Das erste Soziale Infrastrukturkonzept wurde 2019 vom Bezirk Treptow-Köpenick beschlossen (siehe Soziales Infrastrukturkonzept – SIKo 2016). Mit der Berliner Bevölkerungsprognose 2021-2040 ist eine Überarbeitung des Konzepts notwendig geworden. Das Bevölkerungswachstum zieht einen erhöhten Bedarf an sozialer und grüner Infrastruktur, wie z.B. Kitas, Schulen, Bibliotheken, Spielplätzen oder Grünflächen nach sich. Deswegen wurde von September 2023 bis November 2025 das Konzept aktualisiert. Nun liegt die 1. Fortschreibung im Entwurf vor. Bürgerinnen und Bürger haben vom 7. Januar bis 11. Februar 2026 die Möglichkeit, sich auf mein.berlin.de zum Entwurf des Sozialen Infrastrukturkonzepts für den Bezirk Treptow-Köpenick zu informieren sowie Fragen und Hinweise abzugeben. Die wesentlichen Informationen wurden dazu aus dem umfangreichen und zahlenbetonten Gesamtbericht in vier Übersichtsplakate zusammengefasst.
Die Informationen hängen zudem als Ausstellung im Rathaus Köpenick, Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin, im Flurbereich B.2 aus und können zu den Öffnungszeiten des Rathauses eingesehen werden. Der Raum ist stufenfrei erreichbar über den Aufzug B im Innenhof (Toreingang in der Böttcherstraße 4). Rückfragen können dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr an Frau Tobies (Raum B2.26) gestellt werden. Parallel zur Information der Öffentlichkeit erfolgt die Beteiligung von Behörden und Trägern öffentlicher Belange.
Das fortgeschriebene Konzept ermittelt die zukünftigen Bedarfe in konkreten Zahlen aus den bestehenden Kapazitäten von Einrichtungen und der prognostizierten Bevölkerungszahl. Daraus werden Maßnahmen für eine Vielzahl sozialer Infrastruktur-Einrichtungen im Bezirk abgeleitet. Im Konzept enthalten sind öffentliche und öffentlich geförderte Kindertagesstätten, Schulen, Kernsportanlagen, Einrichtungen der standortgebundenen Jugendarbeit, Bibliotheken, Volkshochschulen, Musikschulen, Spielplätze, wohnungsnahe Grünflächen, Stadtteilzentren, Kiezclubs, Kultureinrichtungen sowie die Jugendkunstschule, -verkehrsschule und Gartenarbeitsschule. Die Fortschreibung legt den Schwerpunkt auf das Thema “Flächensicherung”, da die verfügbaren Flächen immer weniger werden. Hierzu wurden öffentliche Flächen, die für die Erweiterung oder den Neubau von Infrastruktur-Einrichtungen vorgehalten sind, systematisch auf ihre Eignung überprüft. Ergänzend wurden auch einzelne nicht-öffentliche Flächen in die Flächensuche einbezogen. Die Ergebnisse wurden mit den zuständigen bezirklichen Fachämtern und den Senatsfachverwaltungen abgestimmt.
Nach Auswertung der eingegangenen Hinweise soll bis Mitte 2026 die finale Konzepterstellung abgeschlossen und eine Beschlussfassung durch die bezirklichen Gremien als Bereichsentwicklungsplanung (BEP) und damit die Behördenverbindlichkeit erreicht werden. Die Veröffentlichung des Konzepts nach Beschlussfassung ist geplant.