Drucksache - 0877/IV  

 
 
Betreff: Raumluft in Steglitz-Zehlendorfer Schulen verbessern
Status:öffentlichAktenzeichen:718
 Ursprungaktuell
Initiator:CDU-FraktionCDU-Fraktion
Verfasser:Hippe, Dr. Wein 
Drucksache-Art:AntragBeschluss
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin Vorberatung
19.03.2014 
26. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin überwiesen   
Schulausschuss Empfehlung
01.04.2014 
25. öffentliche Sitzung des Schulausschusses vertagt   
06.05.2014 
26. öffentliche Sitzung des Schulausschusses mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Ausschuss für Bauen und Immobilienverwaltung Empfehlung
26.06.2014 
19. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Immobilienverwaltung vertagt   
28.08.2014 
20. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Immobilienverwaltung vertagt   
25.09.2014 
21. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Immobilienverwaltung vertagt   
23.10.2014 
22. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Immobilienverwaltung vertagt   
20.11.2014 
23. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Immobilienverwaltung ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin Entscheidung
10.12.2014 
33. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen (Beratungsfolge beendet)   

Sachverhalt
Anlagen:
1. Ursprungsantrag vom 10.03.2014
2. BE Schule vom 06.05.2014
3. Antragsänderung vom 28.08.2014
4. BE Bau Immo vom 20.11.2014
5. Beschluss vom 10.12.2014

Die BVV möge beschließen:

 

Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, sich bei den zuständigen Stellen auf Landesebene für die Erarbeitung von Konzepten zur Verbesserung der Raumluft in Schulen mit konventionellen Methoden einzusetzen.

Bevor neue Anlagen eingebaut werden, soll auf Landesebene die Evaluation der bereits gebauten Anlagen in Steglitz-Zehlendorf abgewartet werden, und vor allem sollen die Folgekosten des Einbaus raumlufttechnischer Anlagen evaluiert werden.

 

Begründung:

 

Seit Jahren ist bekannt, dass die Raumluft in Schulen häufig durch Staub und zu hohe Kohlendioxidwerte belastet ist.

Hintergrund in diesen Fällen ist die mangelnde Feucht-Reinigung der Oberflächen in den Schulen sowie ein unzureichendes, inkonsequentes Lüftungsverhalten.

 

Der Einbau raumlufttechnischer Anlagen zur Raumluftverbesserung ist teuer, hilft gegen Staubbelastung wenig, bereitet bei mangelhafter Wartung weitere Raumluftbelastungen, verursacht hohe Energiekosten und zieht bei ordnungsgemäßer Wartung hohe Wartungskosten nach sich.

 

Konsequente Reinigung und Lüftung in den Schulen sind geeignet, diesen Problemen abzuhelfen bei gleichzeitiger Energie- und Kosteneinsparung.

 

Dennoch ist von Senatsseite gefordert worden, dass der Erweiterungsbau der Kopernikus-Schule eine raumlufttechnische Anlage erhält. Dies würde zu einer erheblichen Kostensteigerung für den Erwerb und später den Betrieb und zu erneuter Bauverzögerung führen.

 

 

 

Berlin Steglitz-Zehlendorf, den 10. März 2014

 

 

Für die Fraktion der CDU

 

 

H i p p e                            D r.  W e i n

 

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Der Antrag wurde am 06.05.2014 in der 26. Sitzung des Schulausschusses beraten und wie folgt geändert:

 

„Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, sich bei den zuständigen Senatsverwaltungen für einen abgestimmten Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Raumluft in Schulen mit konventionellen Methoden einzusetzen.

Bevor neue Anlagen eingebaut werden, soll auf Landesebene die Evaluation der bereits gebauten Anlagen in Steglitz-Zehlendorf abgewartet werden, und vor allem sollen die Folgekosten des Einbaus raumlufttechnischer Anlagen evaluiert werden.

 

Begründung:

Unverändert.

 

Bei einer Abstimmung wurde der Antrag in der geänderten Fassung mit 14 Ja-Stimmen und keiner Nein-Stimme bei keiner Enthaltung angenommen.

 

Dem federführenden Ausschuss wird die Annahme des Antrags in der geänderten Fassung empfohlen.

 

 

Stahr

Ausschussvorsitzende

 

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Der Antrag in der geänderten Fassung des Schulausschusses wurde am 28.08.2014 in der 20. Sitzung des Ausschusses für Bauen und Immobilienverwaltung beraten und wiederum wie folgt geändert:

 

Die BW möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, sich bei den zuständigen Senatsverwaltungen für einen abgestimmten Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Raumluft in Schulen einzusetzen und aktive technische Komponenten im Sinne eines Lean-Building-Konzeptes (Schlanke Gebäudetechnik) vorzuschlagen. Die Lüftungsanlage soll aus Drittmitteln finanziert werden.

