Suchtbericht Steglitz-Zehlendorf 2026 veröffentlicht

Pressemitteilung vom 11.09.2026

Suchtprävention, Suchtmittelkonsum und Suchthilfe in Steglitz-Zehlendorf

Was ist Sucht und wie entsteht sie? Welche Lebensumstände machen Menschen besonders anfällig für eine Suchtentwicklung? Was wissen wir über Suchtmittelkonsum und Verhaltenssüchte in Berlin und Steglitz-Zehlendorf?
Mit diesen Fragen setzt sich der Suchtbericht Steglitz-Zehlendorf 2026 auseinander. Viel zu viele Erwachsene in Berlin trinken zu häufig Alkohol in ungesunden Mengen. Das gilt auch für Steglitz-Zehlendorf, ein Fünftel der Menschen ab 65 Jahren in Steglitz-Zehlendorf trinkt täglich mindestens ein Glas Alkohol. Von den Erwachsenen in Berlin rauchen zwischen einem Viertel und einem Drittel. In Steglitz-Zehlendorf rauchen zwar weniger Menschen als in anderen Berliner Bezirken, aber es gibt Hinweise, dass in unserem Bezirk mehr Alkohol konsumiert wird.

In Berlin haben 11 % der Erwachsenen im letzten Monat Cannabis konsumiert. Mindestens eine illegale Droge haben im letzten Jahr 9 % der Frauen und 13 % der Männer in Berlin eingenommen, und zwar am häufigsten Kokain oder Crack. Kokain ist auch die Substanz, die am häufigsten im Blut nachgewiesen wird, wenn Menschen im Zusammenhang mit ihrem Drogenkonsum in Steglitz-Zehlendorf verstorben sind.

Der hohe Anteil älterer Menschen in Steglitz-Zehlendorf legt es nahe, ein Augenmerk auf Abhängigkeitsrisiken bei längerfristiger Medikamenten-Einnahme zu richten. Vor allem für junge Menschen werden Risiken durch exzessive Internetnutzung gesehen. Bei mehr als 20 % der Jugendlichen wird die Nutzung von sozialen Medien und von Online-Videos als riskant eingeschätzt, bei 4 % bis 7 % als pathologisch.

Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit Carolina Böhm erklärt: „Der Suchtbericht zeigt, dass wir mit unseren Angeboten der Suchtprävention und Suchthilfe schon gut aufgestellt sind. Unser Auftrag aus diesem Bericht lautet: Wir müssen gefährdete Menschen noch früher erkennen, sie mit unseren Angeboten erreichen und ihnen ein Leben ohne Abhängigkeit ermöglichen.“
Zahlen, Daten und Fakten zu Menschen in vulnerablen Lebenssituationen sowie zu Angeboten und Inanspruchnahme von Suchtprävention und Suchthilfe in Steglitz-Zehlendorf ergänzen das Bild. Der Bericht bleibt aber nicht bei der Ist-Analyse stehen, sondern benennt auch Handlungsbedarfe und formuliert Empfehlungen für eine wirksame, verlässliche und passgenaue Suchtprävention und Suchthilfe.

Den Bericht können Sie auch von der Internetseite der QPK Steglitz-Zehlendorf herunterladen.

  • Suchtbericht Steglitz-Zehlendorf 2026

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