FEIN-Pilot

Was sind FEIN-Pilotprojekte?

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen stellt dem Bezirk Fördermittel zur Verfügung, um Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur mit Vorhaben zur Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbinden. Ziel ist die Stärkung des nachbarschaftlichen Engagements, die Aktivierung des ehrenamtlichen Interesses sowie die Stabilisierung des Wohnumfeldes und der sozialen Strukturen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen die aktuell im Bezirk Steglitz-Zehlendorf umgesetzten FEIN-Pilotprojekte vor.

NUSS-Projekt Tausch- und Wochenmarkt

Nachbarschaft und Umwelt - schätzen und schützen (NUSS)

Das FEIN-Pilotprojekt „Nachbarschaft und Umwelt – schätzen und schützen (NUSS)” wird seit 2024 gefördert und will das bürgerschaftliche Engagement der Kiezbewohnenden um den Markusplatz und den Steglitzer Stadtpark in Steglitz unterstützen und weiter ausbauen. Durch niedrigschwellige Angebote, Vernetzung von Akteuren und eine zielgruppengerechte Ansprache soll insbesondere der lokale Einsatz für Klima, Natur und Umwelt gestärkt werden.

Weitere Informationen zum Projekt und aktuelle Veranstaltungen finden Sie hier.

Frisierkunst

Kieztreff Frisierkunst

Das FEIN-Pilotprojekt „Kieztreff Frisierkunst“ wird seit Anfang 2025 gefördert und in der Frisierkunst in der Wilskistraße 34 umgesetzt. Das Projekt schafft einen Treffpunkt für Nachbarinnen und Nachbarn. Es entwickelt einen Ort der Begegnung und Kultur, der generationsübergreifenden Nutzen stiftet, das soziale Miteinander fördert und durch Gemeinschaftssinn neue Perspektiven ermöglicht. Im Fokus stehen darüber hinaus die Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Kiez sowie die Beratung und Entwicklung von fossilfreien Wärmelösungen im Quartier.

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KBH Garten Nachbarschaft im Fokus

Nachbarschaft im Fokus - Gemeinsam gestalten, Teilhabe stärken

Seit Anfang 2025 läuft am Kinder- und Jugendbetreuungshaus (KBH) das FEIN-Pilotprojekt „Nachbarschaft im Fokus – Gemeinsam gestalten, Teilhabe stärken“. Ziel ist es, durch freiwilliges Engagement und Selbstorganisation den sozialen Zusammenhalt im Quartier zu stärken.
Das Projekt knüpft an bestehende niedrigschwellige Angebote für geflüchtete Familien und Anwohner*innen an und entwickelt sie weiter. Im Mittelpunkt stehen die aktive Beteiligung der Nachbarschaft sowie der Aufbau nachhaltiger Strukturen – etwa durch einen E-Lastenrad-Verleih, eine Tauschbörse oder einen gemeinschaftlich gestalteten Nachbarschaftsgarten.
Regelmäßige Umfragen sorgen dafür, dass die Angebote bedarfsgerecht bleiben. Kulturelle Veranstaltungen und nachbarschaftliche Begegnungen stärken zusätzlich das Miteinander im Kiez. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung von Selbstorganisation, damit Initiativen langfristig eigenständig von der Nachbarschaft getragen werden können.

Nachbarschaftshilfe – digital und nah

Nachbarschaftshilfe – digital und nah

Das FEIN-Pilotprojekt „Nachbarschaftshilfe – digital und nah“ wird seit Anfang 2025 gefördert und im Nachbarschaftsladen Berlinickestraße umgesetzt. Die fortschreitende Digitalisierung stellt ältere und hochbetagte Menschen vor große Herausforderungen, da ihnen oft grundlegende Kenntnisse im Umgang mit digitalen Medien fehlen. Das Projekt setzt auf spezielle Zugangswege, da herkömmliche Kurse meist nicht ausreichen: Ohne regelmäßige Anwendung wird das Gelernte schnell vergessen, und kleine Abweichungen sorgen für Unsicherheit. Zudem passt das Lerntempo nicht immer. Daher kombiniert das Projekt angepasste Lehrmethoden mit einer langfristigen Begleitung durch ehrenamtliche Digital-Pat:innen, die kontinuierlich unterstützen und so den Kompetenzerwerb nachhaltig fördern.

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1:1 Mentoring für geflüchtete Kinder im Grundschulalter

Der Träger Lupine Mentoring e.V. begleitet bereits im neunten Jahr 1:1 Mentoring zwischen ehrenamtlichen Erwachsenen und Kindern im Grundschulalter mit Fluchthintergrund.
Diese Förderung kann nun mithilfe der FEIN-Pilot-Mittel fortgesetzt werden und zusätzlich für geflüchtete Kinder mit Bewegungseinschränkungen und im Rollstuhl geöffnet werden. Des Weiteren sollen im Jahr 2026 zwei neue Kooperationen mit Gemeinschaftsunterkünften (Osteweg und die geplante GU Thielallee) auf- und ausgebaut werden.
Geplant ist, Kooperationen mit Organisationen und Vereinen aufzubauen, die sich ebenfalls im Kinder- und Jugendbereich sowie im Bereich Integration und Inklusion engagieren. Ziel ist es, eine optimale Beratung und Begleitung zu ermöglichen, Synergieeffekte des Sozialraums zu nutzen und gemeinsam in den Planungsräumen gute Lebensbedingungen zu etablieren.

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Kiezfest „LeNa – Lebendige Nachbarschaft“

LeNa – Lebendige Nachbarschaft am S-Bahnhof Botanischer Garten

Am Eugen-Gerstenmaier-Platz hat sich die Bürgerinitiative Blumenkiez e.V. in den letzten Jahren etabliert und wird nun im Jahr 2026 durch FEIN-Mittel gefördert.
Das Projekt „LeNa – Lebendige Nachbarschaft“ will den öffentlichen Raum zu einem inklusiven Ort für Austausch, Bildung, Kultur und gemeinschaftliches Engagement weiterentwickeln.
Gemeinsam mit BENN (Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften) – Hindenburgdamm und lokalen Akteuren werden niedrigschwellige Formate wie Kiezfeste, Erzählcafés, Konzerte, Lesungen und Kunstaktionen organisiert. Ziel ist es, alle Kiezbewohner:innen anzusprechen, insbesondere aber auch Menschen zu erreichen, die bisher weniger am gesellschaftlichen Leben teilgenommen haben, wie etwa Seniorinnen und Senioren, Alleinlebende, Familien mit kleinen Kindern und Menschen mit Migrationshintergrund.

Ein weiterer wichtiger Impuls ist die geplante Einrichtung eines Wochenmarkts auf dem Eugen-Gerstenmaier-Platz. Dieser wird perspektivisch durch das Bezirksamt organisiert, jedoch in enger Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative gestaltet. Der Markt soll nicht nur die Nahversorgung im Kiez verbessern, sondern auch als regelmäßig stattfindender sozialer Treffpunkt zur Belebung des öffentlichen Raums beitragen und das nachbarschaftliche Miteinander stärken.

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