Fortsetzung der Wegebaumaßnahmen im Heinrich-Laehr-Park

Pressemitteilung vom 12.09.2025

Im Heinrich-Laehr-Park in Berlin Steglitz-Zehlendorf werden ab dem 15. September bis Anfang Dezember 2025 weitere Wegesanierungen durchgeführt. Der Bereich des Gartendenkmals mit historischem Wegekreuz und Lindenalleen an der Nordseite ist davon betroffen. In diesem zweiten Bauabschnitt werden nun weitere ca. 3.000 qm Wegefläche saniert und mit einer wassergebundenen Wegedecke wiederhergestellt. Die Finanzierung erfolgt aus bezirklichen Investitionsmitteln.

Die Baumaßnahme führt zu zeitweiligen Nutzungseinschränkungen. Die Wegesperrungen und Umleitungen sind Vor-Ort gekennzeichnet. Der Fachbereich Grünflächen bittet um Verständnis in Bezug auf die notwendigen Einschränkungen während der Bauphase.

Hinweis: Während der Bauzeit muss der Gehweg auf der südlichen Seite der Leo-Baeck-Straße in einem kleinen Abschnitt gesperrt werden. Die Fußgängerinnen und Fußgänger werden über zwei Fußgängerüberwege auf die nördliche Straßenseite umgeleitet.

Zum Hintergrund:
Der Heinrich-Laehr-Park, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt wurde, ist mit seinen knapp 27 Hektar einer der größten Parks im Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin. Teile der seit 1963 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Anlage sind auch als Gartendenkmal geschützt. Heute wie damals dient der landschaftlich gestaltete Ort der Ruhe, Regeneration und Entspannung. Die ursprüngliche Gestaltung geht dabei auf den Nervenarzt Heinrich Laehr zurück. Die von ihm überlieferten Verbindungswege erschließen die Anlage und eröffnen, sich abwechselnde Perspektiven der Landschaft, deren Anblick Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen vermag.

Die Wege in landschaftlichen Parks sollten also nicht nur funktionell eine Anlage formen und strukturieren, sondern sich selbst als ästhetisches Element in Form und Farbe mit ihrer Umgebung harmonisieren. Nicht zuletzt deshalb stellen sogenannte wassergebundene Konstruktionen aus Natursteinkörnungen den Stand der Wegebautechnik dar. Der Wegebelag ist witterungsbeständig und wasser- und luftdurchlässig. Es entsteht dadurch keine klassische Versiegelung. Durch den geschichteten Aufbau von aufeinander abgestimmten Körnungen entstehen kleinste Hohlräume, die auch für ein angenehmes und nicht zu hartes Laufgefühl sorgen. Das helle Steinmaterial wirkt darüber hinaus reflektierend und heizt sich somit weit weniger auf als dunkle Asphaltflächen.

Zuletzt konnten die wichtigen Funktionen der Wege jedoch nicht mehr uneingeschränkt erfüllt werden. Die wachsende Inanspruchnahme und Abnutzung wurde so groß, dass der Pflege– und Unterhaltungsaufwand in den letzten Jahren erheblich zunahm. An vielen Stellen konnte dann nur noch „kosmetisch“ repariert werden. Große Wegeabschnitte, vor allem im östlichen Bereich sowie im Mittelteil waren stark beschädigt und durch fehlendes Wegematerial und der dadurch gestörten Wasserabführung vernässt.

Eine Grundsanierung des Wegenetzes wurde notwendig und unumgänglich. Begonnen wurde mit der Instandsetzung der am stärksten betroffenen Wegepartien, um die Begehbarkeit der Parkanlage wieder ganzjährig zu ermöglichen. Akute Unfallgefahren wurden beseitigt, die Entwässerung der Wege und damit deren perspektivische Haltbarkeit verbessert.
Die Wegebaumaßnahmen konnten im ersten Teil auf ca. 6.000 m² im Oktober 2024 erfolgreich abgeschlossen werden.