreanischen Staatsflaggen war über die Balkonbrüstung gespannt, die Empfangstheke zierten Gastgeschenke aus Songpa, die sonst im Foyer des Rathauses Zehlendorf ausgestellt sind. Die blauroten Fähnchen mit der koreanischen Variante des Yin-und-Yang-Prinzips ragten auch aus den Blumenvasen, mit denen die Tische des Saales festlich geschmückt waren. Gemalt wurden die „Taegeukgi“-Flaggen von den Hortkindern der benachbarten Giesensdorfer Grundschule, die damit ein Zeichen nicht nur für die Begegnung verschiedener Generationen, sondern auch für interkulturelles Miteinander gesetzt haben. Kurzum: Kulisse und Choreographie für eine Ausstellungs-Vernissage waren perfekt.

Der erste Teil des Veranstaltungsnachmittags gehörte der Kalligraphie und der Malerei. Im Gegensatz zu den chinesischen Schriftzeichen, die ganze Wörter abbilden, ist das koreanische Alphabet „Hangeul“ eine aus einzelnen Vokalen und Konsonanten bestehende Buchstabenschrift. 1443 vom weisen König Sejong dem Großen (1418-1450) entwickelt, bildet es eine wichtige Grundlage koreanischer nationaler Identität. Kalligraphie als die „Kunst des schönen Schreibens“ macht sich dabei die Ästhetik des Alphabets zunutze. Die Künstlerin und Asienwissenschaftlerin Mookyeon Noh Sunsook präsentierte eine Auswahl besonders gelungener Werke, die den Reichtum koreanischer Kalligraphie erahnen lassen. Die Sehnsucht nach Wiedervereinigung drückt ein Gedicht aus, das die Künstlerin kalligraphisch zu Papier gebracht hat: „Die Wiedervereinigung möge schnell kommen“ ist ein Schlüsselsatz daraus. Sechs Stunden benötigte sie nach eigenen Angaben für ein vier Meter langes Spruchband mit 2140 chinesischen Schriftzeichen. Es stellt ein buddhistisches Gebet zur Überwindung der Corona-Pandemie dar. Lebensfreude pur hingegen atmet die kalligraphische Darstellung des Gedichts „Mit dem Freund Baejoek einen Wein teilend“ … Noch bis einschließlich 15. Dezember 2021 hat die Kalligraphie-Ausstellung ihre Pforten für Interessierte geöffnet.

Ergänzend zur Kalligraphie wurde der Festsaal des „OD 52“ in eine Galerie mit zahlreichen Bildern der von Antonia Vogt geleiteten Dienstags-Malgruppe „Die Malfreundinnen“ verwandelt: Auf einem mit „Koreanischer Frühling“ überschriebenen Kunstwerk (Acryl auf Leinwand) bewundern zwei Damen mit erkennbar asiatischer Haarpracht eine Zierkirsche in voller Blüte. Als weitere Motive ziehen eine koreanische Flusslandschaft oder ein traditionelles koreanisches Wohnhaus den Betrachter in seinen Bann.

Im zweiten Teil des Nachmittags entführte Hena Junggyoum Ji die Gäste in die Geheimnisse des koreanischen Yoga. Es gilt als besonders wohltuend und entsteht im „Zusammenspiel von Yoga und Energiearbeit“, wie das OD-52-Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2021 ankündigte. Mit reichlich Überraschungen im Gepäck durften die Besucherinnen und Besucher am Ende der Veranstaltung nach Hause gehen: Mookyeon Noh Sunsook verzierte für jeden Gast einen Fächer mit dessen Namen in koreanischen Buchstaben. Außerdem fertigten alle unter Anleitung von Hee-Ji Han eine traditionelle koreanische Haarspange an.

Korea ist reich an Geschichte, Kunst und Kultur. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der zeitgenössischen koreanischen Literatur wieder: Als nächste Perle im Jahresprogramm steht am 12. Oktober 2021 eine Besprechung des Buches „Weiße Nacht“ an. Autorin des 2021 erschienenen und ins Deutsche übertragenen Romans ist die 1965 geborene Koreanerin Bae Su-ah. Man darf gespannt sein.

Wir freuen uns über ehrenamtliche Verstärkung in den Freizeitstätten am Ostpreußendamm und am Teltower Damm!

Unsere bezirklichen Seniorenfreizeitstätten haben seit Juni wieder geöffnet und bieten ein buntes Programm für ihre Gäste an. Für die Freizeitstätten am Ostpreußendamm und am Teltower Damm suchen wir Ehrenamtliche, die dazu beitragen, dass das Angebot noch erweitert werden kann.

Das Kommunikationszentrum am Ostpreußendamm in Lichterfelde mit seiner repräsentativen, säulenverzierten Fassade ist ein echtes architektonisches Schmuckstück. Die hellen Räume der Villa laden unter dem Motto „Vielfalt Leben“ zu interkulturellen Veranstaltungen ein. An dem liebevoll gestalteten Garten haben Ehrenamtliche ihren Anteil. Die Sonnenterrasse bietet Platz zur Entspannung und zu Gruppenaktivitäten im Freien – Grillabende und Tanz inklusive.

