2025 feiern wir „30 Jahre Kulturhaus Schwartzsche Villa“ mit einem opulenten Jubiläumswochenende vom 5. bis zum 7. September.
1895 begann Carl Schwartz mit der Erbauung seiner Sommerresidenz in dem Dorf Steglitz vor den Toren Berlins und 100 Jahre später, 1995, eröffnete das frisch sanierte Gebäude als bezirkliches Kulturhaus.
Sowohl mit der ersten wie mit der zweiten Funktion der Villa verbinden sich zahlreiche Geschichten. Nach dem Tod des Bauherren 1915 wohnten seine Töchter dort bis Ende des Zweiten Weltkriegs. Danach war sie u.a. kurz Waisenhaus und später Firmenlager.1961 erwarb das Land Berlin von der Erbengemeinschaft das Grundstück, um das Rathaus zu erweitern. Dazu kam es ebenso wenig wie zu einer VHS und einem Hallenbad.
Die „Kulturinitiative Lankwitz“ setzte sich seit Anfang 1981 für den Erhalt der Villa und ihre Umnutzung zum Kulturzentrum ein und verschaffte dieser Idee im Juni mit einem Straßenfest auf dem Hermann-Ehlers-Platz eine größere Öffentlichkeit. 1983 wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt. Am 25. Mai 1983 gründete sich der „Trägerverein Kulturhaus Schwartzsche Villa“ und entwickelte ein erstes Nutzungskonzept. Kurz nach seinem Amtsantritt im Juli 1985 machte sich der Steglitzer Volksbildungsstadtrat Thomas Härtel die Umwandlung der Schwartzschen Villa in ein Kulturzentrum zu eigen. Im November 1985/86 veranstaltete die Abteilung Volksbildung einen Ideenwettbewerb für deren Trägerschaft. Verschiedene Modelle (Stiftung, Trägerverein) wurden diskutiert, doch am Ende beschloss das Bezirksamt im April 1988 die Leitung des Kulturzentrums dem bezirklichen Kunstamt zu übergeben. Dieses Konzept fand die Zustimmung des Finanzsenators. Allerdings vergingen drei Jahre, bis die Mittel in Höhe von 10 Mio. DM für die denkmalgerechte Sanierung der ruinösen Villa durch das Abgeordnetenhaus entsperrt wurden und das einschlägig ausgewiesene Architekturbüro Winfried Brenne seine Arbeit aufnehmen konnte. 1995 wurde die Schwartzsche Villa als Kulturhaus eröffnet.
Seitdem fanden ca. 3000 Konzerte, 1500 Lesungen und Vorträge, 230 Ausstellungen und 4000 Kindertheateraufführungen statt.
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Brigitte Hausmann
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