Egal ob als Tanz, im Konzert oder als Gesellschaftsphänomen – seit mehr als vierzig Jahren erfreut sich der Tango als argentinischer Exportschlager größter Beliebtheit in Europa, ganz besonders aber auch in Berlin. Auch im Kulturhaus Schwartzsche Villa gehört der Tango seit jeher fest zum Programm dazu. Grund genug, ihm ein ganzes Wochenende auf allen Bühnen zu widmen!
Den Auftakt macht mit „Tausend Jahre Tango“ am 7. November um 19 Uhr das Trio um den norwegischen Bandoneonisten Per Arne Glorvigen: Was hat die Musik von Hildegard von Bingen mit den Tangos von Astor Piazzolla zu tun? Hat etwa Johann Sebastian Bach den Grundstein für den Tango gelegt wie wir ihn heute kennen? Die drei Musiker:innen begeben sich auf die Suche nach musikalischen Zusammenhängen und zeigen dabei, dass Musik viel weniger in Zeiten und Klischees gefangen ist als oft angenommen wird.
Am 8. November um 16 Uhr kann man im Schnupperworkshop mit Judith Preuss (Tanzschule Mala Junta) sich selbst im Tango versuchen – und dies auf den (sicheren) Brettern der Schwartzschen Villa! Um 18 Uhr erzählt die Steglitzer Autorin, Herausgeberin sowie leidenschaftliche Tango-Kennerin Lea Joan Martin über „Männer, die Tango tanzen“ und liest Texte aus ihrem gleichnamigen, neuen Sammelband. Ab 19:30 Uhr gehört die Villa dann ganz den Tanzwütigen, denn DJ Claudia Dance legt zur klassischen Milonga auf!
Den Abschluss bildet am 9. November um 19 Uhr mit „Canciones y Baladas“ ein Quartett um die gefeierte niederländische Mezzosopranistin Maria Fiselier (u. a. „Beste Zangers“ und Komische Oper Berlin), dass sich ganz der Musik von Astor Piazzolla widmet. Als Komponist von Stücken wie „Oblivion“ erlebte Piazzolla größte Erfolge – und dennoch beäugte man seine Musik in seiner Heimat kritisch. War das noch Tango, wenn man nicht mehr dazu tanzen kann? Seine Werke und seine Lieder eroberten die Bühnen der Konzert¬häuser, Stars wie Milva und Ute Lemper sangen seine Musik und auch Piazzolla selbst tourte ausgiebig mit seinen Werken durch die Welt. In „Canciones y Baladas“ erweckt Maria Fiselier die Lieder und Balladen von Astor Piazzolla zu neuem Leben – begleitet von einem hochkarätigen Quartett um den Bandoneon-Spieler Christian Geber und den Pianisten Frank Schulte.
Das vollständige Programm gibt es unter
https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/auf-einen-blick/kultur/schwartzsche-villa/la-villa-tango-wochenende-in-der-schwartzschen-villa-1604366.php
Eintritt für die Konzerte und die Lesung jeweils 10 €
Tickets unter pretix.de/kultur-berlin-sz
und an der Abendkasse, Reservierung per Mail an kultur@ba-sz.berlin.de
Anmeldung zum kostenlosen Tanzworkshop unter pretix.de/kultur-berlin-sz
Der Eintritt zur Milonga ist frei.
Pressekontakt:
Maximilian Hagemeyer – Programmkoordination Musik, Darstellende Künste, Literatur
030 90299 2214, Maximilian.Hagemeyer@ba-sz.berlin.de
Veranstalter: Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf
Infos: 030 90 299 2302, www.berlin.de/kultur-steglitz-zehlendorf