"Die Blaue Wand nach Steglitz-Zehlendorf bringen"

Führung Blaue Wand, es spiegeln sich zwei Personen in der blauen Wand sowie die Umgebung, eine der Personen steht ganz dicht an der blauen Wand, so dass sie sich spiegelt

Führung an der Blauen Wand

Stolperstein für Hildegard Blanckenhorn, Leydenallee 66, Berlin Steglitz; Text auf dem Stein: Hier wohnt Hildegard Blanckenhorn geb. Harttung, Jahrgang 1902, eingewiesen 1929, Heilanstalt Eberswalde, verlegt 04.07.1940 Brandenburg, ermordet: 04.07.1940, Aktion T4

Gedenkstein für Hildegard Blanckenhorn in der Leydenallee 66, Berlin Steglitz

Veranstaltungsreihe zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde

Mit einer besonderen Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Die Blaue Wand nach Steglitz-Zehlendorf bringen“ wird in diesem Herbst in Steglitz-Zehlendorf an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde erinnert. Ziel ist es, die Geschichte der Opfer sichtbar zu machen und durch eine lebendige Erinnerungskultur Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzuwirken.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie, umgesetzt durch die Zukunftssicherung Berlin e.V., unterstützt durch den Förderkreis Gedenkort T4 e.V. sowie der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen Steglitz-Zehlendorf.

Hintergrund
Der Gedenk- und Informationsort Tiergartenstraße 4 erinnert heute an die mehr als 300.000 Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde wurden.
Zentrales Element des Gedenkortes ist die Blaue Wand aus Glas. Sie ist der zentrale Erinnerungsort für Menschen mit Beeinträchtigungen, die im Nationalsozialismus ermordet wurden. Die Opfer kamen aus allen Schichten, von allen Orten, so auch aus Steglitz-Zehlendorf.
Durch den Gedenkspaziergang und die Veranstaltung mit Ausstellung soll dies sichtbar gemacht werden.

Programm

1. Gedenkspaziergang
Datum: Donnerstag, 9. Oktober 2025
Beginn: 11:30 Uhr
Start: Erinnerungsort Ihnestraße 22, 14195 Berlin

11:30 Uhr Besuch des Erinnerungsortes Ihnestraße 22, 14195 Berlin. Ehemaliges „Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik“. Auseinandersetzung mit der menschenverachtenden und vermeintlich wissenschaftlichen Forschung, die der „Aktion T4“ zu Grunde lag. Projektvorstellung, Einführung in den historischen Kontext, Vorstellung zweier Opferbiographien, kurzer Vortrag über die gesamte Ausstellung und die Geschichte des Hauses.
13:00 Uhr Besuch des Stolpersteins für Frau Blankenhorn, Leydenallee 66, 12167 Berlin. Vorstellung ihrer Biographie sowie die von Arno Hentze, einem Kind mit sogenannter geistiger Behinderung.
14:00 Uhr Ehemaliges „Haus Kinderschutz“, Claszeile 57, 10785 Berlin
14:30 Uhr Ende des Gedenkspaziergangs.

Informationen zur Barrierefreiheit:
• Wir bewegen uns im öffentlichen Straßenland, mit Barrieren ist zu rechnen.
• An den Gedenkorten wird „verständliche Sprache“ verwendet.
• Unterstützung für gehbeeinträchtigte Personen: 5 Plätze im Bus, inkl. Rollstuhlplatz, stehen zur Verfügung. Wenn Sie Bedarf haben, melden Sie sich bitte im Büro der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen per E-Mail an: behindertenbeauftragte@ba-sz.berlin.de

2. Ausstellung und Lesung „Die Blaue Wand nach Steglitz-Zehlendorf bringen“
Datum: 13. November 2025
Uhrzeit: 16:30 bis 18:30 Uhr
Ort: Ingeborg Drewitz Bibliothek, Grunewaldstraße 3, 12165 Berlin (3. OG, Aufzug vorhanden)

Programm:
  • Begrüßung und Vorstellung des Projekts
  • Präsentation des inklusiven Spaziergangs mit aktuellen und historischen Bildern
  • Die Veranstaltung wird von Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam moderiert. Es ist uns wichtig, der Sichtweise von Menschen mit körperlichen, kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen, die potenzielle Opfer gewesen wären, Gehör zu verschaffen.
  • Wir möchten Gedenkorte besser bekannt machen und aufzeigen, wie Inklusion und eine lebendige Erinnerungskultur, der Ausgrenzung und Gefährdung von Menschen entgegenwirken kann.

Informationen zur Barrierefreiheit:
• Zugang über eine DIN-gerechte Rampe und Aufzug.
• Während der Veranstaltung wird „verständliche Sprache“ verwendet.
• Gebärdensprachdolmetscher stehen nach Bedarf zur Verfügung (bitte anmelden).

Es können an diesem Tag höchstens 50 Personen teilnehmen.

Bitte melden Sie sich im Büro der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen per E-Mail an: behindertenbeauftragte@ba-sz.berlin.de

3. Das Projekt „Die Blaue Wand nach Steglitz-Zehlendorf bringen“
beim ersten Demokratietag in Steglitz-Zehlendorf am 14. November 2025
Uhrzeit: 13:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Ingeborg Drewitz Bibliothek, Grunewaldstraße 3, 12165 Berlin (3. OG, Aufzug vorhanden)

  • Wir möchten Gedenkorte besser bekannt machen und aufzeigen, wie Inklusion und eine lebendige Erinnerungskultur, der Ausgrenzung und Gefährdung von Menschen entgegenwirken kann.

Informationen zur Barrierefreiheit: Zugang über eine DIN-gerechte Rampe und Aufzug.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und darauf, gemeinsam die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten.

Logo Förderung vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes Demokratie leben!, Logo Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Logo Partnerschaft für Demokratie Steglitz-Zehlendorf

Dieses Projekt wird im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Steglitz-Zehlendorf durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des BMBFSFJ gefördert.

Logo Zukunftssicherung Berlin e. V.

Dieses Projekt wird umgesetzt von der Zukunftssicherung Berlin e. V. für Menschen mit geistiger Behinderung.

Logo Gedenkort-T4.eu und Förderkreis Gedenkort T4 e. V.

Das Projekt wird unterstützt vom Förderkreis Gedenkort T4 e. V.

und der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen Steglitz-Zehlendorf, Eileen Moritz.

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

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