Februar 2025
Am 9. Februar 2025 wurde vor dem Haus Ilsensteinweg 18a ein neuer Stolperstein verlegt, der an Dr. Franz Behrend erinnert. Die Arbeitsgemeinschaft Spurensuche Schlachtensee hat damit ein weiteres Zeichen gegen das Vergessen gesetzt.
Franz Behrend, Landgerichtsrat und seit 1926 Bewohner dieses Hauses, wurde im Dezember 1942 von der Gestapo verhaftet. Der Grund: Er soll den Judenstern an seiner Kleidung verborgen haben. Man brachte ihn in das Zellengefängnis Moabit, wo er am 9. Januar 1943 zu Tode kam.
Die Verlegung des Stolpersteins ist nicht nur eine Würdigung seines Andenkens, sondern auch ein klares Signal gegen Antisemitismus und Ausgrenzung. Gerade in einer Zeit, in der judenfeindliche Vorfälle wieder zunehmen, sind solche Initiativen von unschätzbarem Wert. Sie machen die Geschichte sichtbar und erinnern daran, wohin Diskriminierung und Verfolgung führen können.
Die AG Spurensuche Schlachtensee hat sich innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Schlachtensee etabliert. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur historischen Aufarbeitung und zur Prävention von Antisemitismus – nicht nur für heute, sondern auch für kommende Generationen.