Die großzügig gestaltete Freizeitstätte Süd am Teltower Damm in Zehlendorf präsentiert sich unter dem Motto „Gesund leben“ mit einem neu angelegten Heil- und Kräutergarten. Neben gezielten Angeboten rund um das Thema Gesundheit im Alter wird hier auch ein Therapiehund eingesetzt, der zum Wohlbefinden der Gäste beiträgt. Auch Personen mit LSBTI-Orientierung sollen von dem Programm angesprochen werden – u. a. in Form eines Stammtisches.

Helfende Hände für Haus und Garten sind sehr willkommen. Zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten gehören:

• Gästeservice (Gespräche mit Gästen führen, bewirten, kassieren)
• Veranstaltungen vor- und nachbereiten
• Küchentätigkeiten und leichte Servicehilfen
• Übernahme von Sonderaufgaben (Gartenpflege, Dekorationsarbeiten)
• Leitung von Freizeitgruppen

Wenn Sie Freude und Interesse am Umgang mit Menschen haben, eine gute Portion Einfühlungsvermögen mitbringen, ein offenes Ohr für unsere älteren Bürgerinnen und Bürger haben und Sie sich in einem Team mit Ihren Kenntnissen und Erfahrungen einbringen möchten, dann haben wir für Sie ein attraktives Betätigungsfeld.

Wir bieten Ihnen:

• eine intensive Einarbeitung
• Aufwandsentschädigung
• Unfall- und Haftpflichtversicherung
• Fortbildungen
• jährliche Dankesveranstaltung mit Brunch
• das gute Gefühl, andere glücklich zu machen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Sie!

Für weitere Auskünfte, auch zu Ehrenämtern im Gratulationsdienst, steht Ihnen Frau Weidner gerne zur Verfügung, Tel.: 030/90299-2843 oder E-Mail: soz.ehrenamt@ba-sz.berlin.de

Nähere Informationen zur Freizeitstätte erhalten Sie auch von der Leiterin des Kommunikationszentrums, Frau Müller, Ostpreußendamm 52, Tel.: 030 / 772 60 55 sowie von der Leiterin der Freizeitstätte Süd, Frau Stahl, Teltower Damm 226, Tel. 030 / 84 50 77 60.

Streicheleinheiten im „Rollenden Zoo“

Bildvergrößerung: Streicheleinheiten im „Rollenden Zoo“
Bild: BA Steglitz Zehlendorf

„Streicheleinheiten, i brauch meine Streicheleinheiten, ganz genau wie jeder Mensch, brauch i a paar Zärtlichkeiten“, sang 1983 der österreichische Liedermacher Peter Cornelius in seinem Heimatdialekt. Und es ist ja auch so: Mensch und Tier, Jung und Alt, alle Lebewesen brauchen Berührung und Nähe wie die Luft zum Atmen. Gerade in den entbehrungsreichen Monaten der Pandemie litten viele unter Berührungs- und Begegnungsdefiziten. Damit die Seele nicht verkümmert, hat ein schlauer Mensch Streichelzoos erfunden. Am 23. Juli 2021 war ein solcher Streichelzoo zu Gast im Hans-Rosenthal-Haus. Ein Zirkusunternehmen „verlieh“ für mehrere Nachmittagsstunden seine Tiere, die im weitläufigen Garten der Zehlendorfer Freizeitstätte friedlich grasten und sich die Streicheleinheiten gerne gefallen ließen. „Wegen der Pandemie durfte der Zirkus nicht auftreten. Um die Einbußen ein wenig zu kompensieren, ist er auf die Idee mit dem Streichelzoo gekommen“, sagt Bettina Starke, Leiterin des Hans-Rosenthal-Hauses. Manchmal gilt es, aus der Not eine Tugend zu machen. Können die Menschen nicht zum Zoo kommen, kommt der Zoo eben zum Menschen und rollt kurzerhand mit seinen Tieren an: eine klassische „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten.

„Tiere hautnah zum Streicheln“ – auf Plakaten hatte das Hans-Rosenthal-Haus in der näheren Umgebung um jüngere und ältere Besucherinnen und Besucher geworben. Tatsächlich fand sich ein bunter Mix der Generationen ein und erfreute sich beim gemeinsamen Füttern und Streicheln an den grazilen, langbeinigen Alpakas, einer aus Südamerika stammenden domestizierten Kamelart. Ein zotteliges Pony war ebenso mit von der Partie wie das Trio schwarzer Kaninchen, das sich beim gemeinsamen Grüppchen-Grasen unzertrennlich zeigte.

Seit 15 Jahren ist Karin Salinsky Stammgast im Hans-Rosenthal-Haus. Ihrer großzügigen Spende ist es zu verdanken, dass das Projekt „Rollender Zoo“ realisiert und finanziell gestemmt werden konnte. Die rüstige 83-jährige Rentnerin hat eine Ausbildung im Metzgerhandwerk absolviert und lebt seit ihrem 12. Lebensjahr ganz in der Nähe der Freizeitstätte. Gelegentlich hilft sie noch bei der Zubereitung von Salaten in der Küche des Hans-Rosenthal-Hauses mit. Zum Dank für ihre Großzügigkeit überreichte ihr Bettina Starke einen großen bunten Blumenstrauß.

Weil es sich bei Kuchen und frisch gebrühtem Kaffee noch besser streicheln lässt, haben die emsigen ehrenamtlichen Helferinnen der Freizeitstätte auch für das leibliche Wohl ihrer Gäste gesorgt. Erfrischendes Eis für die Kinder inklusive.

