Übersicht über die Projekte der Kiezorientierten Gewaltprävention

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Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die im Jahr 2026 geförderten Projekte der Kiezorientierten Gewaltprävention.

Für eine Übersicht über die im Jahr 2025 geförderten Projekte der Kiezorientierten Gewaltprävention klicken Sie hier.

Gewaltprävention für geflüchtete Frauen und Kinder in den Gemeinschaftsunterkünften

Das Projekt konzentriert sich auf die Gewaltprävention für geflüchtete Frauen und Kinder*, die in Gemeinschaftsunterkünften in Steglitz-Zehlendorf leben und von häuslicher Gewalt bedroht oder betroffen sind. Es umfasst mobile und proaktive Beratungsangebote, die direkt in den Unterkünften und anderen sicheren Orten wie Nachbarschaftszentren durchgeführt werden, um niedrigschwellige Unterstützung zu gewährleisten. Durch die Bildung von Frauen*gruppen und Netzwerken wird die Sozialraumvernetzung gestärkt und der Informationsaustausch gefördert. Individuelle Begleitung, etwa bei Arztbesuchen oder der Beschaffung von Verhütungsmitteln, sowie Gefährdungseinschätzungen und die Vermittlung in Schutzunterkünfte sind weitere zentrale Bestandteile. Fachkräfte werden durch Fallbesprechungen, Informationsmaterialien und Fortbildungen unterstützt, um die Betreuung der Zielgruppe zu verbessern. Barrierefreie Beratung wird durch muttersprachliche Sprachmittlung sichergestellt, und langfristige Begleitung hilft den Betroffenen, gewaltfreie Lebensperspektiven zu entwickeln und Zugang zu Hilfesystemen zu erhalten.

Kontakt:
Interkulturelle Initiative – Schutz, Beratung und
Öffentlichkeitsarbeit für misshandelte Frauen und ihre Kinder e. V.
Potsdamer Straße 1, 14163 Berlin
Tel. 030 / 80195980
Mail: leitung@interkulturelle-initiative.de
https://www.interkulturelle-initiative.de

MANEO Teaserbild

MANEO-Kontaktstelle und offene Sprechstunde in Zehlendorf

Das Projekt „MANEO-Kontaktstelle und offene Sprechstunde in Zehlendorf“ zielt darauf ab, eine lokale Anlaufstelle für LSBTIQ+ Personen in Zehlendorf-Süd zu schaffen, um Gewaltprävention, Empowerment und Opferhilfe zu leisten. Dazu soll eine Außenkontaktstelle eingerichtet werden, die eine regelmäßige Präsenz in der Region gewährleistet und niedrigschwellige Unterstützung bietet. Geplante Aktivitäten umfassen Sprechstunden, Aufklärungsarbeit sowie die Vernetzung mit regionalen Akteuren wie Schulen, Freizeit- und Senioreneinrichtungen, Polizei und Verwaltung. Zudem werden Diskriminierung und Gewaltvorfälle gegen LSBTIQ+ dokumentiert und statistisch ausgewertet, um die Situation sichtbar zu machen und gezielte Maß-nahmen abzuleiten. Das Projekt fördert auch die ehrenamtliche Beteiligung, beispielsweise durch Kampagnen wie „Kiss Kiss Berlin“, um Vielfalt und Toleranz zu stärken.

Kontakt:
MANEO – DAS SCHWULE ANTI-GEWALT-PROJEKT IN BERLIN
Bülowstr. 106, 10783 Berlin
Tel. 030 / 254 647 34
Mail: bastian.finke@maneo.de
https://www.maneo.de

Mittelhof Gewaltprävention Kleinkinder Teaserbild

Gewaltprävention in Familien mit Kleinkindern

Das Projekt „Gewaltprävention in Familien mit Kleinkindern im erweiterten Sozialraum des Familienzentrums Lichterfelde-Süd“ hat zum Ziel, innerfamiliäre Gewalt gegenüber Babys, Kleinkindern und Müttern zu verhindern und Familien in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Die Zielgruppe umfasst Familien mit Kindern von Geburt bis 4 Jahren, mit einem besonderen Fokus auf Familien in der Thermometersiedlung (GI-Gebiet 13a) sowie in den umliegenden Sozialräumen Lichterfelde, Lankwitz und Steglitz.
Zentrale Ziele sind die Stärkung elterlicher Kompetenzen und Resilienz, insbesondere bei Müttern, sowie die Ansprache von Vätern durch spezifische Angebote wie Konfliktbewältigung und Schütteltraumaprävention. Eine zusätzliche Fachkraft soll für Beratung und Begleitung bereitgestellt werden, um Familien gezielt zu unterstützen und an bestehende Hilfsangebote wie die Frühen Hilfen zu vermitteln.
Die Hauptmaßnahmen umfassen niedrigschwellige, flexible Beratungsangebote (persönlich, telefonisch, online), regelmäßige Gruppenangebote für Väter, Öffentlichkeitsarbeit über Aushänge, Social-Media und lokale Fachkräfte sowie die fachliche Anbindung an das Familienzentrum, dessen Infrastruktur für Beratungen genutzt wird.

