Denkmal des Monats 2010

Denkmal des Monats - 2010

Untere Denkmalschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf

Die Untere Denkmalschutzbehörde stellt monatlich ein Denkmal aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf vor, das “Denkmal des Monats”. Auf dieser Seite finden Sie die Aufstellung des Jahres 2010, die wir weiterhin zugänglich machen wollen. Die Denkmale des aktuellen Jahres erreichen Sie über die Startseite der Stadtplanung. Ältere Jahrgänge sind auf unserer Archivseite aufgelistet.

Die Geschichte des jeweiligen Gebäudes und die Besonderheiten, die es zu einem Denkmal werden ließen, können Sie im jeweiligen Begleittext nachlesen. Sie können mit einem Klick auf die roten Pfeile durch die Sammlung hin und her blättern. Am unteren Ende der Seite finden Sie eine Übersicht aller Denkmale des Jahres 2010, über die Sie einzelne Denkmale auch direkt anwählen können.

Das Jahr 2010 war ab April einem ganz besonderen Thema gewidmet:

Zwanzig Jahre Mauerfall Berlin

Ehemalige Standorte amerikanischer und alliierter Präsenz in Steglitz-Zehlendorf

Berliner Luftbrücke, Spaltung der Stadt, Gründung der Freien Universität, der 17.Juni 1953, die Jahre vor und nach der Etablierung der beiden deutschen Staaten bedeuteten für Berlin die Wandlung von einem Extrem zum nächsten. Die Errichtung der Mauer 1961 zementierte schließlich die Friedlosigkeit des Kalten Krieges. Als Bürger gewöhnte man sich an die Präsenz des Militärs. In Zehlendorf und Steglitz waren es die GI’s, die für das Gefühl des Geschütztseins sorgten und als selbstverständlich wahrgenommen wurden. Ihre alljährlichen Panzerparaden gehörten zum Pflichtprogramm Berliner Schüler.

Ohne die Alliierten Schutzkräfte hätte es keine Wiedervereinigung gegeben. Daher wurde in Steglitz-Zehlendorf die Berlin-Brigade der US-Arme 1994 in großer Dankbarkeit und Freundschaft mit einer Festparade auf der Schloßstraße verabschiedet.

Was ist geblieben aus dieser Zeit? Zahlreiche Gebäude, die von den Alliierten und den amerikanischen Streitkräften in unserem Bezirk genutzt wurden, stehen heute unter Denkmalschutz. Von den Spuren, die sie in ihren Kommandozentralen, Kasernen, Wohnparks und anderen baulichen Zeugnissen hinterlassen haben, soll in den nächsten Monaten auf dieser Seite die Rede sein. Dabei werden wir bei älteren Bauten auch auf die Vorkriegszeit zurückgreifen, um die Geschichte der Denkmale in ihrem Gesamtzusammenhang darzustellen, und über ihre heutige Nutzung berichten, um ihren Schutz zu einem breiten öffentlichen Anliegen zu machen. Als Zeugnisse der deutschen Nachkriegsgeschichte spiegeln diese Bauten den Wandel 20 Jahre nach Mauerfall in hohem Maße wieder.

Angelika Kaltenbach, Jörg Rüter