Wegwerfen war gestern: Repair-Café lädt wieder ein

Wegwerfen war gestern: Repair-Café lädt wieder ein
Bild: Copyright: RC Berlin Lichterfelde-West

Auch eine lange Durststrecke hat irgendwann ein Ende: Nach einem Dreivierteljahr Pandemie-Pause hat das beliebte „Repair-Café“ in den Räumen der Freizeitstätte im Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde-West am 13. Juli 2021 wieder seinen Betrieb aufgenommen. Andreas Ohrt, Leiter der Freizeitstätte, freut sich über die Rückkehr der Tüftlerinnen und Tüftler in das historische Gebäude von 1872: „Dieses Angebot wird sehr gut angenommen. Es scheint hierfür eine echte Marktlücke zu geben. Im Durchschnitt dürfen wir bei jedem Termin bis zu 20 Gäste begrüßen. Angesprochen sind Jung und Alt gleichermaßen“.

Aus Holland kommen König, Käse, Krokusse und manchmal ganz passable Kicker. Oder die großartige Idee, im Rahmen eines „Hilfe-zur-Selbsthilfe“-Projekts Ressourcen, Umwelt und Geldbeutel zu schonen: „Repair-Café“ (RC) heißt die Erfindung der niederländischen Umweltaktivistin und früheren Journalistin Martine Postma. Der Wegwerfmentalität und den wachsenden Müllbergen unserer Gesellschaft setzt sie das gemeinsame Reparieren defekter Gegenstände entgegen. Fachleute und Laien sind dabei gleichberechtigte Partner. Man lernt von- und miteinander, schaut sich den einen oder anderen Kniff vom Gegenüber ab und lernt die Dinge des Alltags ganz neu wertschätzen. In der modernen Arbeitswelt droht die Fähigkeit zum Reparieren von Haushaltsgeräten immer mehr verloren zu gehen. Ein Neukauf ist allemal bequemer als sich auf die Suche nach einer guten und bezahlbaren Werkstatt mit dem nötigen Know-how zu machen. Reparieren statt neu kaufen folgt dem Prinzip Nachhaltigkeit. Damit leistet Reparieren einen Beitrag, um wertvolle Ressourcen und die Umwelt zu schonen. Das weltweit erste RC wurde 2009 in Amsterdam gegründet, wo auch die Stiftung „Repair Café International“ ihren Sitz hat. 28 Einrichtungen dieser Art gibt es derzeit überall in Berlin, drei davon in Steglitz-Zehlendorf (ein viertes in Planung).

Um von den Gästen erkannt zu werden, tragen die Reparateurinnen und Reparateure Namensschilder. Angelehnt an die informellen und eher lockeren Umgangsformen der Niederländer, beschränkt man sich auf die Vornamen. Charmant begrüßen Gabi und Eveline die Terminkunden am Empfang der Freizeitstätte. Der entscheidende Unterschied gegenüber professionellen Werkstätten ist, dass Gast und Reparateur gemeinsam versuchen, den jeweiligen Gegenstand wiederinstandzusetzen. Die Bandbreite auf den Reparaturtischen ist groß: von der defekten Stehlampe über den Staubsauger, der den Geist aufgegeben hat, bis hin zum ferngesteuerten Spielzeugauto: Alltagsgeräte aus Küche, Garten und Heimelektrik. Manchmal sind es vielleicht Dinge, an denen das Herzblut des Besitzers besonders hängt. Für die Reparateure zählt der Faktor Empathie mehr als der Faktor Zeit: Deshalb erklärt Rüdiger K. Büttner seinem Gast mit viel Geduld und dem über Jahrzehnte erworbenem Fachwissen, was es mit dem knallbunt verdrahteten und verlöteten, geheimnisvollen Innenleben etwa eines Hifi-Verstärkers auf sich hat – eine Welt, die dem Laien im Normalfall völlig verborgen bleibt. Der Entwicklungs-Ingenieur hat 2016 das einzige privat betriebene RC in Berlin ins Leben gerufen. Seit Jahren kann er sich auf ein zuverlässiges Team von einem Dutzend ehrenamtlich tätiger Kolleginnen und Kollegen stützen, die ganz unterschiedliche berufliche Erfahrungen mitbringen: da gibt es den Elektromeister, den Elektronik-Facharbeiter, den Mechatroniker, aber auch Eveline, die Gewandschneiderin. Allen ist gemeinsam, dass sie ihren Dienst ehrenamtlich und entgeltfrei versehen. Auch der Besucherin und dem Besucher des RC entstehen keine Kosten. Eine Garantie dafür, dass die defekten Geräte nach der „Operation“ wieder vollständig geheilt sind, kann das RC-Team nicht geben. Um mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgversprechend reparieren bzw. hoffnungsarme Fälle ausschließen zu können, führt Rüdiger K. Büttner mit den Interessenten ein klärendes Vorgespräch am Telefon. Tatsächlich liegt die Erfolgsquote bei rund 70 Prozent.

