Wie bleiben Unternehmen sichtbar, wenn Kundinnen und Kunden zunehmend KI-Systeme für ihre Fragen und Recherchen nutzen? Und wie behalten sie gleichzeitig die Kontrolle über ihre Daten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der DAB Digitalsalon am Donnerstag, 03. September 2026 im Gutshaus Steglitz. Gemeinsam mit der Digitalagentur Berlin und dem Zukunftszentrum Berlin brachte die Veranstaltung Unternehmen und Organisationen aus der Region zu den Themen Generative Engine Optimization (GEO), KI-Sichtbarkeit und digitale Souveränität zusammen. Die Veranstaltung war bereits im Vorfeld ausgebucht. DAB Digitalsalon wurde in Kooperation mit dem Regionalinkubator Berlin Südwest und dem Zukunftszentrum Berlin ausgerichtet.
KI-Auffindbarkeit praktisch getestet
Tom Barth von der Digitalagentur Berlin zeigte, worauf Unternehmen achten können, damit ihre Angebote, Leistungen und Kompetenzen von KI-gestützten Such- und Antwortsystemen besser erfasst werden. Dabei wurde deutlich: Viele der entscheidenden Maßnahmen sind zugleich Grundlagen eines guten Internetauftritts, etwa klar strukturierte und verständliche Inhalte, konkrete Antworten auf Kundenfragen und regelmäßig aktualisierte Informationen.
Wie sich dies praktisch überprüfen lässt, zeigte ein Live-Check eines Unternehmensauftritts. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde untersucht, wie gut die vorhandenen Informationen strukturiert und für KI-Systeme erfassbar sind und wo Optimierungspotenzial besteht.
Der kostenfreie Praxischeck ist auch nach der Veranstaltung möglich: Unternehmen aus der Region können sich beim Regionalinkubator Berlin Südwest melden und einen kostenfreien Termin mit Tom Barth zur Überprüfung ihres Internetauftritts vereinbaren.
Digitale Souveränität beginnt mit dem Überblick
Im zweiten Teil diskutierten Magdalena Birkmann und Tom Bresemann von der Lettrétage e. V. sowie Francesca Hermani und Patrick Skarupke-Witten vom Zukunftszentrum Berlin über digitale Souveränität, Unternehmensdaten und Abhängigkeiten von großen Tech-Plattformen.
Dabei wurde deutlich: Digitale Souveränität bedeutet nicht, auf etablierte Technologien verzichten zu müssen. Entscheidend ist vielmehr, die eigenen digitalen Strukturen zu kennen und bewusste Entscheidungen zu treffen: Wo liegen die eigenen Daten? Wer hat Zugriff darauf? Und welche Abhängigkeiten entstehen durch die Nutzung digitaler Dienste?
Austausch und Impulse
Neben den fachlichen Impulsen stand der Austausch zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt. Die Diskussionen zeigten, dass KI, digitale Sichtbarkeit und digitale Souveränität viele Unternehmen bereits heute beschäftigen und zugleich aber konkrete Fragen zur Umsetzung bestehen.
Weitere Informationen:
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