Vom Triathlon Schnuppertag, über Renovierung des Jugendraums der Gemeinde bis zur selbstgebauten Wasserwelt im Jugendclub – 20 Projektideen von Kindern und Jugendlichen können in die Umsetzung gehen!

Pressemitteilung vom 09.04.2026

Am 25. März entschieden die Kinder- und Jugendjurys über die Verteilung von 16.500 Euro Fördermitteln.

Das Besondere: Über die Vergabe entschieden die jungen Menschen selbst. Die Jurys setzten sich aus 1-2 Vertreter*innen der antragstellenden Projektgruppen zusammen. Damit übernahmen die Teilnehmenden nicht nur Verantwortung für ihre eigenen Ideen, sondern auch für die faire Verteilung der Mittel unter allen Projekten.

Teilnehmen konnten Gruppen aus mindestens 3 jungen Menschen zwischen 6 und 21 Jahren, die ein selbstorganisiertes Projekt (mit einem Ziel sowie klarem Anfang und Ende) planten, von dem möglichst viele weitere Kinder und Jugendliche aus Steglitz-Zehlendorf profitieren würden.

Demokratische Aushandlung im Mittelpunkt

Vor den Jurysitzungen prüfte das Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf (KiJuB) die eingereichten Anträge. In Vorbereitungsgesprächen bekamen die zugelassenen Gruppen Infos zur Sitzung, in der sie schließlich ihre Projekte vertraten und als Jurymitglieder über die Verteilung des Gesamtbudgets entschieden.

Nach gegenseitigen Kurzvorstellungen diskutierten die Gruppenvertreter*innen über die Aufteilung der Fördermittel. In beiden Jurysitzungen standen die Gruppen vor der Herausforderung, zusammen mehr Budget beantragt zu haben, als für die Projekte insgesamt zur Verfügung stand.

In der Kinderjury gab es von Beginn an große Bereitschaft der Gruppen, die Finanzierungspläne anzupassen und mit einer geringeren Summe als beantragt, das Projekt umzusetzen. Schnell konnten sich die Gruppen einigen.
In der Jugendjury dominierten Diskussionen über verschiedene Verständnisse von Fairness, Mindestsummen zur Realisierung von Projekten oder Erwartungen an andere Jurymitglieder. Die Vorschläge reichten vom Kürzen um die gleiche Summe bei allen Projekten über prozentuale Kürzungen bis hin zur Idee, am meisten an den Projekten zu kürzen, wo mutmaßlich die wenigsten Kinder und Jugendlichen profitieren würden. Nach intensiven Verhandlungen einigten sich die Teilnehmenden schließlich auf eine Lösung, die von allen mitgetragen wurde.

Lernen durch Mitbestimmung

Die Aushandlungsprozesse unterscheiden sich jedes Jahr. Genau darin liegt der Kern des Projekts: Die Jugendlichen setzen sich aktiv mit Fragen von Gerechtigkeit, Verantwortung und Entscheidungsfindung auseinander – und stärken so ihre demokratischen Kompetenzen.

Unterstützt wurde das Team des Kinder- und Jugendbüros bei Organisation, Durchführung und Moderation durch zwei junge Peers. Vielen Dank!

Der Ausblick auf 2027

Für 2027 ist eine Weiterentwicklung der Jurysitzungen geplant. Auf Basis des Feedbacks der Teilnehmenden sollen künftig mehr Zeit und zusätzliche Formate für Austausch und gemeinsame Entscheidungsprozesse geschaffen werden.

Folgende Projektgruppen werden durch die Kinder- und Jugendjury 2026 gefördert:

  • Umbau der Werkstatt zu einem Sippenraum mit Wohlfühlcharakter
  • Renovieren eines Bauwagens zum Rückzugsraum für FÖJler*innen
  • Workshops zu alltäglichen Hausarbeiten – veganes Kochen und Gestaltung des Umfelds lernen
  • „RTW X – Mobiler Aktions- und Materialwagen“: Einen Bollerwagen im Rettungswagen-Design ausbauen und ausstatten für Veranstaltungen, Wettbewerbe und Aktionen
  • Einrichtung einer Wasserwelt im Jugendclub
  • Einzigartige Kostüme für Tanzperformances aus Bastel- und Upcycling-Materialien selbst gestalten
  • Fahrradreparatur-Workshop mit Ausflug auf den Verkehrsübungsplatz
  • Einrichtung eines Ton-Studios mit Einführungsworkshops
  • Bau eines Niedrigseilgartens mit Geschicklichkeitsparcours und Hängematte
  • Veranstaltung eines Basketballturniers mit Teams aus 5 Schulen
  • Eröffnung einer Nähwerkstatt im Schüler*innenclub
  • Dreh eines Films zur Werbung neuer Mitglieder für die Mädchen-Fußball-AG
  • Bau von Meisen- und Fledermauskästen im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner
  • Umbau einer Holzhütte im Garten durch die Werk-AG des Jugendclubs
  • Einen Song für die Schule schreiben und aufnehmen mit Unterstützung durch Matondo
  • In Workshops mit der Band AG musikalisch experimentieren
  • Veranstaltung eines Triathlon-Schnuppertags für Einsteiger*innen
  • Durchführung eines Trainingswochenendes für die Jugendfeuerwehr
  • Renovierung von Jugendraum und angrenzender Küche in einer Gemeinde
  • Graffiti-Workshop zur Gestaltung einer Wand in der Nachbar*innenschaf

Wir wünschen allen Gruppen viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung!

Das Projekt wird finanziell gefördert durch den JugendDemokratiefonds und das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf.
Pressekontakt: Katharina Epstude – 0178 811 99 62 /// jugendjurysz@berlin.de

  • Sitzung der Kinderjury

    Sitzung der Kinderjury

  • Materialien der Kinderjury – von Karten zur Ampelabstimmung bis hin zu Eierkartons als Symbole für Projektgelder

    Materialien der Kinderjury – von Karten zur Ampelabstimmung bis hin zu Eierkartons als Symbole für Projektgelder

  • Das Buffet sorgt für gute Stimmung bei den Verhandlungen

    Das Buffet sorgt für gute Stimmung bei den Verhandlungen