Die Zukunft der Schloßstraße: Mehr als Shopping

Team des Regionalinkubators Berlin Südwest gemeinsam unterwegs mit einer Delegation der Grünen Fraktion

Pressemitteilung vom 10.12.2024

v.l.n.r.: Tonka Wojahn (MdA, Grünen-Fraktion), Bettina Jarasch (Fraktionsvorsitzende, MdA, Grünen-Fraktion), Juri Effenberg (Projektleiter Regionalinkubator Berlin Südwest)

Regionalinkubator Berlin Südwest und Delegation der Grünen Fraktion aus dem Berliner Abgeordnetenhaus im Austausch zum Thema Schloßstraße

Die Schloßstraße im Herzen von Steglitz ist eine der bedeutendsten Einkaufsstraßen in Berlin und der ganzen Bundesrepublik. Mit ihren über 200.000 Quadratmeter Verkaufsfläche zieht sie seit Jahrzenten Einkaufslustige aus dem Berliner Südwesten und darüber hinaus an.

Doch der stationäre Einzelhandel steht vor immensen Herausforderungen und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Steigende Mieten und eine stetig wachsende Konkurrenz im Internet treiben Sorgenfalten auf die Stirn selbständiger Ladenbetreibender und bringen selbst große Kaufhausketten ins Wanken. Die Schloßstraße ist im Gegensatz zu vielen anderen Einkaufsstraßen immer noch ein lebendiger Schauplatz von Handel und alltäglichen Leben, aber auch hier stehen immer mehr Flächen leer.

Wie können diese Flächen sinnvoll genutzt werden? Worauf setzen die Center-Betreiber um mehr Besucher und Besucherinnen anzulocken? Wie kann eine nachhaltige Zukunft für die Schloßstraße aussehen?

Diesen Fragen ist das Team des Regionalinkubators Berlin Südwest am 29.11.2024 gemeinsam mit einer Delegation der Grünen Fraktion aus dem Berliner Abgeordnetenhaus um die Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch nachgegangen.

Dagmar Mielitz (Center Managerin Forum Steglitz), mittig im Bild, im Gespräch mit dem RIK und weiteren Delegationsteilnehmenden

Direkt am Rathaus Steglitz liegt „Das Schloss“. Der Manager des Einkaufszentrums, Jörn Friedrichsen, sieht vor allem in einer „Eventisierung“ des Einkaufens Chancen für die gesamte Schloßstraße: „Die Eventisierung kann aus der Schloßstraße eine lebendige Einkaufsstraße machen“. Deshalb plant er mit anderen Akteuren die Gründung einer Interessengemeinschaft.

Im zweitältesten Einkaufszentrum der Stadt, dem Forum Steglitz, komplementieren vor allem soziale Angebote, wie z. B. eine Obdachlosenhilfe für Frauen die Geschäfte für den Alltagsbedarf. Center-Managerin Dagmar Mielitz wünscht sich, genauso wie ihr Gegenpart im Schloss weniger Bürokratie bei Bauvorhaben und mehr Unterstützung durch die Politik: „Ich wünsche mir konkrete Maßnahmen statt Konzeptpapiere“.

Jörn Friedrichsen (Center Manager das Schloss)

Für eine sinnvolle Nutzung leerstehender Verkaufsflächen setzt sich auch das Zentrum für internationale Künste (ZIK) ein. Bis Mitte des Jahres bespielte das ZIK Teile des Schloss-Strassen-Centers mit vielfältigen Angeboten. Ab Anfang 2025 sollen mindestens bis in den Sommer die ehemaligen Räumlichkeiten des Outdoor-Ausrüsters Globetrotter im Erdgeschoss des Steglitzer Kreisels für vielfältigen Angebote wie Swing- und Salsa-Abende, oder z. B. Comedy-Shows genutzt werden. Der Geschäftsführer Moritz Senff ist überzeugt, dass solche Projekte nicht nur den Leerstand beleben: „Das Ziel ist es, Zwischenraumnutzung als Nachhaltigkeitsmodell für Immobilienbesitzer und Projektentwickler zu etablieren“.

Die Schloßstraße zeigt, dass Innovation, Zusammenarbeit und ein Blick für neue Nutzungsmöglichkeiten den stationären Handel wieder attraktiver machen können.

Kontakt

Regionalinkubator Berlin Südwest
Schloßstraße 48, 12165 Berlin
E-Mail: regionalinkubator@ba-sz.berlin.de
Telefon: 030 – 707 600 84
Website: http://regionalinkubator.de/