Berliner Azubiwerk / Azubiwohnen

Wohnhaus

Das Berliner Azubiwerk: Gute Ausbildung braucht bezahlbares Wohnen

Berlin steht vor einer Herausforderung: Der angespannte Wohnungsmarkt trifft besonders Auszubildende hart. Eine neue Machbarkeitsstudie im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung belegt nun mit klaren Daten, was viele junge Menschen täglich erleben: Die Wohnraumsituation erschwert die Aufnahme und den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung erheblich.

Die Studie untersuchte umfassend, wie ein Azubiwerk – analog zum Studierendenwerk – dazu beitragen kann, Auszubildenden in Berlin bezahlbaren Wohnraum und unterstützende Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Berlin braucht ein Azubiwerk, um als Ausbildungsstandort attraktiv zu bleiben, Abbruchquoten zu senken und jungen Menschen eine eigenständige Lebensführung zu ermöglichen.

Die Befragung von über 3000 Auszubildenden zeigt: Mehr als 80 % sehen ihre Ausbildung durch die Wohnsituation beeinträchtigt. Viele leben beengt, haben lange Fahrtwege oder finden gar keinen geeigneten Wohnraum. Ein Drittel ist mit der aktuellen Wohnsituation unzufrieden.

Der Senat hat deshalb erste konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht: Ab dem Ausbildungsjahr 2026 sollen rund 150 Wohnplätze für Auszubildende bereitgestellt werden – möbliert, gut angebunden und zu Mieten um 350 Euro. Im Jahr 2026 treibt Berlin die Gründung des Berliner Azubiwerks voran, das nicht nur Wohnraum, sondern auch Beratungs-, Freizeit- und Unterstützungsangebote bieten wird.

  • Machbarkeitsstudie zum Azubiwohnen in Berlin

    Eine Analyse zur Wohnrealität und zu den Perspektiven von Auszubildenden

    PDF-Dokument (13.2 MB)

Arbeit und Berufliche Bildung

Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung,
Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung