28. RegioTalk: Aufenthaltsqualität in Handelszentren – Am Beispiel der Schloßstraße und des Hermann-Ehlers-Platz

Pressemitteilung vom 25.02.2025

Personen v.l.n.r.: Jörn Friedrichsen („Das Schloss“), Juri Effenberg (Regionalinkubator Berlin Südwest), Ralph Meißner (Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf), Urban Aykal (Bezirksstadtrat) und Philipp Haverkamp (Handelsverband Berlin-Brandenburg)

Der Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz soll in den kommenden Jahren zu einem attraktiveren und lebendigeren Begegnungsort umgestaltet werden. Beim 28. RegioTalk des Regionalinkubators Berlin Südwest diskutierten am 18. Februar 2025 rund 50 Teilnehmende über die Zukunft des Platzes und seine Rolle für die Aufenthaltsqualität im Handelszentrum rund um die Schloßstraße.

Nach Ladenschluss im Einkaufszentrum „Das Schloss“ kamen Anwohnende, politische Vertreter und Wirtschaftsakteure zusammen, um sich über das Konzept zur Neugestaltung des Platzes zu informieren und auszutauschen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Juri Effenberg, Projektleiter des Regionalinkubators.

Personen v.l.n.r.: Juri Effenberg (Regionalinkubator Berlin Südwest), Philipp Haverkamp (Handelsverband Berlin-Brandenburg), Ralph Meißner (Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf), Urban Aykal (Bezirksstadtrat) und Jörn Friedrichsen („Das Schloss“)

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie der Platz nicht nur als Durchgangsort, sondern als lebendiger Treffpunkt etabliert werden kann. Mit auf dem Podium saßen Urban Aykal, Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt- und Naturschutz, Straßen und Grünflächen, Ralph Meißner, Gruppenleiter für Grünflächenneubau und Pflegevergabe des Bezirksamts, Philipp Haverkamp, Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, und Jörn Friedrichsen, Center-Manager von „Das Schloss“.

Ralph Meißner stellte die Pläne für die anstehende Modernisierung des Platzes vor, die bis 2027 mit einem Budget von rund 2 Millionen Euro realisiert werden soll. Geplant sind unter anderem der Erhalt der bestehenden Bäume, eine neue Beleuchtung im Stil von Wohnzimmer-Stehlampen, individuell gestaltete Sitzgelegenheiten sowie ein ebenerdiges Wasserspiel in der Platzmitte. Der Marktbereich wird in drei Zonen unterteilt und mit zusätzlichen Stromanschlüssen ausgestattet, um flexible Nutzungen und Sonderveranstaltungen zu ermöglichen.

Pianist und Gäste des RegioTalks beim Networking

Neben baulichen Maßnahmen betonten die Podiumsgäste die Bedeutung von kulturellen und sozialen Veranstaltungen für die Belebung des Platzes. Jörn Friedrichsen unterstrich die Vision einer „Eventisierung“ der Schloßstraße durch Kooperationen mit lokalen Akteuren. Philipp Haverkamp wies auf die positiven Effekte für den Handel hin: „Die Eventisierung trägt dazu bei, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.“

Auch soziale Herausforderungen wurden thematisiert. Bezirksstadtrat Urban Aykal betonte die Notwendigkeit aufsuchender Sozialarbeit, insbesondere im Bereich der Drogenabhängigkeit. Ein entsprechender Antrag beim Senat wurde bewilligt, sodass der Träger Gangway e.V. zukünftig als Anlaufstelle für junge Menschen und Betroffene vor Ort sein wird. Urban Aykal dazu: „Mit diesem Träger hoffen wir, einerseits auf Menschen mit Suchterkrankungen positiv einzuwirken und andererseits aufgrund der langjährigen Erfahrungen gezielte Angebote für die Jugend zu machen. Gangway e.V. wird aber auch immer ein Ohr für die Einzelhändler und überhaupt die Nachbarschaft haben“.

Die Anwohnenden brachten eigene Vorschläge zur Belebung des Platzes ein. Ideen reichten von der Nutzung der Bibliothek für Volkshochschulkurse bis hin zur Einbindung lokaler Kunsthandwerker. Die breite Beteiligung zeigte das große Interesse an einer positiven Weiterentwicklung des Platzes.

Der Abend endete mit einem klaren Appell an Politik und Wirtschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. „Damit der Platz ein schöner Ort wird, müssen wir alle an einem Strang ziehen“, fasste eine Teilnehmerin zusammen – ein Statement, das mit zustimmendem Applaus quittiert wurde.