Wichtige Informationen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und Helfende

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04/2022/CHARKIW – Steglitz-Zehlendorf: Gelebte Solidarität mit Charkiw

Hilfstransport des Städtepartnerschaftsvereins
Hilfstransport des Städtepartnerschaftsvereins
Bild: Die Beteiligten des Transports

Die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger unseres Bezirks für die Menschen in Charkiw und in der ganzen Ukraine ist ungebrochen. Eine Vielzahl kreativer Initiativen macht das Los der im Land verbliebenen, aber auch der zu uns geflüchteten Menschen ein wenig erträglicher.

Eine besonders originelle Idee hat sich die Lankwitzer Buchhandlung Friebe einfallen lassen: Wie der Tagesspiegel berichtet, hat sich das Team um Buchhändlerin Oksana Kovalenko-Grimm auf den Weg ins westukrainische Lemberg gemacht, um dort Kinderbücher einzukaufen. Diese sollen an Berliner Kindergärten, Bibliotheken, Schulen und Familien gespendet werden. Finanzielle Unterstützung in Form von Spenden nimmt die Buchhandlung gerne entgegen (Kontakt per E-Mail: buchhandlungfriebe@t-online.de).

Spendenaktion des Städtepartnerschaftsvereins

Wie der Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf e.V. auf seiner Webseite berichtet, konnte die Spendensumme des kurz nach Kriegsbeginn von ihm initiierten Charkiw-Hilfe-Projekts zwischenzeitlich auf schwindelerregende 67.000 Euro geschraubt werden (Stand: 22. April 2022). Demnach seien mehr als 20 Prozent der Summe bisher in Hilfslieferungen geflossen. „Aktuell wird nach Möglichkeiten gesucht, eine größere Anzahl von Erste-Hilfe-Koffern zur Erstversorgung von Verletzten und Schutzkleidung für Aufräumarbeiten zu besorgen“, schreibt der Verein weiter. Dazu zählen z.B. auch feuerfeste Spezialstiefel für Feuerwehrleute. Hinzu kommt ein Bedarf an Wasserfiltern und Desinfektionsmitteln.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ukraine-Leistungszentrums mit Bezirksstadtrat Richter
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ukraine-Leistungszentrums mit Bezirksstadtrat Richter
Bild: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Ukraine-Leistungszentrum in Rathaus Steglitz hat Arbeit aufgenommen

Seit 20. April 2022 gibt es in unserem Bezirk eine zentrale Anlaufstelle für ukrainische Flüchtlinge: das sogenannte „Leistungszentrum Ukrainische Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf“, untergebracht im Rathaus Steglitz.

„Dort bündeln wir die Angebote des Sozialamts für neue Leistungsfälle der Vertriebenen aus der Ukraine, des Bürgeramts, und stellen mit einem Info-Punkt auch Beratungsleistungen rund um viele weitere Themen zur Verfügung“, erklärt Bezirkssozialstadtrat Tim Richter in einer Pressemitteilung.

Bevor die Betreuung der Flüchtlinge auf die Jobcenter übergeht, steht mit dem Leistungszentrum ein Ort zur Verfügung, den ukrainische Hilfesuchende mit allen ihren Fragen aufsuchen können. Falls nicht direkt vor Ort geholfen werden kann, wird ggf. an die zuständigen Stellen verwiesen. Ab Montag, dem 2. Mai 2022 werden sämtliche Anliegen ukrainischer Flüchtlinge ausschließlich im Leistungszentrum bearbeitet, nicht mehr im Rathaus Lankwitz, wo das Sozialamt des Bezirks untergebracht ist. Die Sprechzeiten sind montags bis freitags, jeweils von 09:00 bis 13:00 Uhr. Außerdem wurde eine E-Mail für ukrainespezifische Anliegen eingerichtet: soz-ukraine@ba-sz.berlin.de.

Solidaritätskonzert in der Schwartzschen Villa

Zu einem Benefiz- und Solidaritätskonzert zugunsten der Ukraine lädt der Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf am Sonntag, 15. Mai 2022 um 18:00 Uhr in die Schwartzsche Villa ein. Einlass ist ab 17:30 Uhr (Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin). Cerstin Richter-Kotowski, Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, eröffnet das Konzert. Das abwechslungsreiche Programm reicht von Spätbarock bis Moderne. Dabei gelangen u.a. Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Frédéric Chopin, Franz Schubert und Claude Debussy zur Aufführung. Bei freiem Eintritt wird zu Spenden für die Ukraine-Nothilfe des Vereins UNO-Flüchtlingshilfe e.V. aufgerufen.

Stadtwappen Charkiw
Stadtwappen Charkiw
Bild: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Neues aus Charkiw

Ein erfreuliches Lebenszeichen aus Charkiws Stadtverwaltung ist am 28. April 2022 beim Städtepartnerschaftsbeauftragten eingegangen. Iwan Nemitschew, unser wichtigster (und deutschsprachiger) Kontaktmann innerhalb der Verwaltung, schildert darin seine eigene Situation, wie er sie zusammen mit seiner Ehefrau wahrnimmt: „Wir halten Verbindung mit meinen Kollegen vom Amt und mit unseren Partnerstädten. Die meisten von uns sind im Westen der Ukraine, manche sind im Ausland“. Er selbst sei aus seinem Wohnviertel in einen Vorort von Charkiw gezogen. Von einer Rückkehr könne noch keine Rede sein, da dies aufgrund der Bombardierungen „noch zu gefährlich“ sei.

Diesen Eindruck bestätigen auch die täglich eintreffenden Sachstandsberichte der Konrad-Adenauer-Stiftung, die Auslandsbüros in Charkiw und Kiew unterhält. In englischer Sprache informiert die Stiftung aus erster Hand über die militärische, politische und wirtschaftliche Situation in allen Teilen des Landes, so auch explizit über die Region Charkiw und Lugansk („Kharkiv and Luhansk directions“). Auch nach über 60 Tagen Kriegsalltag sind demzufolge täglich Tote und Verwundete in Charkiw zu beklagen. So stellt das Bulletin vom 27. April 2022 fest, dass der Beschuss der Region Charkiw unvermindert fortdauert und beruft sich dabei auf den Chef der regionalen Militärverwaltung: “The shelling of the Kharkiv region is going on. The head of the Kharkiv Regional Military Administration Oleh Syniehubov reports that as of the evening of April 27, 4 people had died and 21 had been injured in the region”.

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