04/2026 – Gedenkstättenfahrt nach Polen: starkes Zeichen der Erinnerungskultur

Gedenkstättenfahrt Krakau 2026

Gedenkstättenfahrt Krakau 2026

April 2026

Die Entwicklung der Antisemitismusstatistiken in Bezirk, Land, Bund, Europa und weltweit lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Die Stärkung der Erinnerungs- und Gedächtniskultur ist aktueller denn je! In besonderer Weise gilt dies für die junge Generation. Viele Menschen, ob Jung oder Alt, erliegen nicht selten dem Trugschluss, das Thema Antisemitismus habe während der zwölf Jahre des Nationalsozialismus stattgefunden und sich danach erledigt. Das Gegenteil ist der Fall: Die antisemitische „Staatsräson“ des NS-Regimes hatte eine jahrhundertelange Vorgeschichte. Mehr noch: Antisemitismus und antizionistische Israelfeindlichkeit existieren bis in die Gegenwart hinein. Umso wichtiger ist es, jungen Menschen mit einer reflektierten Gedenkstättenpädagogik frühzeitig zu vermitteln, wohin fanatischer und ungebremster Judenhass führen kann.

Vier Jugendfreizeiteinrichtungen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf haben sich zusammengetan, um vom 19. bis 23. Oktober 2026 eine gemeinsame Gedenkstättenfahrt nach Polen anzubieten: das Kinder- und Jugendzentrum Dr. Wolf, das Haus der Jugend Zehlendorf, die Jugendfreizeiteinrichtung G. Marshall und die Jugendfreizeiteinrichtung Albrecht Dürer. Im Zentrum der Bildungsreise stehen zwei Exkursionen zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Dabei werden das ehemalige Stammlager und das Vernichtungslager Birkenau besucht. Bei einer fachkundigen Führung durch Krakau erfahren die Teilnehmer mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt sowie deren jüdische Bevölkerung.

Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, „die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen“, so die Veranstalter.

„Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Erinnerungskultur aktiv zu fördern und den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Nur durch Bildung und Reflexion können wir die Lehren der Vergangenheit in die Zukunft tragen“, formulieren die Projektkoordinatoren.

Anmeldeschluss ist der 22. Juni 2026.

Alle weiteren Details, darunter auch die Kontaktdaten (E-Mail, Telefon) der beteiligten Akteure finden Sie in einer am 27. März 2026 verbreiteten Pressemitteilung und in der Ausschreibung mitsamt Anmeldeformular.

Antisemitismusprävention

Beauftragter gegen Antisemitismus

Christian Urlaub