Online-Veranstaltung: Hitzeschutzplanung als Teil der Klimaanpassung – Aktueller Stand und Perspektiven am 01.04.2025

Pressemitteilung vom 17.03.2025

Der Aktionskreis Energie e.V. lädt ein: Hitzeschutzplanung als Teil der Klimaanpassung – Aktueller Stand und Perspektiven – AkE-Online am 1.4.2025 um 17.30 Uhr.

Anmeldung unter: https://aktionskreis-energie.de/events/hitzeschutzplanung/

„Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte“ – B. Brecht

Der Klimawandel führt zu immer häufigeren und intensiveren Hitzewellen. Das Jahr 2024 war das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, war aber eher von Starkregenereignissen geprägt. Städte, Gemeinden und Verantwortliche im Gesundheitswesen stehen vor der Herausforderung, nachhaltige Hitzeschutzmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Der sommerliche Wärmeschutz wird für Architekten und Energieberaterinnen eine immer wichtigere Aufgabe. Aktuell geht es bei der Hitzeschutzplanung, um den kurzfristigen Schutz besonders betroffener Menschen an extrem warmen Tagen und zunehmend auch Tropennächten. Mittelfristig müssen aber die Städte an die Herausforderungen angepasst werden. Hitzeschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die verschiedene Sektoren (Gesundheit, Stadtplanung, Umweltschutz) einbindet. Hitzeschutz gehört deshalb in die Planung von Neubauten und in die Sanierung, vor allem von Quartieren. Das beginnt bei der Aufstellung von B-Plänen, dem Schutz von Straßenbäumen, der Wandbegrünung bis hin zur Haustechnik.

Ziel des Seminars ist es, Empfehlungen für die am Bau beteiligten Personen zusammenzutragen und zu sensibilisieren: Strategien zur Klimafolgenanpassung, die speziell auf den Schutz vor Hitzeeinwirkungen ausgerichtet sind lassen sich in drei Kategorien unterteilen: technische, grüne und soziale Maßnahmen. Auf welchen Grundlagen lassen sich Nutzen und Aufwand für Wartung und Unterhalt in vielerlei Bereichen, sowie langfristige Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen bewerten und gegen ebenfalls notwendige Maßnahmen zum Hochwasser- und Klimaschutz abwägen?

  • Planung von Klimaanlagen für öffentliche Rückzugsorte und nachträgliche Dämmung von Dachwohnungen für den Hitzeschutz oder Einsatz von stationären oder mobilen Klimageräten, die mit Solarstrom betrieben werden?
  • Einsatz von Wassersprühnebel-Systemen an öffentlichen Plätzen, Straßenbäume und Grünanlagen als natürliche Verdunster, Schattenspender und CO2-Senken.
  • Dach-, Wandbegrünung und Straßenbäume mit Unterhaltungs- und Pflegeaufwand, Sonnensegel, helle Dachflächen, große Sonnenschirme, Markisen mit reflektierenden Oberflächen zur Nutzung des Albedo-Effektes
  • Grundwasseranlagen und adiabate Kühlung statt Kompressionskältemaschinen
Referentinnen und Referenten:
  • Dr. med. Andrea Nakoinz, KLUG, Allianz für Klimawandel und Gesundheit, äußert sich zu Hitzeanpassungsmaßnahmen, Hitzeaktionspläne für Krankenhäuser, Kitas, Schulen, Sportvereine und unterbreitet Vorschläge für bauliche Maßnahmen: Grün-blaue Infrastruktur, Verschattung, kühlende Farben, reflektierende Folien, Wahl der Klimaanlage/Splitanlage (Kühlgase), etc.
  • Dipl.-Ing. agr. Marion Reichardt, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, bringt gute Beispiele aus europäischen Städten, u.a. Anwendungen von Albedo-Effekten und erläutert den Stand der Planungen in ihrem Bezirk.
  • Architekt Slavis Poczebutas, Ausschuss für nachhaltiges Bauen der Architektenkammer, erläutert aus seiner Sicht die neuen Anforderungen für klimagerechtes Bauen und äußert sich dazu, wie zukünftig gebaut werden soll, damit Gebäude eine aktive Rolle im Hitzeschutz spielen können.

Im Anschluss stellen sich die Referenten den Fragen und der Diskussion.