Am Donnerstag, den 4. Juni 2026, fand in der Engler Villa der Freien Universität Berlin das zweite Vernetzungstreffen des Zukunftsorts Berlin SÜDWEST. Ausgerichtet vom Regionalinkubator Berlin Südwest, brachte die Veranstaltung Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, forschungsnaher Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um den Dialog zu stärken und die gemeinsame Entwicklung des Standorts weiter voranzutreiben.
Vertreten waren unter anderem das die Freie Universität, die bezirkliche Wirtschaftsförderung, das Zuse Institut, das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Berlin Partner und die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.
Zur Eröffnung begrüßten Maren Schellenberg (Bezirksbürgermeisterin Steglitz-Zehlendorf) und Prof. Dr. Günter Ziegler (Präsident der Freien Universität Berlin) die Gäste und unterstrichen die Bedeutung des Standorts als Schnittstelle von Forschung, Innovation und Wirtschaft.
Dr. Christian Rauch, Festival Director der Berlin Science Week, legte mit seiner Keynote zur öffentlichen Wahrnehmung von Wissenschaft in der Gesellschaft die Grundlage für die folgenden Gespräche. Die Berlin Science Week wird durch den Berliner Senat gefördert und findet seit mittlerweile elf Jahren statt. Mit jährlich mehr als 350 Veranstaltungen und rund 35.000 Besucherinnen und Besuchern bringt das Wissenschaftsfestival Forschungseinrichtungen, internationale Partner und die interessierte Öffentlichkeit zusammen. Dr. Rauch betonte, dass Wissenschaft nicht nur exzellente Forschung hervorbringen müsse, sondern auch gesellschaftliche Legitimität und Akzeptanz benötigt. Zukunftsorientierte Investitionen seien auf öffentliche Unterstützung angewiesen. Ziel sei es daher, Neugier, Teilhabe und den Dialog über Wissenschaft zu fördern und Forschung als selbstverständlichen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens zu verankern.
Weiterhin stellte Dr. Julian Kahl, Leiter des FUBIC bei der WISTA Management GmbH, die Vision des Innovationszentrums vor. Als Herzstück des entstehenden Innovationscampus bietet das FUBIC-Hauptgebäude mit etwa 30.000 m² Bruttogeschossfläche Raum für bis zu 80 technologieorientierte Start-ups und junge Unternehmen aus den Life Sciences, der Gesundheitswirtschaft sowie den Informations- und Kommunikationstechnologien. Das FUBIC setzt dabei auf ein nachhaltiges Nur-Strom-Konzept und schafft eine speziell auf die Bedarfe dieser Zielgruppen ausgerichtete Infrastruktur: Chemie-, Biologie- und Physiklabore sowie Büros und flexible Coworking-Spaces, in denen sich Einzelpersonen, Gründungen, aber auch ganze Unternehmenseinheiten einmieten können.
Die Inbetriebnahme des Innovationszentrums soll im Jahr 2027 sukzessive erfolgen. Aktuell läuft die Vorvermarktung des Innovationszentrums an.
Zum Abschluss bot ein gemeinsames Networking Gelegenheit für Gespräche, und einem intensiven informellen Austausch in entspannter Atmosphäre. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit aktiv, um zentrale Entwicklungen des Zukunftsortes Berlin SÜDWEST zu reflektieren, zukünftige Aktivitäten zu planen und den Austausch zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren weiter zu vertiefen. Dabei entstanden neue, wertvolle, Kontakte und erste Ansätze für mögliche Kooperationen, die zur weiteren Profilbildung und strategischen Stärkung des Netzwerks im Zukunftsort beitragen.
Das Treffen hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial im Zukunftsort Berlin SÜDWEST liegt: als verbindendes Element zwischen exzellenter Forschung, innovativer Wirtschaft und einer effizienten Verwaltung. Das große Interesse sowie die Vielfalt der beteiligten Institutionen verdeutlichen den gemeinsamen Willen, diesen Standort aktiv weiterzuentwickeln und gemeinsam neue Impulse für Wissenschaft, Innovation und Transfer zu setzen.
Der Koordinator des Zukunftsorts Berlin SÜDWEST bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten und freut auf die nächsten gemeinsamen Schritte.