18 Pilotprojekte wurden ausgewählt, KI-Agenten in die Verwaltung zu bringen – Steglitz-Zehlendorf ist mit dabei!

Pressemitteilung vom 09.03.2026

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat heute mit einer Kick-off-Veranstaltung den Startschuss für die Einführung agentischer KI in der deutschen Verwaltung gegeben mit dem Ziel, Verwaltungsvorgänge zu beschleunigen. Dabei prüfen autonome Systeme beispielsweise Anträge auf Vollständigkeit, fordern fehlende Unterlagen an, analysieren eingereichte Dokumente und erstellen Entscheidungsvorschläge für die Verwaltung.

Im Rahmen des „Agentic AI Hub“ beginnen 18 Pilotprojekte. Mit dabei ist das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. Das Startup Myosotis GmbH (formfix) setzt gemeinsam mit dem Amt für Soziales und den Johanniter Seniorenhäuser Ost / Berlin Lichterfelde eine vereinfachte Antragstellung auf Hilfe zur Pflege um. Durch transparente, automatisierte Prozesse wird der administrative Aufwand reduziert und Angehörige und Behörden gewinnen schneller Klarheit in dem Antragverfahren.

formfix agiert als digitales, KI-gestütztes Web-Tool, das Antragsteller intuitiv durch den „Hilfe zur Pflege“-Prozess leitet. Das Tool bereitet Unterlagen verwaltungslogisch auf, löst die Überforderung von Angehörigen, verhindert unvollständige Anträge und verkürzt Bearbeitungszeiten bei Sozialämtern drastisch.

Bezirksstadtrat für Soziales Tim Richter: „Ich freue mich sehr, dass Steglitz-Zehlendorf als nur eine von 18 Kommunen deutschlandweit an diesem Pilotprojekt beteiligt ist. Der Einsatz von KI kann einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Verwaltung leisten. Gerade bei komplexen Verfahren wie der Hilfe zur Pflege eröffnet die Digitalisierung die Chance, Abläufe zu vereinfachen, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Ressourcen in der Verwaltung gezielter einzusetzen. Davon profitieren sowohl die Antragsteller als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Behörden.“

Die in den Pilotprojekten gewonnenen Erkenntnisse sollen perspektivisch bundesweit nutzbar gemacht werden. Dem Projektaufruf, der Ende Januar gestartet war, folgten rund 400 Bewerbungen von Start-ups sowie knapp 200 Kommunen.

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.