Ob es sich um (einen oder mehrere) Wiederholungstäter handelt, ist nicht bekannt. Bereits am 24. Oktober 2024 musste das Schild wegen einer Schmierattacke gereinigt werden. Nachdem im Frühjahr 2024 sämtliche Blumen, die Bürgerinnen und Bürger, Bezirksverordnete und Mitglieder des Bezirksamtes niedergelegt hatten, verschwanden, erstattete das Bezirksamt am 9. April Anzeige gegen Unbekannt. Die Ermittlungen der Polizei blieben damals erfolglos.
Dass die feindselige Haltung der Täter nicht von der Mehrheit der Menschen unseres Bezirks geteilt wird, beweisen die zahlreichen Blumen und Kerzen, die immer wieder am Schild niedergelegt werden.
Unterdessen hat sich auch der Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf e.V. zur Farbattacke geäußert: “Schmierereien an Orten des Gedenkens und der internationalen Solidarität sind vor allem in der aktuellen Situation, in der wir eng an der Seite unserer israelischen Partnerstadt Sderot stehen, zu verurteilen”, scheibt der Vereinsvorsitzende Sebastian Leskien in einer öffentlichen Stellungnahme.
Der Sderotplatz erinnert an die fast ein halbes Jahrhundert (1975-2024) bestehende Städtepartnerschaft zwischen Steglitz-Zehlendorf und der israelischen Kommune, die unmittelbar östlich an den Gazastreifen grenzt. Erst am 7. Oktober 2024 fand am gleichen Ort eine bewegende Gedenk- und Solidaritätsveranstaltung statt, bei der Bezirksverordnetenversammlung und BVV gemeinsam der Opfer des terroristischen Anschlags und der Geiselnahmen von 2023 gedachten.