Bernkastler Platz

Bernkasteler Platz 2

Der Bernkastler Platz liegt an der Leonorenstraße in Lankwitz parallel zum Bahndamm und in der Bernkastler Straße. Die Erstanlage erfolgte im Jahr 1910. Der Gartenarchitekt ist nicht bekannt. Die Anlage wird in “Berlin und seine Bauten” Teil XI Gartenwesen beschrieben.

Blockplatz 240 m und 80 m als trapezförmiger Platz. Der Platz ist auf ein zugehöriges Parkgebäude (von Stadtbaurat Fritz Freymüller) an der schmalsten Stelle ausgerichtet. Die perspektivische Scheinwirkung wird durch zwei Reihen Pyramidenpappeln verstärkt, die parallel zu den Langseiten des Platzes stehen. In der Mittelachse befindet sich ein Wasserbecken.

Dieser Platz ist der Berliner Schmuckplatz-Epoche zuzuordnen. Sie ist eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele innerstädtischer Gartenkunst. Sil und Wahl der Gestaltungselemente entsprechen dem Repräsentationswunsch der Wilhelminischen Zeit.

Mit der Rekonstruktion wurde 1975 begonnen. Diese Aufgabe stellte sich hier besonders schwierig, da hierzu fast ausschließlich nur alte Postkarten und Fotos zur Verfügung standen.

Das Wasserbecken mit Mittelfontäne musste wegen der völlig desolaten Bausubstanz abgerissen werden und nachgebaut werden. Die Fontäne, die früher mit Brauchwasser versorgt wurde, hat eine Umwälzpumpe erhalten.

Im Nord-Osten oberhalb des Wasserbeckens befand sich eine Pergola mit Ruheplätzen. Diese Pergola wurde von Fotografien wieder rekonstruiert und hergestellt.
Der fälschlicherweise verlängerte Hauptweg in der Mittelachse bis an das Wasserbecken heran wurde wieder herausgenommen, die Fläche durch Rasenansaat wieder geschlossen und das Ende des Hauptweges wieder mit den nach Fotos rekonstruierten zwei Putten auf Postamenten markiert.

Den Platz einfassende Buchenhecken, Rosenrabatten sowie Pflasterornamente mit Rosenrondells vor dem Parkgebäude wurden als ursprüngliche Gestaltungselemente entsprechend wieder ersetzt.

Der rekonstruierte Platz konnte anläßlich der 750-Jahr-Feier Lankwitz 1988 der Öffentlichkeit wieder übergeben werden.
Er wurde als Zeugnis der Gartenkunst der Jahrhundertwende im Interesse seiner Erhaltung für die Allgemeinheit in der Denkmalliste Berlin als Gartendenkmal eingetragen.

Damit erfolgte eine würdige Anerkenntnis der Rekonstruktionsleistung dieses schönen und attraktiven Grünplatzes.

Text: Ludwig Schlottke

Der Pavillon im Entrée an der Leonorenstraße wird umgangssprachlich Käseglocke genannt.

  • Geschützte Grünanlage – Gartendenkmal
  • Erstanlage im Jahr 1910
  • Größe ca.18.000m²
  • Wasserbecken mit Fontäne
  • Pergola
  • Spielplatz
  • Lage Plan Bernkastler Platz
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