Ausstellung in der Schwartzschen Villa: Christina Dimitriadis – „J’AI PERDU MON EURYDICE – ACH, ICH HABE MEINE EURYDIKE VERLOREN“ vom 10.04. bis 24.08.2025

Pressemitteilung vom 10.02.2025

J´ai perdue mon Eurydice, 2025, Ancient Theater (Diptych), Delos, 2024, Farbfotografie

Eröffnung am Mittwoch, 9. April 2025 von 18 – 21 Uhr

Kuratiert von Christine Nippe

Vom 10. April bis zum 24. August 2025

Öffnungszeiten: Mo – So von 10 bis 18 Uhr
Eintritt frei
Ort: Schwartzsche Villa (Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin)

Die Schwartzsche Villa präsentiert die Einzelausstellung der international renommierten Künstlerin und Fotografin Christina Dimitriadis mit dem Titel J’AI PERDU MON EURYDICE – ACH, ICH HABE MEINE EURYDIKE VERLOREN vom 10.04. – 24.08.2025, die am 09.04.2025 von 18 – 21 Uhr eröffnet wird. Die von Christine Nippe kuratierte Schau feiert Premiere mit einer neuen Werkserie, die zwischen 2021 und 2025 in Griechenland entstanden ist.

Die Künstlerin Christina Dimitriadis, in Thessaloniki geboren, konzentriert sich seit 2015 auf die Natur und die Bedeutung des Mittelmeers, mit einem Fokus auf das Ägäische Meer. Mit der Geschichte, den Mythen und den ständig wechselnden Kulturen wird die Ägäis als einzigartiges maritimes Umfeld hervorgehoben. Gleichzeitig machen die Migrationsströme, der Handel und der kulturelle Austausch es noch außergewöhnlicher. Die Fotografien der Künstlerin werfen Fragen zur Geopolitik und zur Nachhaltigkeit dieser Region Südeuropas auf. Wie Christina Dimitriadi anmerkt: „In einer Zeit rascher Veränderungen bleibt die Interpretation der historischen Vergangenheit fluid und schafft vielfältige Erzählungen, die nicht nur zum Verständnis der Gegenwart, sondern auch der Zukunft beitragen.“

Mit ihrer neuen Arbeit J’AI PERDU MON EURYDICE (2021-2025) geht Dimitriadis auf Spurensuche auf den antiken Transportwegen des Marmors. Die griechisch-deutsche Künstlerin versteht den weißen Stein als Symbol für die antike Welt und macht dabei zentrale anthropologische Mechanismen sichtbar: „Marmor repräsentiert den menschlichen Wunsch nach Schönheit und Pracht und spiegelt gleichzeitig die Sehnsucht des Menschen wider trotz aller Hindernisse etwas zu schaffen. Ein Marmorblock enthält das Potenzial für jede menschliche Idee und kann daher auch Böses in sich tragen.“

Dimitriadis Spurensuche führte sie zu einem alten Steinbruch auf der Insel Fournoi. Die wilde und trockene Insellandschaft mit dem seit Jahrhunderten inaktiven marmornen Steinbruch, erinnern in der aktuellen Situation an die Ruinen eines antiken Theaters und nicht an einen Steinbruch. Diese Landschaft, die einst als Ort der Produktion und Ausfuhr der Kostbarkeit diente, erscheint nun wie eine Bühne.

Es folgte auf Dimitriadis Reise die Insel Delos. Diese Museumsinsel, auf der man durch die Stein- und Marmorruinen einer mythischen Stadt wandert und dabei mit der Geschichte ihres Aufstiegs und Niedergangs konfrontiert wird, vereint das Theater und die Stadt als Ort des künstlerischen Ausdrucks.

Christina Dimitriadis (geb. Thessaloniki) studierte an der New School of Social Research – Parsons School of Design (New York). Seit 1993 lebt sie in Berlin. Ausstellungen: Berlinische Galerie, MEP – La Maison Européenne de la Photographie (Paris), Istanbul Modern (Istanbul), mumok Museum Moderne Kunst Stiftung Ludwig (Wien), EMST Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst (Athen), Auckland Triennale, Istanbul Biennale, Moskauer Fotobiennale, Thessaloniki Biennale und Thessaloniki Fotobiennale. 2015 zeigte die Galeria Studio in Warschau die erste Retrospektive. Künstlerresidenzen: GATE27 (Istanbul), C.A.R.K. (Kanazawa) und AIR Artist-In-Residence (Krems). Sammlungen: Frac Bretagne, Galeria Studio (Warschau) und dem EMST (Athen).

Im Rahmen der Ausstellung erscheint eine Publikation. Herausgeber: Fachbereich Kultur, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf.
Mit Texten von Dr. habil. Ewa Majewska, Övul Ö. Durmusoglu und einem Gespräch zwischen Christina Dimitriadis und Christine Nippe

Kontakt:

Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf
Christine Nippe
E-Mail: christine.nippe@kultur-steglitz-zehlendorf.de
Telefon: 030-90299-2212
Website: www.kultur-steglitz-zehlendorf.de