Wie kann man sich im Katastrophenfall vorbereiten?

Einkaufen im Supermarkt
Bild: Eisenhans - fotolia.com

Was sollten Sie bei einem Stromausfall unbedingt im Haus haben?

Ein Stromausfall kann, je nach Dauer, mehr oder weniger unangenehm sein. Je besser man daher vorbereitet ist, desto ruhiger kann man auch längeren Black-Outs entgegensehen.

Auf dieser Seite finden Sie Tipps für eine gewisse Grundausstattung, die in jedem Haushalt vorhanden sein sollte, um Maßnahmen treffen zu können, damit Sie ein Black-Out nicht ganz unvorbereitet trifft.

Bei einem Stromausfall kann es bereits nach ein paar Stunden ohne Strom in der Wohnung oder im Haus sehr kalt werden. Mit warmer Kleidung lässt sich die Heizung eine Weile ersetzen. Wer einen Kamin oder Ofen* hat, sollte immer einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz im Haus haben.

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Das Licht von Kerzen, Taschen- oder Campinglampen dafür sorgen, dass Sie sich zu Hause, auch nach Einbruch der Dunkelheit, noch sicher orientieren können. Achten Sie darauf, dass Sie erforderliche Batterien und Gaskartuschen vorrätig haben.

Des Weiteren sollte bei gasbetriebenen Heiz- und Lichtquellen*, Kerzen und dergleichen aufgrund unsachgemäßen Umgangs mit diesen Geräten oder deren unbeaufsichtigtem Betrieb auf das erhöhte Brandrisiko geachtet werden. Rauchmelder, die in jedem Wohnraum installiert sein sollten, schaffen Sicherheit und können Leben retten.

Um den unkontrollierten Betrieb aller elektrischer Geräte (bspw. Herd, Ofen, Bügeleisen, Wasserkocher) beim Wiederkehren des Stroms zu verhindern, schalten Sie diese bitte sofort nach Eintritt des Stromausfalls ab.

Für den Notfall gilt es Löschmittel, wie beispielsweise Feuerlöscher und -decke, bereitstellen.

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Für den Fall eines mehrtägigen Stromausfalls, sollten Sie einen Notvorrat im Haus haben (Trinkwasser und Verpflegung, welche im Idealfall für 10 Tage ausreichen). Eine ausreichende Wasserversorgung bei einem solchen Blackout ist häufig nicht gewährleistet. Gerade in Wohnhäusern wird das Wasser mit Strom in die obersten Etagen gepumpt, so dass nach einem Blackout keine Wasserversorgung möglich ist.

Achten Sie darauf, dass die Vorräte auch ohne Kühlung länger gelagert werden und auch kalt gegessen werden können. Tiefgekühlte Lebensmittel zählen auch zum Notvorrat, da sie sich bei einem Stromausfall problemlos verbrauchen lassen. Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten oder auf einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen – es besteht Erstickungsgefahr! Denken Sie bei der Vorratshaltung auch an Spezialkost, wie für Diabetiker, Allergiker oder Babys. Haben Sie Haustiere? Decken Sie deren Bedarf ab!

www.ernaehrungsvorsorge.de

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Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio und einen Vorrat an Ersatzbatterien bereit, um über Informationen des behördlichen Krisenstabes und der Stromversorger auf dem Laufenden zu bleiben.

Führen Sie außerdem eine analoge Telefonliste mit den wichtigsten Notrufnummern (Stromversorger, Familienmitglieder, Nachbar, Apotheke, Zahnarzt, Hausarzt) Informationen zum Stromausfall und dessen mögliche Dauer erhalten Sie bspw. von Ihrem Stromnetzbetreiber.

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Bei längeren Ausfällen der Wasserversorgung sollten Sie Wasser in allen verfügbaren Gefäßen sammeln: Badewanne, Waschbecken, Eimer, Töpfe, etc. Gehen Sie mit dem Wasser sparsam um. Benutzen Sie zum Beispiel Einweggeschirr und -besteck, damit Sie Ihren Wasservorrat nicht zum Spülen verwenden müssen. Halten Sie genügend Seife, Waschmittel, Zahnpasta, Feuchttücher und Toilettenpapier vorrätig.

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Bewahren Sie Ihre Hausapotheke in einem abschließbaren Schrank oder Fach auf.
** persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente
** Erkältungsmittel
** Schmerz- und fiebersenkende Mittel
** Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
** Elektrolyte zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlustes
** Fieberthermometer
** Splitterpinzette
** Hautdesinfektionsmittel
** Wunddesinfektionsmittel
** Verbandsmaterial (Mull-Kompresse, Verbandschere, Pflaster und Binden, Dreieckstuch)

Achten Sie auf einen vollständigen und aktuellen Erste-Hilfe-Kasten!

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Was tun mit Verletzten? Wann war Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs? Immer noch wissen viel zu wenig Menschen, was sie im Notfall tun müssen und machen aus Angst gar nichts. Dabei sind der Notruf 112 und die Erste Hilfe-Grundlagen lebensrettende Maßnahmen.

Nehmen Sie daher nochmals an einem Erste-Hilfe-Kurs teil und frischen Ihr Wissen auf, damit Sie wissen, was im Notfall zu tun ist. Viele Hilfsorganisationen bieten Erste-Hilfe-Kurse in Ihrer Nähe an. Dort lernen Sie, lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen. (Malteser, DLRG, DRK, DIE JOHANNITER, ASB,..)

Achtung! Die Erfahrung zeigt: Bei vergangenen Stromausfällen wurden Notrufnummern häufig zu Auskunftszwecken angewählt, was zu einer Überlastung des Notrufs und in Einzelfällen zu Verzögerungen bei der Entgegennahme realer Not fälle führte. Kontaktieren Sie daher die Notrufstellen nur in dringenden Notfällen.

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Denken Sie daran, eine ausreichende Bargeldreserve im Haus zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.

Falls Sie Dienstleistungen wie häusliche Pflegedienste nutzen, informieren Sie sich darüber, ob und wie Dienstleistungen bei einem längeren Stromausfall aufrechterhalten werden.

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*) Beim Einsatz von Heiz- oder Kochgeräten mit offenem Feuer immer auf ausreichende Belüftung achten. Ein Kohlenmonoxidwarnmelder warnt vor einer zu hohen Konzentration an lebensgefährlichem Kohlenmonoxid. Dieser ist nicht nur im Notfall hilfreich sondern beispielsweise. auch beim Betrieb eines Kamins.