Charkiw / Dezember 2024
Der 18. November 2024 war ein denkwürdiger, ein trauriger Tag: An diesem Tag herrschte seit 1000 Tagen Krieg in der Ukraine. Der russische Aggressor macht keinerlei Anstalten, den Angriffskrieg zu beenden oder sich zumindest auf Verhandlungen über einen gerechten Frieden einzulassen, der die Souveränität der Ukraine respektiert. Während der Kreml darauf spekuliert, dass die Kriegsmüdigkeit in Europa zunimmt, gleichzeitig aber die Solidarität mit der Ukraine abnimmt, leiden die Menschen vor Ort unter den fortdauernden Angriffen auf Ziele der zivilen Infrastruktur. Um dieser Gefahr vorzubeugen, ist es wichtig, im Reden über die Kriegsfolgen nicht nachzulassen.
Ganz besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche, für die der Luftschutzkeller ebenso zum Alltag gehört wie Strom- und Heizungsausfälle. Das betrifft auch die zweitgrößte Stadt des Landes: Charkiw. Viele junge Menschen haben nach Ausbruch des Angriffskrieges in U-Bahn-Schächten Zuflucht gesucht und diese in Kunstateliers umgewandelt. Mit Unterstützung des in unserer Partnerstadt ansässigen Kunststudios „Aza Mizi Naza“ entstanden in großer Zahl Kunstwerke, die Charkiws Untergrund schmücken und von dort als eine Art Hoffnungsanker nicht mehr wegzudenken sind.