Oktober 2025
Es hat sich herumgesprochen, dass Demokratie keine gottgegebene Selbstverständlichkeit ist, sondern dass täglich neu um sie gerungen werden muss. Wie atemberaubend schnell scheinbar gefestigte Demokratien und ihre Mechanismen erodieren können, ist derzeit in den Vereinigten Staaten zu besichtigen. Zum Markenkern stabiler Demokratien gehört immer auch eine klare Absage an Rassismus und Antisemitismus.
Umso wichtiger ist es, dass das Themenfeld Antisemitismus auch eine Rolle beim ersten Demokratietag spielt, zu dem das Netzwerk Demokratiebildung Steglitz-Zehlendorf am 14. November 2025 zwischen 13 und 19 Uhr in die Ingeborg-Drewitz-Bibliothek (Rathaus Steglitz, Grunewaldstr. 3, 3. OG, 12165 Berlin) einlädt.
Das Programm bildet die ganze Vielfalt demokratischer Initiativen aus der Zivilgesellschaft unseres Bezirks ab. Zu den Höhepunkten zählen ein interkulturelles Sprachcafé, ein „Nachbarschafts-Speeddating“ und eine „lebendige LGBTQI*-Bibliothek“. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf jede Menge kreative Mitmachformate für alle Altersgruppen freuen. Mit viel Herzblut wirken insgesamt über 20 lokale Initiativen und Einrichtungen an der Gestaltung des Demokratietags mit. Sie alle versammeln sich unter dem gemeinsamen Motto „Mitmachen, Mitreden, Mitgestalten“.
„Der Demokratietag bietet vielfältige Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Perspektiven zu entdecken und eigene Ideen einzubringen“, heißt es in einer am 29. Oktober 2025 verbreiteten Pressemitteilung.
Eine Comic-Ausstellung setzt sich mit Antisemitismus, Rassismus und Hass auseinander. Bei einer weiteren Einzelveranstaltung kommen der israelisch-palästinensische Konflikt und dessen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima zur Sprache.
Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg wird die Veranstaltung um 14:30 Uhr zusammen mit der Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, Carolina Böhm, feierlich eröffnen. „Kommen Sie miteinander ins Gespräch, entdecken Sie neue Perspektiven und bringen Sie Ihre eigenen Ideen ein“, ermuntert die Bezirksbürgermeisterin zum Mitmachen. „Mitreden, Mitgestalten, das sind die Grundlagen der Demokratie. Scheinbar selbstverständlich, aber diese Selbstverständlichkeit will gelebt werden“, ergänzt die Bezirksstadträtin.