Sofern die Terminplanungen im Herbst 2021 nicht durch Corona-Wellen weggeschwemmt werden, soll das Repair-Café künftig wieder regelmäßig stattfinden. Als nächster Termin steht bereits Montag, der 9. August zwischen 14 und 17 Uhr fest. Anmeldungen erfolgen telefonisch unter 0157/816 94 634. Nähere Informationen zum RC-Projekt, zu Geschichte und Hintergründen finden Sie hier:
https://www.bastler-beutel.de/RC.htm
https://www.repaircafe.org/de/cafe/?Repair_Caf%C3%A9_Berlin_Lichterfelde-West

Im Oktober 2021 wird das fünfjährige Bestehen des Reparaturcafés im Lichterfelder Kiez gefeiert, wo Rüdiger K. Büttner und sein Team seither zu Gast sind. „Wegwerfen? Denkste!“ heißt es auf dem RC-Faltblatt. Eingedampft auf zwei Begriffe ist damit alles gesagt, worauf es den Initiatoren, Reparateuren und Gastgebern ankommt. Wo Werkstatt auf Kaffeehaus trifft, da wird geschraubt, gelötet, geleimt und … gemütlich Kaffee getrunken. Gute Gespräche und Spaß an der Freud inbegriffen.

Der Bürgertreffpunkt ist eine Einrichtung des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf und wird in Kooperation mit dem Förderverein Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde West e.V. geführt. In seinem Bemühen, die Freizeitstätte durch ein kulturelles Veranstaltungsprogramm attraktiv zu gestalten, unterstützt der Förderverein das Bezirksamt. Der gemeinnützige Verein trägt zu Erhalt und Modernisierung des Bürgertreffpunkts bei. Eine der Kernaufgaben ist die Betreuung der Gäste, die sich zu jeder Zeit gut aufgehoben fühlen sollen.

Sommerfest des Hans-Rosenthal-Hauses am 01.07.2021

Bildvergrößerung: Sommerfest des Hans-Rosenthal-Hauses am 01.07.2021
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf

Der Himmel gab sich am 1. Juli 2021 eher bedeckt und wenig sommerlich. „Luftig, locker, im lässigen Sommeroutfit“ hätte es im Garten und auf der Terrasse des Hans-Rosenthal-Hauses beim traditionellen Sommerfest der Zehlendorfer Freizeitstätte zugehen sollen. Das Wetter hielt sich nicht an den Wortlaut der Pressemitteilung, deshalb mussten die Gäste spontan in die Innenräume umziehen. Der Feierlaune im großen Saal tat das keinen Abbruch. Auf Einladung des Fördervereins der Freunde des Hans-Rosenthal-Hauses e.V. trafen sich Freundinnen und Freunde, Förderer und vorab angemeldete Gäste zu leckerem Grillgut, schmackhaften Salaten und – köstlichem Kuchen als kulinarischem Sahneklecks.

Prof. Dr. Christoph Reichmuth, 1. Vorsitzender des Fördervereins, überbrachte die Grüße der Bezirksbürgermeisterin. In seiner Ansprache zeigte er sich „hellauf begeistert“ vom Engagement des ehrenamtlichen Teams bei Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Seinem Vorgänger Gert Ebert, langjähriges Vorstandmitglied in den verschiedensten Funktionen, trug er die Ehrenmitgliedschaft im Förderverein an: „Wir freuen uns, dass du immer noch großen Anteil am Haus nimmst und als Mitwirkender der Kochgruppe weiter am Geschick mitkochst“. Als Alleinunterhalter Kiril Janev trompetenblasend loslegte und mit einem bunten Potpourri aus Evergreens am Keyboard einheizte, hielt es einige mutige Paare nicht mehr auf den Sitzen: Pandemiegerecht und mit gebührendem Abstand verlegten sie ihr kleines Tänzchen ins Freie.

Die Monate der pandemiebedingten Unterbrechung jeglicher Aktivitäten in den bezirklichen Freizeitstätten waren entbehrungsreich. Zum ersten Mal konnten die Seniorinnen und Senioren wieder in einem etwas größeren Rahmen zusammenkommen und sich austauschen. Wie sehr sie diese Rückkehr zu kontrollierter Normalität genossen, war nicht zu übersehen. Hausleiterin Bettina Starke und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hatten den Saal liebevoll geschmückt und für einen stimmungsvollen Rahmen gesorgt. Vielleicht war es Zufall oder den Wetterprognosen geschuldet, dass ein umgedrehter Regenschirm mit Erdbeerdekor von der Decke baumelte, flankiert von papiernen und verschmitzt lächelnden Wetterfröschen, die ihrerseits und ihrer Bestimmung gemäß „beschirmt“ waren. Die Bastelgruppe des Hans-Rosenthal-Hauses hatte ganze Arbeit geleistet und bei der Auswahl der Objekte den richtigen Regen-Riecher.

„Ein kühles Blondes vom Fass ist schon bestellt“, schloss die launige Pressemitteilung vom 18. Juni 2021. Dieses Versprechen wurde eingehalten, denn Zapfen und Genießen funktioniert Gott sei Dank bei jedem Wetter.

Vielfalt leben – Korea zu Gast am Ostpreußendamm

Bildvergrößerung: Vielfalt Leben . Korea zu Gast immKommunikationszrentrum
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf

Rot-blau eingefärbt war die Kulisse, als das Kommunikationszentrum am Ostpreußendamm am 15. Juni 2021 zum Auftakt seines Jahresmottos „Vielfalt leben – Korea“ einlud. Die überall aufgehängten Lampions trugen die Farben des „Eum und Yang“-Symbols, das als – rot-blaue – koreanische Variante des „Yin und Yang“ die südkoreanische Staatsflagge ziert.

