Es ist soweit! Probebohrungen am Sprungschanzenweg genehmigt!

Pressemitteilung vom 26.06.2025

Probebohrungen am Sprungschanzenweg

Im Rahmen des Pilotprojekts “kliQ Nahwärmenetz Sprungschanzenweg” hat das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf die Sondernutzungsgenehmigung für zwei Probebohrungen von Erdwärmesonden im öffentlichen Straßenland erteilt. Zuvor hat die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) für dieses Vorhaben ihre Unterstützung zugesagt und diesem zugestimmt.

Die kliQ-Berlin eG ist in Zehlendorf als gemeinwohlorientierte Genossenschaft im Quartier zwischen den U-Bahnhöfen Krumme Lanke, Onkel-Toms-Hütte und Oskar-Helene-Heim aktiv. Die Genossenschaft hat sich vor einem Jahr gegründet und ist inzwischen auf über 230 Mitglieder angewachsen. kliQ steht für klimafreundliches Quartier, im sozialen und ökologischen Sinne. Um vom Heizen mit Öl und Gas weg zu kommen, kann der straßenweise Ausbau von sogenannten kalten Nahwärmenetzen zu einem wichtigen Baustein werden. Die Probebohrungen in diesem Sommer und der im nächsten Jahr geplante Bau dieses ersten Netzes am Sprungschanzenweg, kann damit zu einem echten Meilenstein für die Wärmewende in Steglitz-Zehlendorf und in ganz Berlin werden.

Bezirksstadtrat Urban Aykal ist mit der Entwicklung sehr zufrieden und betont dabei das hohe Engagement aller Beteiligten: “Ich betrachte die kliQ-Berlin eG mit ihrem Vorhaben als eine Chance und Blaupause für weitere Quartiere. Die kommunale Wärmeplanung steht in den Startlöchern und ihre Umsetzung ist eine große Herausforderung. Gerade im Hinblick auf die Nahwärme gibt es sehr viele Fragen, die die Menschen sehr beschäftigen. Insofern freue ich mich sehr auf die gute Zusammenarbeit mit der Genossenschaft und der zuständigen Senatsverwaltung. Im Rahmen des Pilotprojektes können noch offene Fragen ihre Antwort erhalten und diese Antworten können wiederum die Wärmewende im Bezirk wie in der ganzen Stadt beschleunigen.”

Christian Küttner, Mitglied im Vorstand der Genossenschaft, ist froh, dass es jetzt endlich los gehen kann: “Wir müssen einfach mehr ins Machen kommen. Fossilfrei heizen lohnt sich schon jetzt und erst recht, wenn wir zusammen die Lösungen entwickeln. Parallel zum ersten Sprungschanzennetz arbeiten wir bereits an den Vorplanungen für ein zweites Netz. Und wenn wir jetzt zusammen mit dem Bezirk und dem SenMVKU die Abläufe der Genehmigungsverfahren erst einmal durchgespielt haben, können vergleichsweise schnell weitere folgen, nicht nur hier im Quartier. Als Genossenschaft sehen wir uns als öffentlicher Versorger für fossilfreies Heizen. Wenn ein Netz in einer Straße erst einmal gebaut wird, kann sich jeder anschließen. Man muss nicht Mitglied werden, aber man kann. Ganz im Sinne unsere Devise: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele!”