Meine Bilanz der Amtsperiode

Urban Aykal (1200x1800px, 300ppi)

Die Bilanz der vergangenen Jahre macht mich als Bezirksstadtrat glücklich und stolz. Glücklich, weil es uns gelungen ist, auf die Bedürfnisse der Menschen ganz konkret einzugehen. Die Schulwegsicherheit ist im Bezirk zu einem zentralen Thema geworden. In den vergangenen Jahren wurden so viele Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit umgesetzt wie in den Jahrzehnten zuvor nicht. Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit sind längst keine Forderungen mehr, die in Schubladen verschwinden, sondern werden in immer mehr Wohngebieten sichtbar und spürbar.

Auch die Förderung der Radverkehrsinfrastruktur wird heute nicht mehr als unrealistische Vision betrachtet. Straße für Straße wächst ein sicheres Radverkehrsnetz. Wenn wir diesen Weg konsequent fortsetzen, wird die Verkehrsgerechtigkeit auch für Radfahrende weiter Realität werden.
Ein großes Problem bleiben jedoch die hohen Bordsteine – insbesondere für ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen. Mit jährlich zehn bis zwanzig Bordsteinabsenkungen schöpfen wir zwar das vom Senat bereitgestellte Budget vollständig aus. Dennoch muss dieser Bereich gesamtstädtisch deutlich stärker priorisiert werden. In den kommenden Jahren muss hier wesentlich schneller und umfangreicher gehandelt werden.

Steglitz-Zehlendorf ist ein grüner und wasserreicher Bezirk. Unser erstes Ziel war es, die Grünanlagen sauber und gepflegt zu halten. Das ist uns gelungen – auch dank der Unterstützung durch die BSR. Bei rund sechs Millionen Quadratmetern zu unterhaltendes grün, mehr als 63.000 Straßenbäumen und rund 210.000 Parkbäumen gilt unser oberstes Anliegen zunächst dem Schutz dieses einzigartigen Naturerbes.

Gleichzeitig macht der Klimawandel mit immer häufigeren und längeren Hitzeperioden deutlich, dass wir auch in Steglitz-Zehlendorf weiter entsiegeln und verdichtete Böden auflockern müssen. Umso mehr freut es mich, dass wir in dieser Wahlperiode mehrere tausend Quadratmeter Fläche entsiegeln und ökologisch wie stadtverträglich neugestalten konnten.

Unser Grünflächenamt kümmert sich nicht nur um Parks und Grünanlagen, sondern ebenso um Spielplätze, Sportanlagen und Schulhöfe. Eine vergleichsweise kleine Zahl engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leistet in den einzelnen Ortsteilen Tag für Tag hervorragende Arbeit. Die zahlreichen Projekte und Maßnahmen der Jahre 2022 bis 2026 belegen dies eindrucksvoll.

Steglitz-Zehlendorf ist ohne seine Seen und Gewässer kaum denkbar. Umso mehr freue ich mich, dass es uns in nur einer Wahlperiode gelungen ist, an allen größeren Gewässern wichtige Verbesserungen zu erreichen: die Neugestaltung der Ronnebypromenade in Wannsee, den klimasensiblen Umbau der Waldparkanlagen an Schlachtensee und Krummer Lanke, die Teilentschlammung des Waldsees sowie die deutliche Aufwertung des Umfelds am Stangenpfuhl. Diese Projekte stärken nicht nur den Natur- und Klimaschutz, sondern erhöhen zugleich die Aufenthaltsqualität für die Menschen in unserem Bezirk.

Ich betrachte das öffentliche Straßenland ganzheitlich und mit dem Anspruch, den vorhandenen Raum für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer fair und gleichberechtigt nutzbar zu gestalten. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Stärkung des Fuß- und Radverkehrs, da diese Formen der Mobilität einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, sicheren und zukunftsfähigen Stadtentwicklung leisten.

Gleichzeitig darf nicht außer Acht gelassen werden, dass unser Tiefbauamt – wie auch den entsprechenden Übersichten und Maßnahmenlisten zu entnehmen ist – weiterhin sehr aktiv in die Sanierung und Instandhaltung der Fahrbahninfrastruktur investiert. Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur umfasst alle Bereiche und erfordert daher eine ausgewogene Betrachtung der unterschiedlichen Anforderungen.