Die meisten der sieben Freizeitstätten der Generation „55 plus“ im Bezirks Steglitz-Zehlendorf haben bereits ein unverwechselbares Profil. Seit gestern zählt auch das im Ortsteil Lichterfelde liegende Kommunikationszentrum dazu. Beginnend mit Korea, solle künftig jedes Jahr ein anderes Land mit seiner Kultur einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, kündigte Cerstin Richter-Kotowski in ihrer Begrüßungsrede an. An vier Terminen wird es bis zum Jahresende um verschiedene Aspekte des fernöstlichen Landes gehen. Im Vordergrund steht der Dreiklang aus Kunst, Kultur und Kulinarik. Schließlich sei Korea ein Land mit reicher, jahrtausendealter Kultur und Geschichte und mehr als das Wirtschaftswunderland der Flachbildschirme und Mikrochips, auf das man es öfters reduziere, führte die Bürgermeisterin weiter aus. Sie erinnerte an die Überwindung der deutschen Teilung vor 30 Jahren. Es sei naheliegend gewesen, als erstes Partnerland eine Nation auszuwählen, die die Erfahrung jahrzehntelanger Trennung teile: „Was untrennbar bleibt, ist die gemeinsame Geschichte, Sprache und Kultur“.

Botschaftsrat Dr. Bongki Lee, der als Leiter des Koreanischen Kulturzentrums die Gesandtschaft der Republik Korea (Südkorea) vertrat, nannte es eine Ehre für sein Land, Partner im Rahmen des Projekts „Vielfalt leben“ zu sein. Der Buddy-Bär, den Cerstin Richter-Kotowski dem koreanischen Ehrengast überreichte, steht für Toleranz, Völkerverständigung und die Überwindung von Mauern und Grenzen.

Einen Vorgeschmack auf die kommenden Veranstaltungen im Rahmen des gemeinsamen Projekts von Kulturzentrum und Kommunikationszentrum lieferte Dr. Uwe Schmelter, als Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. und ehemaliger Leiter des Goethe-Instituts in Seoul profunder Kenner beider Koreas. In einer „Tour d’Horizon“ gab er einen kurzweiligen Überblick über Geschichte, Kultur und Lebensart der koreanischen Nation, ohne das komplizierte Thema der Teilung auszusparen. Auf beiden Seiten des 38. Breitengrades, der Demarkations- und Waffenstillstandslinie, sei die Sehnsucht nach Einheit groß. „Korea ist meine zweite Heimat“, schloss er sein Referat.

Mit bodenlanger Robe himmelblau gekleidet, sorgte Woorim Chun für die musikalische Umrahmung der Auftaktveranstaltung: Ihrem Gayageum, einem auch „Wölbbrettzither“ genannten Saiteninstrument, entlockte sie die für westeuropäische Ohren ungewohnten und exotisch wirkenden Klänge und Harmonien der traditionellen koreanischen Musik.

„Es wird Sie nicht wundern, dass meine Koreanisch-Kenntnisse überschaubar sind“, scherzte die Bezirksbürgermeisterin. Um dann den Gästen fast akzentfrei zuzurufen: „Hwanyong hamnida“. Herzlich Willkommen auf Koreanisch.

Seniorenvertretungswahl 2022 - Informationen

Im Frühjahr 2022 findet wieder die berlinweite Wahl zur bezirklichen Seniorenvertretung statt. Informieren Sie sich hier über den Stand der Organisation.

Aufmunterung zu Ostern: Sieben Freizeitstätten machen mit

Pressemitteilung vom 01.04.2021

Abreißkalender erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Jeden Morgen mit Spannung erwartet, vermitteln sie einen Impuls zum Start in den Alltag. Das kann ein aufmunterndes Wort sein, ein motivierender Spruch, ein zu Herzen gehendes Gedicht, ein Bibelvers oder sonst eine Lebensweisheit. Wenn im Frühling das Leben in die Natur zurückkehrt, wenn Blumen sprießen und Singvögel pure Lebenslust zwitschern, steht das Osterfest vor der Tür. Als Fest des Lebens ist Ostern oft mit großen Hoffnungen auf einen Neubeginn verbunden. In Pandemiezeiten gilt das in besonderer Weise.

Seit einer gefühlten Ewigkeit haben die sieben bezirklichen Seniorenfreizeitstätten pandemiebedingt geschlossen. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Leiterinnen und Leiter und die ehrenamtlichen Teams aus Helferinnen und Helfern im Dauerwinterschlaf befinden. Im Gegenteil: Der Lockdown lockt an die frische Luft und macht kreativ. Mit einem gemeinschaftlichen Projekt möchten die Leiterinnen und Leiter der Freizeitstätten den Menschen in der Umgebung ihrer Häuser eine Freude bereiten: Als kleiner Ostergruß sollen selbstgebastelte Ostereier, Osterhasen und Glücksbringer aller Art die Zäune im Außenbereich schmücken. Vorbeigehende Personen sind ebenso wie Anwohnerinnen und Anwohner herzlich eingeladen, sich eines der mit Motivationssprüchen versehenen Ostermotive mit nach Hause zu nehmen – als Kalenderblatt der besonderen Art.

