Informationsstele zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus „Erich Fellgiebel“ eingeweiht

Pressemitteilung vom 22.12.2025

v.l.n.r. Barbara Fellgiebel (Enkelin Erich Fellgiebel),Staatssekretärin für Kultur, Cerstin Richter-Kotowski und die Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Malgorzata Sijbrandij

v.l.n.r. Barbara Fellgiebel (Enkelin Erich Fellgiebel),Staatssekretärin für Kultur, Cerstin Richter-Kotowski und die Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Malgorzata Sijbrandij

Vor dem Wohnhaus auf der Wrangelstraße 10 in Steglitz-Zehlendorf, in dem Erich Fellgiebel von 1938 bis 1942 gelebt hatte, wurde am Donnerstag, den 18.12.25, eine neue Informationsstele feierlich enthüllt. Sie ist Erich Fellgiebel gewidmet, einem General der Wehrmacht, der Teil des Widerstandes gegen Hitler war. Die Stele ist eine von inzwischen 31 regionalhistorischen Informationsstelen in Steglitz-Zehlendorf.
In ihrer Rede zur Einweihung der Stele mahnte die Enkelin des Wehrmachts-Generals, Barbara Fellgiebel, die Erinnerung wachzuhalten: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Akteure des Widerstands nicht vergessen werden. Sie lehren uns, was Zivilcourage und Mut bedeutet. Möge die Stele dazu beitragen, denn Geschichte wiederholt sich“, so die 1950 geborene Fellgiebel.

Die Tafel vor dem Haus wurde durch die Urenkelinnen von General Fellgiebel enthüllt. Zu den Rednerinnen auf der Veranstaltung gehörten die Berliner Staatssekretärin für Kultur, Cerstin Richter-Kotowski und die Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Malgorzata Sijbrandij.
Dank seiner Funktion im NS-Nachrichtendienst konnte Erich Fellgiebel die Kommunikation aus dem Führerhauptquartier nach dem Attentat zeitweise unterbrechen – ein entscheidender Beitrag zum geplanten Staatsstreich. Nach dem Scheitern des Attentats wurde er festgenommen, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 4. September 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Seine Zivilcourage und Loyalität gegenüber seinen Mitverschwörern machten ihn zu einem Symbol des militärischen Widerstands.

Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Malgorzata Sijbrandij:
„Mit der Einweihung dieser Informationsstele erinnern wir an den mutigen Widerstand von Erich Fellgiebel gegen das NS-Regime. Seine Zivilcourage und sein unerschütterlicher Glaube an die Freiheit sind heute noch ein bedeutendes Beispiel für uns alle. Es ist unsere Verantwortung, das Erbe des Widerstands zu bewahren und die Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Möge dieser Gedenkort dazu beitragen, dass die Werte von Mut und Verantwortung nie vergessen werden.“