Neben baulichen Maßnahmen betonten die Podiumsgäste die Bedeutung von kulturellen und sozialen Veranstaltungen für die Belebung des Platzes. Jörn Friedrichsen unterstrich die Vision einer „Eventisierung“ der Schloßstraße durch Kooperationen mit lokalen Akteuren. Philipp Haverkamp wies auf die positiven Effekte für den Handel hin: „Die Eventisierung trägt dazu bei, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.“
Auch soziale Herausforderungen wurden thematisiert. Bezirksstadtrat Urban Aykal betonte die Notwendigkeit aufsuchender Sozialarbeit, insbesondere im Bereich der Drogenabhängigkeit. Ein entsprechender Antrag beim Senat wurde bewilligt, sodass der Träger Gangway e.V. zukünftig als Anlaufstelle für junge Menschen und Betroffene vor Ort sein wird. Urban Aykal dazu: „Mit diesem Träger hoffen wir, einerseits auf Menschen mit Suchterkrankungen positiv einzuwirken und andererseits aufgrund der langjährigen Erfahrungen gezielte Angebote für die Jugend zu machen. Gangway e.V. wird aber auch immer ein Ohr für die Einzelhändler und überhaupt die Nachbarschaft haben“.
Die Anwohnenden brachten eigene Vorschläge zur Belebung des Platzes ein. Ideen reichten von der Nutzung der Bibliothek für Volkshochschulkurse bis hin zur Einbindung lokaler Kunsthandwerker. Die breite Beteiligung zeigte das große Interesse an einer positiven Weiterentwicklung des Platzes.
Der Abend endete mit einem klaren Appell an Politik und Wirtschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. „Damit der Platz ein schöner Ort wird, müssen wir alle an einem Strang ziehen“, fasste eine Teilnehmerin zusammen – ein Statement, das mit zustimmendem Applaus quittiert wurde.