Die meisten Seniorenfreizeitstätten können beim gemeinsamen Basteln auf die Unterstützung von Kooperationspartnern zurückgreifen:

Die Freizeitstätte Süd in Zehlendorf hat eine vielversprechende Kooperation mit ihrem unmittelbaren Nachbarn begonnen, dem vom Mittelhof e.V. getragenen Mehrgenerationenhaus Phoenix und dessen Leiterin Ilona Weinen. Am 31. März 2021 fand zum Beispiel ein „Kreativtag“ für Jugendliche aus der Umgebung statt. „Jugendliche haben mehrere Stände mit Bastelaktivitäten aufgebaut, um fremden Menschen etwas Gutes zu wünschen“, sagt Nicole Stahl, die Leiterin der Freizeitstätte Süd.

Der Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde-West hat sich die Klasse 6a der Grundschule an der Bäke als Kooperationspartner ausgesucht. Dabei hebt Freizeitstättenleiter Andreas Ohrt die segensreiche Mitwirkung des Fördervereins Bürgertreffpunkt Bahnhof Lichterfelde West e.V. hervor. Auf einer von Grundschülern mitgestalteten Grußtafel wimmelt es nur so von bunten Eiern. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Rechtschreibung: Zumindest an Ostern wird Steglitz-Zehlendorf kurzerhand in „Steiglitz-Zeihlendorf“ umbenannt, aus Lichterfelde wird „Leichterfelde“. Ei, ei, ei…

Das von Stefanie Müller geleitete Kommunikationszentrum am Ostpreußendamm baut auf die Unterstützung von Kindern der benachbarten Giesensdorfer Grundschule. Schon früher wurde ein Kontaktnetz zur Ergänzenden Förderung und Betreuung (EFöB) geknüpft, dessen Träger das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist.

Auch Ron Artmann setzt auf die Kooperation mit Hortkindern. Der Leiter des Zehlendorfer Hertha-Müller-Hauses blickt auf eine seit einem Jahr bestehende Partnerschaft mit der Kiddies Dayschool zurück und hofft, die Kinder trotz aller pandemiebedingter Vorsichtsmaßnahmen für die gemeinsame Osteraktion zu gewinnen. Die Kita-Vorschule liegt im Herzen des Bruno-Taut-Architekturensembles und damit nur einen Steinwurf von der Freizeitstätte entfernt. Träger der Einrichtung ist die gemeinnützige Campus für Generationen gGmbH. Begonnen hat das generationenübergreifende Miteinander am 25. Februar 2020 mit einem gemeinsamen Faschingsfest: „Die Kinder kamen kostümiert und völlig überraschend ins Hertha-Müller-Haus, haben sich unters Volk gemischt und mit den älteren Menschen gefeiert“, schwärmt Ron Artmann über ein kaum mehr vorstellbares Vor-Corona-Ereignis.

„Ich bin schon fleißig am Ostereier-Beschriften“, bekennt Monika Knobloch in einer Bastelpause. Die Leiterin des Club Steglitz kann ebenso wie Bettina Starke vom Hans-Rosenthal-Haus ganz auf das Engagement ihrer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vertrauen. Im Außenbereich der Zehlendorfer Freizeitstätte grüßt ein fröhlicher Osterhase im Kreise seiner Küken. Gut sichtbar hebt er ein Schild mit der Aufschrift „Willkommen“ in Richtung Himmel.

Etwas Besonderes haben sich Astrid Reinfeld und ihr ehrenamtliches Team für das Maria-Rimkus-Haus einfallen lassen: Zu den selbstgebastelten Ostereiern gesellt sich ein farbenfrohes Osterkörbchen mit wertvollem Inhalt. Spaziergängerinnen und Spaziergänger dürfen sich vor der Lankwitzer Freizeitstätte einen Gutschein für eine Tasse Kaffee oder Tee aus dem Korb nehmen – ein vorweggenommener Willkommensgruß für die Zeit nach Corona, in der ein Neustart in die Saison möglich sein wird. „Bunt wird es auf jeden Fall“, macht Astrid Reinfeld Appetit auf die Osteraktion.

*Den einzelnen Projekten gemeinsam ist, dass mit ihnen Begegnung zwischen den Generationen, aber auch die zentrale Bedeutung des Ehrenamts vorgelebt wird. Ältere und jüngere Menschen lernen einander kennen und schätzen. Mehr noch: Sie lernen voneinander im beiderseitigen Respekt. Das Ehrenamt ist die Klammer, die alles zusammenhält.
*
Zur Osteraktion der Freizeitstätten und deren Kooperationspartner erklärt Bezirkssozialstadtrat Frank Mückisch:

Die Osteraktion unserer sieben Seniorenfreizeitstätten ist ein beeindruckendes Beispiel, wie gut der gesellschaftliche Zusammenhalt auch in Pandemiezeiten funktioniert. Ostern ist das Fest des Lebens und der beste Anlass für Begegnungen der Generationen untereinander. Besonders freut mich, dass auch so viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in Planung und Durchführung der kreativen Aktionen vor Ort eingebunden waren. Solche Aktionen sind mehr als ein Lichtstreif am Horizont, denn ich bin sicher: Corona wird gehen, Solidarität in unseren Kiezen wird bleiben.

Im Laufe der Karwoche soll die Osteraktion der Freizeitstätten und ihrer Partner starten und für etwas Vorfreude in den Kiezen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf sorgen. Gegen diese Art von Vorfreude ist selbst Corona machtlos.

Wiederaufnahme des Gratulationsdienstes zum 1. April 2021

Pressemitteilung vom 01.04.2021

Herzlichen Glückwunsch! Gratulationsdienst ist zurück

Ostern steht vor der Tür, die Natur erwacht, frühlingshafte Temperaturen sorgen überall für entspannte Gesichter und gute Laune: ideale Voraussetzungen zur Wiederaufnahme des Besuchs- und Gratulationsdienstes am 1. April 2021.