Kontakt:
Mittelhof e.V.
Königstraße 42-43, 14163 Berlin
Tel.: 030 / 75654970
Mail: weber@mittelhof.org
https://www.mittelhof.org/

Awareness Team Teaserbild

Awareness-Team (A-Team)

Der Antrag beantragt finanzielle Unterstützung für den Einsatz des „Awareness-Teams“ (A-Team) an den Berliner Seen Schlachtensee und Krumme Lanke während der Sommermonate 2025. Ziel ist es, einen sicheren und erholsamen Aufenthalt für alle Besucher trotz der hohen Auslastung der Seengebiete zu gewährleisten. Das A-Team übernimmt dabei präventive und deeskalierende Aufgaben, um Konflikte, sexuelle Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch zu verhindern. Es bietet Unterstützung bei Straftaten und Belästigungen, leistet Aufklärungsarbeit und stellt einen Rückzugsort für Opfer bereit. Die primäre Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, jedoch steht das Team auch Anwohnern und anderen Besuchern als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Arbeit des A-Teams ist niedrigschwellig und präventiv ausgerichtet, indem es Gespräche führt, Informationsmaterial verteilt und bei Bedarf direkt eingreift. Zusätzlich wird ein Infostand betrieben, um Besucher zu informieren und zu sensibilisieren. Die geplante Umsetzung sieht regelmäßige Einsätze an Wochenenden von Mai bis September vor, wobei pro Schicht drei Mitarbeiter im Einsatz sind.

Kontakt:
Think SI³ GmbH
Plesserstr. 1, 12435 Berlin
Tel.: 0179 394 77 12
Mail: info@think-sihoch3.com
https://www.think-sihoch3.com

Impuls – Körper- und bewegungsorientierte Jugendgewaltprävention

„Impuls“ ist ein mobiles, körper- und bewegungsorientiertes Präventionsangebot zur Reduktion von Jugendgewalt im öffentlichen Raum. Elemente aus Kampfsport und insbesondere aus dem Kickboxtraining werden gezielt als pädagogisches Medium genutzt. Kickboxen wird dabei nicht wettkampforientiert eingesetzt, sondern als strukturierendes Instrument zur Förderung von Selbstkontrolle, Impulsregulation, Grenzwahrnehmung und Verantwortungsübernahme. Ziel ist es, Jugendliche und junge Erwachsene dabei zu unterstützen, aggressive Impulse frühzeitig wahrzunehmen, zu regulieren und konstruktive Handlungsalternativen zu entwickeln. Gewaltprävention wird dabei ressourcenorientiert verstanden: Schutzfaktoren werden gestärkt, statt ausschließlich problematisches Verhalten zu sanktionieren.
Sport allein reduziert Gewaltbereitschaft nicht automatisch – entscheidend ist die pädagogische Begleitung und die klare Haltung zu Regeln, Grenzen und Verantwortung. Genau hier setzt „Impuls“ an: Anerkennung erfolgt nicht für „Härte“, sondern für Regelakzeptanz, Respekt, Selbststeuerung und verantwortungsvollen Umgang mit Kraft.

Kontakt:
Divers Jugendhilfe gGmbH
Kolonnenstraße 56, 10827 Berlin
Tel.: +49 – (0)157 343 16 99 0
Mail: info@divers-jugendhilfe.de
https://divers-jugendhilfe.de/

KOGP Förderleitlinien 2026

  • KOGP Förderleitlinien 2026 mit Summen

    PDF-Dokument (127.9 kB)

Präsentation Präventionsbeirat SPK - Information Antragstellung

  • Präsentation Präventionsbeirat SPK - Information Antragstellung

    PDF-Dokument (231.3 kB)

Kontakt SPK

Alexander Bittner