Übersicht über die Projekte der Kiezorientierten Gewaltprävention

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Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die im Jahr 2025 geförderten Projekte der Kiezorientierten Gewaltprävention.

Gewaltprävention für geflüchtete Frauen und Kinder in den Gemeinschaftsunterkünften

Das Projekt konzentriert sich auf die Gewaltprävention für geflüchtete Frauen und Kinder*, die in Gemeinschaftsunterkünften in Steglitz-Zehlendorf leben und von häuslicher Gewalt bedroht oder betroffen sind. Es umfasst mobile und proaktive Beratungsangebote, die direkt in den Unterkünften und anderen sicheren Orten wie Nachbarschaftszentren durchgeführt werden, um niedrigschwellige Unterstützung zu gewährleisten. Durch die Bildung von Frauen*gruppen und Netzwerken wird die Sozialraumvernetzung gestärkt und der Informationsaustausch gefördert. Individuelle Begleitung, etwa bei Arztbesuchen oder der Beschaffung von Verhütungsmitteln, sowie Gefährdungseinschätzungen und die Vermittlung in Schutzunterkünfte sind weitere zentrale Bestandteile. Fachkräfte werden durch Fallbesprechungen, Informationsmaterialien und Fortbildungen unterstützt, um die Betreuung der Zielgruppe zu verbessern. Barrierefreie Beratung wird durch muttersprachliche Sprachmittlung sichergestellt, und langfristige Begleitung hilft den Betroffenen, gewaltfreie Lebensperspektiven zu entwickeln und Zugang zu Hilfesystemen zu erhalten.

Kontakt:
Interkulturelle Initiative – Schutz, Beratung und
Öffentlichkeitsarbeit für misshandelte Frauen und ihre Kinder e. V.
Potsdamer Straße 1, 14163 Berlin
Tel. 030 / 80195980
Mail: leitung@interkulturelle-initiative.de
https://www.interkulturelle-initiative.de

MANEO Teaserbild

MANEO-Kontaktstelle und offene Sprechstunde in Zehlendorf

Das Projekt „MANEO-Kontaktstelle und offene Sprechstunde in Zehlendorf“ zielt darauf ab, eine lokale Anlaufstelle für LSBTIQ+ Personen in Zehlendorf-Süd zu schaffen, um Gewaltprävention, Empowerment und Opferhilfe zu leisten. Dazu soll eine Außenkontaktstelle eingerichtet werden, die eine regelmäßige Präsenz in der Region gewährleistet und niedrigschwellige Unterstützung bietet. Geplante Aktivitäten umfassen Sprechstunden, Aufklärungsarbeit sowie die Vernetzung mit regionalen Akteuren wie Schulen, Freizeit- und Senioreneinrichtungen, Polizei und Verwaltung. Zudem werden Diskriminierung und Gewaltvorfälle gegen LSBTIQ+ dokumentiert und statistisch ausgewertet, um die Situation sichtbar zu machen und gezielte Maß-nahmen abzuleiten. Das Projekt fördert auch die ehrenamtliche Beteiligung, beispielsweise durch Kampagnen wie „Kiss Kiss Berlin“, um Vielfalt und Toleranz zu stärken.

Kontakt:
MANEO – DAS SCHWULE ANTI-GEWALT-PROJEKT IN BERLIN
Bülowstr. 106, 10783 Berlin
Tel. 030 / 254 647 34
Mail: bastian.finke@maneo.de
https://www.maneo.de

Mittelhof Gewaltprävention Kleinkinder Teaserbild

Gewaltprävention in Familien mit Kleinkindern

Das Projekt „Gewaltprävention in Familien mit Kleinkindern im erweiterten Sozialraum des Familienzentrums Lichterfelde-Süd“ hat zum Ziel, innerfamiliäre Gewalt gegenüber Babys, Kleinkindern und Müttern zu verhindern und Familien in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Die Zielgruppe umfasst Familien mit Kindern von Geburt bis 4 Jahren, mit einem besonderen Fokus auf Familien in der Thermometersiedlung (GI-Gebiet 13a) sowie in den umliegenden Sozialräumen Lichterfelde, Lankwitz und Steglitz.
Zentrale Ziele sind die Stärkung elterlicher Kompetenzen und Resilienz, insbesondere bei Müttern, sowie die Ansprache von Vätern durch spezifische Angebote wie Konfliktbewältigung und Schütteltraumaprävention. Eine zusätzliche Fachkraft soll für Beratung und Begleitung bereitgestellt werden, um Familien gezielt zu unterstützen und an bestehende Hilfsangebote wie die Frühen Hilfen zu vermitteln.
Die Hauptmaßnahmen umfassen niedrigschwellige, flexible Beratungsangebote (persönlich, telefonisch, online), regelmäßige Gruppenangebote für Väter, Öffentlichkeitsarbeit über Aushänge, Social-Media und lokale Fachkräfte sowie die fachliche Anbindung an das Familienzentrum, dessen Infrastruktur für Beratungen genutzt wird.