Kontaktbeschränkungen, Distanzgebot und die Pflicht, sich hinter einer Maske zu verstecken: all das verlangt allen Bürgerinnen und Bürgern in Steglitz-Zehlendorf seit Monaten vieles ab. Eine besondere Herausforderung ist die Kontaktarmut vor allem für ältere Menschen. Mehr als Jüngere sind sie von Isolation und Vereinsamung betroffen, Corona zehrt zunehmend an den Nerven. Dies gilt nicht nur für Menschen in Alten- und Pflegeheimen, sondern auch für Seniorinnen und Senioren, die allein in ihren Wohnungen leben.

Nach monatelanger Durststrecke nehmen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Amtes für Soziales ihre segensreiche Arbeit vor Ort wieder auf. Von ihnen geht das Signal aus, dass die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger keinesfalls vergessen sind. Deshalb dürfen die in sogenannten „Sokos“ (Sozialkommissionen) organisierten Ehrenamtler schon in wenigen Tagen wieder ausschwärmen. Jubilarinnen und Jubilare mit hohen runden Geburtstagen sowie Jubelpaare, die ein hohes Ehejubiläum begehen, dürfen sich über einen persönlichen Besuch freuen. Selbstverständlich werden die Gratulationsbesuche im Vorfeld abgesprochen und finden nur dann statt, wenn die geehrten Personen dies ausdrücklich wünschen. Die Besucherinnen und Besucher setzen dem Lockdown dort eine Lockerung entgegen, wo sie verantwortbar ist und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dient.

Die Pandemie ist noch nicht überwunden und Vorsicht im Umgang untereinander ist dringend geboten. Menschen in höherem Alter sind tendenziell einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Deshalb hält das ehrenamtliche Personal die bekannten Vorsichts- und Hygienemaßnahmen, ergänzt um Maskenpflicht und Mindestabstand, streng ein. Ein wesentlicher Schlüssel zu einem gesundheitlichen Rundumschutz ist das Impfen. Trotz Startschwierigkeiten hat die Impfquote älterer Menschen inzwischen stark zugenommen. Dennoch bleiben Vorbehalte. Mehr noch als Telefongespräche können persönliche Gratulationen an der Haustür dazu beitragen, Ängste und Vorbehalte gegen das Impfen abzubauen.

Anstelle der Besuche vor Ort gibt es auch weiterhin die Alternative, die Glückwünsche telefonisch zu übermitteln. Seit November 2020 mussten Haustürgratulationen zu hohen Ehejubiläen und Geburtstagen ab 100 Jahren abgesagt werden. Auf Wunsch des Jubelpaares, des Jubilars oder der Jubilarin können diese gerne nachgeholt werden.

Zur Wiederaufnahme des ehrenamtlichen Gratulationsdienstes nimmt Bezirkssozialstadtrat Frank Mückisch Stellung:

*Das Engagement der ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger ist für das Funktionieren einer menschlichen und solidarischen Gesellschaft unentbehrlich. Deshalb habe ich in enger Abstimmung mit der Leitung des Amtes für Soziales entschieden, den persönlichen Gratulationsdienst für Geburtstags- und Ehejubilarinnen und -jubilare wiederaufzunehmen. Dass dies auf freiwilliger Basis erfolgen wird, sowohl für die Besuchten als auch für die Besuchenden, ist mir ein ganz wichtiger Aspekt. Wir wollen den älteren Menschen zeigen, dass wir für sie da sind und ihnen Hoffnung vermitteln. Zum anderen hat der Schutz vor einer Virusinfektion allerhöchste Priorität: für Geburtstagsjubilare, Jubelpaare, aber auch für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
*

Senior*innenbefragung - Sozialstudie vom 16.11.- 08.12.2020

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf wird in der Zeit vom 16.11. bis zum 08.12.2020 eine groß angelegte Sozialstudie durchführen. Hierfür werden 20.000 zufällig ausgewählte Einwohner*innen aus dem Bezirk im Alter ab 65 Jahren zu Themen wie z.B. Mobilität, Digitalisierung, Gesundheitsbewusstsein und Freizeitverhalten befragt. Die Befragung erfolgt absolut anonym.

In Zusammenarbeit mit der Alice-Salomon-Hochschule für Sozialarbeit (ASH) wird die Befragung unter der Leitung von Rainer Fretschner, Professor für Gerontologie an der ASH, ausgewertet werden. Für Januar 2021 sind dann unter seiner Leitung Seniorenworkshops zu einzelnen, Senior*innen betreffende Themen geplant.

Voraussichtlich Mai 2021 erfolgt die Veröffentlichung der Studie. Die darin enthaltenen Daten und Analysen sollen nicht nur Pflegebetrieben und Freizeiteinrichtungen für Senior*innen notwendige Planungsgrundlagen liefern. Auch der Einzelhandel und sämtliche Dienstleistende im Bezirk werden so in die Lage versetzt, die Bedürfnisse und Wünsche der Senior*innen des Bezirks in Planungen und Geschäftsmodelle einfließen zu lassen, um unseren Bezirk noch senior*innenfreundlicher zu gestalten.

