Drucksache - 0140/XX  

 
 
Betreff: Maßnahmen am Werner-Seelenbinder-Grab
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:LINKEVerkehr, Tiefbau und Ordnung
Verfasser:Fuhrmann, MarlisPreuß, Marko
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme - SB
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Vorberatung
29.03.2017 
5. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin überwiesen   
Sportausschuss Vorberatung
17.05.2017 
3. öffentliche Sitzung des Sportausschusses mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Ausschuss für Verkehr, Tiefbau und Ordnung Vorberatung
14.06.2017 
7. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Straßen, Grünflächen und Ordnung mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
19.07.2017 
8. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag
Antrag überwiesen
Beschluss Ausschuss 1
Beschluss Ausschuss 2
Beschluss

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Ausschuss empfiehlt der Bezirksverordnetenversammlung die Annahme des Antrages in folgender Fassung:

 

Änderung 2: Ausschuss für Straßen, Grünflächen und Ordnung

Die Grabstätte Werner Seelenbinders am nach ihm benannten Stadion ist in einen seiner Bedeutung angemessenen Zustand zu bringen.

Der ungehinderte Aufenthalt zum Gedenken soll durch einfache gärtnerische Maßnahmen wiederhergestellt werden. Dazu ist die ausgewachsene rahmende Binnenhecke nach Maßgabe des pflegenden Amtes zurückzunehmen.

 

Möglichst in der Nähe der Grabstätte ist eine Informationstafel mit Lebensweg und politischen Verdiensten des Geehrten aufzustellen. Die Tafel soll sich an bereits vorhandenen Stelen auf dem Tempelhofer Feld orientieren.

 

Der Sport selber darf dadurch nicht behindert werden und der Etat des Sport darf nicht dafür verwendet werden.

 

Änderung 1 : Sportausschuss

Die Grabstätte Werner Seelenbinders am nach ihm benannten Stadion ist in einen seiner Bedeutung angemessenen Zustand zu bringen.

Der ungehinderte Aufenthalt zum Gedenken soll durch einfache gärtnerische Maßnahmen wiederhergestellt werden. Dazu ist die ausgewachsene rahmende Binnenhecke nach Maßgabe des pflegenden Amtes zurückzunehmen oder zu entfernen sowie die Wegedecke zu erneuern.

Möglichst in der Nähe der Grabstätte ist eine Informationsstele mit Lebensweg und politischen Verdiensten des Geehrten aufzustellen. Die Stele soll sich an bereits vorhandenen Stelen auf dem Tempelhofer Feld orientieren.

Der Sport selber darf dadurch nicht behindert werden und der Etat des Sport darf nicht dafür verwendet werden.

 

 

Ursprung:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Grabstätte Werner Seelenbinders am nach ihm benannten Stadion ist in einen seiner Bedeutung angemessenen Zustand zu bringen.

Der ungehinderte Aufenthalt zum Gedenken soll durch einfache gärtnerische Maßnahmen wiederhergestellt werden. Dazu ist die ausgewachsene rahmende Binnenhecke nach Maßgabe des pflegenden Amtes zurückzunehmen oder zu entfernen sowie die Wegedecke zu erneuern.

 

Möglichst in der Nähe der Grabstätte ist eine Informationsstele mit  Lebensweg und politischen Verdiensten des Geehrten aufzustellen. Die Stele soll sich an bereits vorhandenen Stelen auf dem Tempelhofer Feld orientieren.

 

Begründung:

Werner Seelenbinder wird als Sportler und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime in Neukölln durch die Benennung einer Stadionanlage samt  Grabstätte geehrt. Jährlich findet dort eine Gedenkfeier am Tag der Mahnung und Erinnerung im September statt.

1966 erfolgte die offizielle Anerkennung als Grab eines Opfers von Krieg und Gewaltherrschaft. Im entsprechenden Gräbergesetz (Neufassung 16.1.2012) heißt es unter § 5 Feststellung und Erhaltung von Gräbern:

„(3) Die Länder haben die in ihrem Gebiet liegenden Gräber nach §1 zu erhalten. Maßnahmen zur Erhaltung sind Anlegung, Instandhaltung und Pflege.“ Das Land Berlin hat diese Aufgabe an den Bezirk delegiert.

Die  am Zugang zum Stadion gelegene Grabstätte ist aktuell durch eine doppelte Hecke geschützt und verdeckt. Insbesondere eine das Grab umgebende - ursprünglich schmale und niedrige -  Hecke erschwert Sicht und Zugang. Ein Teil der das Grab einfassenden  Bodenplatten ist überwachsen, der zuführende Weg eingeschränkt  verkehrssicher.

Zusätzlich bedarf es - ähnlich wie auf dem Tempelhofer Feld oder vor dem Urban-Krankenhaus - einer ausführlichen bebilderten Erläuterungstafel oder -stele.

Auf ihr soll die Bedeutung Werner Seelenbinders sowie der großen antifaschistischen Gedenkveranstaltung nach Kriegsende in der Stadionanlage herausgestellt werden.

 
 

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