Kontakt:
Mittelhof e.V.
Königstraße 42-43, 14163 Berlin
Tel.: 030 / 75654970
Mail: weber@mittelhof.org
https://www.mittelhof.org/

Awareness Team Teaserbild

Awareness-Team (A-Team)

Der Antrag beantragt finanzielle Unterstützung für den Einsatz des „Awareness-Teams“ (A-Team) an den Berliner Seen Schlachtensee und Krumme Lanke während der Sommermonate 2025. Ziel ist es, einen sicheren und erholsamen Aufenthalt für alle Besucher trotz der hohen Auslastung der Seengebiete zu gewährleisten. Das A-Team übernimmt dabei präventive und deeskalierende Aufgaben, um Konflikte, sexuelle Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch zu verhindern. Es bietet Unterstützung bei Straftaten und Belästigungen, leistet Aufklärungsarbeit und stellt einen Rückzugsort für Opfer bereit. Die primäre Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, jedoch steht das Team auch Anwohnern und anderen Besuchern als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Arbeit des A-Teams ist niedrigschwellig und präventiv ausgerichtet, indem es Gespräche führt, Informationsmaterial verteilt und bei Bedarf direkt eingreift. Zusätzlich wird ein Infostand betrieben, um Besucher zu informieren und zu sensibilisieren. Die geplante Umsetzung sieht regelmäßige Einsätze an Wochenenden von Mai bis September vor, wobei pro Schicht drei Mitarbeiter im Einsatz sind.

Kontakt:
Think SI³ GmbH
Plesserstr. 1, 12435 Berlin
Tel.: 0179 394 77 12
Mail: info@think-sihoch3.com
https://www.think-sihoch3.com

Take Care - Bild Öffentlichkeitsarbeit

Take Care! Mit Selbstbewusstsein durch die Stadt

Das Projekt „Take Care! Mit Selbstbewusstsein durch die Stadt“ des Nachbarschaftshauses Wannseebahn e.V. konzentriert sich auf die Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt und Gewalt im öffentlichen Raum. Ziel ist es, Mädchen ab 12 Jahren* durch Empowerment zu stärken und gleichzeitig Jungen in die Sensibilisierung und Aufklärung einzubeziehen. Geplante Maßnahmen umfassen Empowerment-Workshops wie Selbstbehauptungstrainings für Mädchen*, Informations- und Aufklärungskampagnen (sowohl digital als auch analog), sowie Workshops für Jungen zu Themen wie Dominanz und Maskulinität. Zudem sind öffentliche Veranstaltungen wie Filmabende oder die Teilnahme an bezirklichen Events vorgesehen. Das Projekt strebt eine enge Kooperation mit Schulen, Jugendeinrichtungen und weiteren Partnern an, um ein breites Netzwerk zu schaffen und Handlungsstrategien auf Bezirksebene zu entwickeln. Das Projekt zielt darauf ab, das Selbstbewusstsein und die Sicherheit von Jugendlichen im öffentlichen Raum zu stärken und langfristig geschlechtsspezifische Gewalt zu reduzieren.

Kontakt:
Nachbarschaftshaus Wannseebahn e.V.
Mörchinger Straße 49, 14169 Berlin
Tel.: 0178 811 99 63
Mail: maurer@wsba.de
https://www.wsba.de/

  • Pocket-Flyer Geschlechtsspezifische Gewalt

    PDF-Dokument (4.4 MB)

  • Einladung Fortbildungen für Fachkräfte der KiJu (Soz)Arbeit

    PDF-Dokument (170.9 kB)

  • Abstimmung Open Air Kino-Abend

    PDF-Dokument (2.1 MB)

  • Pocket-Flyer Täterstrategien

    PDF-Dokument (3.4 MB)

  • Pocket-Flyer Gefahr "Offene Wohnung"

    PDF-Dokument (3.7 MB)

  • Poster Take Care Infos & Anlaufstellen

    PDF-Dokument (2.1 MB)

Connection – and go!

Das Projekt zielt auf die Jugendgewaltprävention im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, mit einem besonderen Fokus auf sozialräumlich problematische Gebiete wie Dahlem Dorf, Thielpark und Krumme Lanke. Es richtet sich an junge Menschen, die von Drogenmissbrauch, Vandalismus und Kriminalität betroffen sind. Die Hauptziele umfassen die Kontaktaufnahme und Vertrauensbildung durch Präsenz an Treffpunkten, Begleitung zu Beratungseinrichtungen und die Förderung des Zugangs zu Hilfsangeboten. Zur Gewaltprävention werden Mediation, die Förderung gewaltfreier Konfliktlösungen und die Zusammenarbeit in Gruppenprojekten wie dem Rampenbau eingesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Holzwerkstatt, die handwerkliche Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen durch kreative Aktivitäten stärkt. Zusätzliche Angebote wie Graffitiworkshops, Sportangebote und Einzelberatungen zu Themen wie Sucht und psychischen Belastungen runden das Projekt ab. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Integration und Gewaltprävention bei Jugendlichen in benachteiligten Sozialräumen.

Kontakt:
Zephir gGmbH – Kinder, Jugend und Familie –
Sachtlebenstr. 36, 14165 Berlin
Tel.: 030 84592979 / 0176 45952662
Mail: quintin@zephir-ggmbh.de
https://www.zephir-ggmbh.de

KOGP Förderleitlinien 2026

  • KOGP Förderleitlinien 2026 mit Summen

    PDF-Dokument (127.9 kB)

Präsentation Präventionsbeirat SPK - Information Antragstellung

  • Präsentation Präventionsbeirat SPK - Information Antragstellung

    PDF-Dokument (231.3 kB)

Kontakt SPK

Alexander Bittner