Die Teilnahme an der Studie ist außerdem auch allen Senior*innen online möglich. Unter www.soscisurvey.de/seniorenbefragung, kann ab dem 16.11.2020 der Fragebogen von Senior*innen online ausgefüllt und über das Internet anonym abgeschickt werden.
Der Bezirk und Professor Fretschner würden sich über eine rege Teilnahme sehr freuen. Je mehr Fragebögen ausgefüllt zurückgeschickt werden, umso aussagekräftiger wird die Studie ausfallen.

Wir starten wieder durch und brauchen hierfür ehrenamtliche Verstärkung, und zwar für den Gratulationsdienst des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf und zur Mitwirkung in den kommunalen Freizeitstätten

Pressemitteilung vom 27.07.2020

Für den Gratulationsdienst des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf, besonders dringend im Bereich Wannsee, werden engagierte Menschen gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Nach virusbedingter Unterbrechung ist es endlich wieder möglich, unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu gratulieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Zu den Tätigkeiten gehören:
  • persönliche Gratulationen anlässlich hoher Geburtstage und Ehejubiläen
  • Einkauf von Blumen oder Präsenten und Übergabe im Namen des Bezirkes
  • Informieren über die sozialen Angebote des Bezirksamtes zur Teilhabe am öffentlichen Leben
  • Weitergabe von Bedürfnissen und Wünschen der Seniorinnen und Senioren
Zur Mitwirkung in den kommunalen Freizeitstätten Zahlreiche ältere Bürger/-innen besuchen unsere sieben Freizeitstätten und nehmen an den verschiedensten Freizeitgruppen oder Veranstaltungen teil. Damit sich die Besucher/-innen der Freizeitstätten wohlfühlen, benötigen wir die Unterstützung durch Ehrenamtliche bei organisatorischen Aufgaben sowie im hauswirtschaftlichen Bereich. Zu den Tätigkeiten gehören:
  • Gästeservice (Gespräche mit Gästen führen, bewirten, kassieren)
  • Veranstaltungen vor- und nachbereiten
  • Küchentätigkeiten und leichte Servicehilfen
  • Übernahme von Sonderaufgaben (Gartenpflege, Dekorationsarbeiten)
  • Leitung von Freizeitgruppen
Wenn Sie Freude und Interesse im Umgang mit Menschen haben, eine gute Portion Einfühlungsvermögen mitbringen, ein offenes Ohr für unsere älteren Bürgerinnen und Bürger haben und Sie sich in einem Team mit Ihren Kenntnissen und Erfahrungen einbringen möchten, dann haben wir für Sie ein attraktives Betätigungsfeld. Wir bieten Ihnen:
  • eine intensive Einarbeitung
  • Aufwandsentschädigung
  • Unfall- und Haftpflichtversicherung
  • Fortbildungen
  • jährliche Dankesveranstaltung mit Brunch
  • das gute Gefühl, andere glücklich zu machen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Sie!
Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Weidner gerne zur Verfügung, Tel.: (030) 90299-2843 oder per E-Mail

Aktionstag am 07. März 2020

Logo Berlin sagt Danke 620x310px
Bild: Senatskanzlei Berlin/Blumberry

Rund 40 Prozent der Berliner Bevölkerung engagieren sich freiwillig. Sie machen Berlin zu einer warmen Stadt, in der Menschen aus aller Welt willkommen sind. Eine Stadt, in der Menschen füreinander einstehen und füreinander sorgen. Eine vielfältige und lebendige Stadt, die von ihren Bürgerinnen und Bürgern gestaltet wird.

Am Samstag, den 7. März 2020 wird sich der Berliner Senat und das Abgeordnetenhaus von Berlin bei den Berliner Freiwilligen mit dem Aktionstag Berlin sagt Danke! bedanken. Zum fünften Mal öffnen Kultur- und Freizeiteinrichtungen in allen Teilen Berlins sowie weitere Partner ihre Türen für die Ehrenamtlichen.

Zum Programm

Erste Teilnahme an der 12. Freiwilligenbörse Berlin

Freiwilligenböse Mai 2019
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf - Amt für Soziales

Mit der ersten Teilnahme an der 12. Freiwilligenbörse Berlin wurde ein Meilenstein unserer Arbeit erreicht. Wir repräsentieren den ehrenamtlichen Dienst im Bereich Seniorenarbeit des Amtes für Soziales Steglitz-Zehlendorf und werben für neue ehrenamtliche Mitarbeiter/innen zum Beispiel in den Bereichen des Besuchsdienstes, Gratulationsdienstes sowie in den Freizeitstätten.

Am Samstag, den 11. Mai 2019 war es dann so weit: Mit Infoflyern, Kugelschreibern und Süßigkeiten bepackt, haben wir den Stand 100a im Roten Rathaus bezogen. Nach der Einführungsveranstaltung wurden um 11:00 Uhr die Türen für die Interessent/innen geöffnet. Mit viel Charme und zahlreichen Gesprächen haben Frau Mendle-Annuschkewitz (Gruppenleiterin des ehrenamtlichen Dienstes), Frau Weidner (Sachbearbeiterin ehrenamtlicher Dienst) und Frau Leiteritz (Freizeitstättenleiterin) für die ehrenamtlichen Tätigkeiten geworben. Gute Gespräche wurden geführt und auch einige Interessierte gewonnen.

Text: Severin Leiteritz, Foto: Cathleen Mendle-Annuschkewitz