Auch beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sind wir inzwischen im Berliner Verhältnis sehr gut aufgestellt. Insbesondere das Angebot im öffentlichen Raum wurde kontinuierlich erweitert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer klimafreundlicheren Mobilität.

Im Bereich der Sharing-Angebote besteht zwar weiterhin Entwicklungspotenzial, insbesondere im Vergleich zu den stärker verdichteten Innenstadtbereichen. Dennoch haben wir als Außenbezirk mittlerweile eine Vielzahl von Jelbi-Standorten etabliert. Diese leisten einen wichtigen Beitrag dazu, bestehende Mobilitätsangebote besser miteinander zu verknüpfen, übersichtlicher zu gestalten und den Bürgerinnen und Bürgern einen einfacheren Zugang zu unterschiedlichen nachhaltigen Mobilitätsformen zu ermöglichen.

Die Bilanz ließe sich angesichts der Vielzahl der umgesetzten Maßnahmen noch deutlich erweitern. Dennoch möchte ich den Rahmen nicht sprengen und vor allem eines hervorheben: Diese Bilanz erfüllt mich nicht nur mit großer Freude, sondern auch mit Stolz. Stolz darauf, dass es gemeinsam mit meinem Team und den Fachämtern gelungen ist, eine starke Zusammenarbeit und Geschlossenheit zu entwickeln, die uns befähigt hat, so viele Projekte und Maßnahmen umzusetzen wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr.

Besonders erfüllt mich dabei der Blick auf die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten darf. Ich erlebe Kolleginnen und Kollegen, die ihre Arbeit für die Allgemeinheit nicht nur als Aufgabe verstehen, sondern als Verantwortung und Herzensangelegenheit. Teil dieser Gemeinschaft zu sein, ist für mich eine besondere Motivation und ein Zeichen dafür, was durch Zusammenhalt, Engagement und gemeinsames Handeln erreicht werden kann.

Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Patinnen und Paten:
Eine besondere Stärke unseres Bezirks Steglitz ist das außergewöhnlich hohe ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger für ihr unmittelbares Lebensumfeld. Seit Beginn meiner Amtszeit bin ich mit vielen engagierten Menschen im engen Austausch und erlebe dabei immer wieder, mit wie viel Herzblut, Verantwortungsbewusstsein und Tatkraft sie sich für unseren Bezirk einsetzen. Gerade im Bereich des Stadtgrüns leisten viele Menschen einen wertvollen Beitrag: Sie kümmern sich um Baumscheiben, bepflanzen Flächen, pflegen kleine Grünbereiche und tragen damit ganz konkret dazu bei, dass unsere Straßen, Plätze und Quartiere lebenswerter und nachhaltiger werden. Dieses freiwillige Engagement für die eigene Nachbarschaft verdient meinen größten Respekt und meine ausdrückliche Anerkennung.

Umso mehr freue ich mich, dass es gelungen ist, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und den engagierten Bürgerinnen und Bürgern weiterzuentwickeln. Mir ist bewusst, dass Erwartungen und Wünsche nicht immer in jedem einzelnen Fall vollständig erfüllt werden können. Der Austausch unterschiedlicher Perspektiven ist jedoch ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Zusammenarbeit. Entscheidend ist, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen: Wir möchten Steglitz noch grüner, lebenswerter und zukunftsfähiger gestalten und gemeinsam Verantwortung für unseren öffentlichen Raum übernehmen.

Besonders erfreulich ist, dass inzwischen rund hundert Patinnen und Paten für Baumscheiben und Plätze aktiv sind und mit ihrem Einsatz unser Stadtbild nachhaltig prägen. Sie schaffen mehr Grün im Alltag, fördern die biologische Vielfalt und sorgen dafür, dass aus einzelnen Flächen Orte der Begegnung und des Miteinanders entstehen. Dieses Engagement zeigt eindrucksvoll, wie viel erreicht werden kann, wenn Nachbarschaften und Verwaltung gemeinsam an einem Strang ziehen.

Dafür gilt allen Beteiligten mein herzlicher Dank.

Urban Aykal

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Verkehrsanbindungen