 

Schulen benötigen ein Lüftungskonzept. Diese müssen schulgenau erstellt werden. Das Bezirksamt wird ersucht, bei der Senatsverwaltung entsprechende Muster anzufordern.

 

Der Inbetriebnahme und der Einweisung der Nutzer der Lüftungsanlagen soll mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Es sollen die Folgekosten des Einbaus raumlufttechnischer Anlagen evaluiert werden.

 

Begründung:

 

Seit Jahren ist bekannt, dass die Raumluft in Schulen häufig durch Staub und zu hohe Kohlendioxidwerte belastet ist.

 

Hintergrund in diesen Fällen ist die mangelnde Feucht-Reinigung der Oberflächen in den Schulen sowie ein unzureichendes, inkonsequentes Lüftungsverhalten.

 

Der Einbau raumlufttechnischer Anlagen zur Raumluftverbesserung steigert die Baukosten um ca. 4-5%, hilft aber gegen Staubbelastung und senkt dank Wärmerückgewinnung die Heizkosten.

 

Untersuchungen haben ergeben, dass manuelle Lüftung insbesondere im Winter in der Regel unterbleibt und Grenzwerte nicht eingehalten werden. Deswegen führt an einer maschinellen Lüftung kein Weg vorbei.

 

Es ist von Senatsseite gefordert worden, dass der Erweiterungsbau der Kopernikus-Schule eine raumlufttechnische Anlage erhält. Dies würde zu einer Steigerung der Baukosten führen.

 

Daher sollte geprüft werden, ob ein Lüftungskonzept ähnlich wie in der ausgezeichneten Plus-Energie-Schule in Hohen Neuendorf realisiert werden kann:

 

Ein hybrides Lüftungskonzept mit hauptsächlich natürlicher Lüftung. Luft wird nur dann maschinell bewegt, wenn es energetisch sinnvoll ist oder es Nutzungs- und Witterungsbedingungen erforderlich machen. Das Lüftungskonzept sieht vor, mittels maschineller Grundlüftung den Anstieg des C0²-Gehalts in Klassenräumen zu verlangsamen und mittels zentral angesteuerter motorischer Fensterflügel über Stoßlüftung den C0²-Gehalt wieder auf Außenluftniveau zu bringen sowie über natürliche Nachtlüftung einer sommerlichen Überhitzung zu begegnen.

 

Nutzer, Lehrer und Schüler müssen in die Lüftungsmöglichkeiten einer Schule eingewiesen werden.

 

Dieses kann ggf. mit und über den Energiesparpartner erfolgen, der ein unmittelbares wirtschaftliches Interesse an einem richtigen Lüftungsverhalten hat. Vielleicht kann eine organisierte manuelle Pausenlüftung die maschinelle Grundlüftung ergänzen und so die Kosten weiter begrenzen.

 

Alle drei im Gespräch befindlichen Lüftungsanlagen sind aus Drittmitteln finanziert.

 

Steglitz: UEP; Rothenburg: kfw; Buschgraben: Investitionspakt

 

Der Antrag in der geänderten Fassung wurde vertagt.

 

 

Sitter-Pozin

Ausschussvorsitzende

 

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Da der bereits eingebrachte, aber noch nicht abgestimmte Änderungsantrag der Grünen zurückgezogen wurde, wurde der Antrag in der geänderten Fassung des Schulausschusses am 20.11.2014 in der 23. Sitzung des Ausschusses für Bauen und Immobilienverwaltung beraten und bei einer Abstimmung mit 12 Ja-Stimmen und keiner Nein-Stimme bei keiner Enthaltung angenommen.

 

Der Bezirksverordnetenversammlung wird die Annahme des Antrags in der geänderten Fassung des Schulausschusses empfohlen.

 

 

Matz

Stellv. Ausschussvorsitzender

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Die BVV hat in ihrer 33. Sitzung am 10.12.2014 beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, sich bei den zuständigen Senatsverwaltungen für einen abgestimmten Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Raumluft in Schulen mit konventionellen Methoden einzusetzen.

Bevor neue Anlagen eingebaut werden, soll auf Landesebene die Evaluation der bereits gebauten Anlagen in Steglitz-Zehlendorf abgewartet werden, und vor allem sollen die Folgekosten des Einbaus raumlufttechnischer Anlagen evaluiert werden.

 

 

Rögner-Francke

Bezirksverordnetenvorsteher

 

 
 

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