Mit dem zunehmenden Bevölkerungswachstum in den letzten Jahren entsteht ein erhöhter Bedarf an sozialer und grüner Infrastruktur, wie z.B. Kitas, Schulen, Bibliotheken, Spielplätze oder Grünflächen. Deshalb wird seit September 2023 das Soziale Infrastrukturkonzept (SIKo) für den Bezirk Treptow-Köpenick auf Basis von Fachdaten vom 31.12.2022 fortgeschrieben. Über den Entwurf des neuen Konzepts konnten sich Bürgerinnen und Bürger Anfang 2026 auf mein.berlin.de unter diesem Link informieren und Fragen und Hinweise abgeben. Die wesentlichen Informationen wurden dazu aus dem umfangreichen und zahlenbetonten Gesamtbericht in vier Übersichtsplakaten zusammengefasst. Die Plakate können weiterhin online und im Rathaus Köpenick, Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin, im Flurbereich B.2 (barrierefrei) zu den Öffnungszeiten des Rathauses eingesehen werden. Die eingegangenen Hinweise wurden ausgewertet, sachgerecht abgewogen und auf der Beteiligungsplattform beantwortet.
Aus den eingegangenen Hinweisen ergibt sich ein erneuter Überarbeitungsbedarf am Entwurf. Außerdem wurde zeitgleich zur SIKo-Fortschreibung die neue, mittlere Bevölkerungsprognose 2024–2040 als verbindliche Planungsgrundlage durch den Senat beschlossen. Deshalb nimmt der Bezirk auf dieser Basis noch einmal eine Aktualisierung vor, womit das Konzept auf den jüngsten Wissensstand (31.12.2025) aktualisiert wird. Das Konzept wird mit den zuständigen bezirklichen Fachämtern und den Senatsfachverwaltungen abgestimmt. Behörden und Träger öffentlicher Belange werden ebenfalls beteiligt. Bis Ende 2026 soll die finale Konzepterstellung abgeschlossen werden. 2027 soll eine Beschlussfassung durch die bezirklichen Gremien als Bereichsentwicklungsplanung (BEP) und damit die Behördenverbindlichkeit erreicht werden. Die Veröffentlichung des Konzepts nach Beschlussfassung ist geplant.
Das fortgeschriebene Konzept ermittelt die zukünftigen Bedarfe in konkreten Zahlen aus den bestehenden Kapazitäten von Einrichtungen und der prognostizierten Bevölkerungszahl. Daraus werden Maßnahmen für eine Vielzahl sozialer Infrastruktur-Einrichtungen im Bezirk abgeleitet. Im Konzept enthalten sind öffentliche und öffentlich geförderte Kindertagesstätten, Schulen, Kernsportanlagen, Einrichtungen der standortgebundenen Jugendarbeit, Bibliotheken, Volkshochschulen, Musikschulen, Spielplätze, wohnungsnahe Grünflächen, Stadtteilzentren, KIEZKLUBs, Kultureinrichtungen sowie die Jugendkunstschule, -verkehrsschule und Gartenarbeitsschule. Die Fortschreibung legt den Schwerpunkt auf das Thema „Flächensicherung“, da die verfügbaren Flächen immer weniger werden. Hierzu werden öffentliche Flächen, die für die Erweiterung oder den Neubau von Infrastruktureinrichtungen vorgehalten sind, systematisch auf ihre Eignung überprüft. Ergänzend werden auch einzelne nicht-öffentliche Flächen in die Flächensuche einbezogen. Zukünftig sollen bezirkliche Einrichtungen auch verstärkt durch verschiedene Nutzungen in Mehrfachnutzung bespielt werden.