Die gemeinnützige Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH betreibt in Berlin die JugendTechnikSchule. An drei Standorten ermöglicht sie Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen praxisorientierte Einblicke in die Welt der Naturwissenschaft und Technik. In der Freizeit oder im Rahmen unterrichtsergänzender Workshops erwerben sie Wissen auf Gebieten von Elektronik, Klima, Robotik, 3D-Druck oder Informations- und Kommunikationstechnik. Spaß an der Sache sowie die Anbindung der Miniprojekte an die kindliche Lebenswelt stehen dabei im Vordergrund, schließlich sollen die Kurse das dauerhafte technische Interesse und vielleicht den Wunsch nach entsprechenden Berufen oder Studienrichtungen begünstigen.
Allgemeinbildende Schulen nehmen das Angebot allzu gern an. In der JugendTechnikSchule, ansässig im Gebäude des FEZ (Freizeit- und Erholungszentrum) in der Wuhlheide, waren im Herbst 2025 bereits sämtliche Termine für das laufende sowie das nächste Schuljahr ausgebucht. Viele Schulen sind Stammkunden, jährlich kommen rund 7.000 Schüler*innen zu den Kursen hierher. Beim Zusammenschrauben oder Löten altersgerechter Minibausätze geht ihnen in Sachen Technik oft ganz wortwörtlich ein Licht auf, ob an einer Zauberkugel in Regenbogenfarben oder einem blinkenden Fernsehturm. Erklärtes pädagogisches Ziel ist es, barrierefrei und niedrigschwellig zu arbeiten, um jedes Kind einzubeziehen, unabhängig von denkbaren Beeinträchtigungen oder Defiziten. Derer gibt es eine Menge und sie nehmen tendenziell zu. Mit ihnen steigt der Betreuungsbedarf einer Gruppe – bis hin zu der Notwendigkeit individueller Zuwendung.
Die kann nur jemand leisten, der zusätzlich ins Team kommt. An dieser Stelle eröffnete das Pilotprojekt Solidarisches Grundeinkommen (SGE) des Berliner Senats 2019 neue Perspektiven. „Bereits im Sommer 2019 hatte ich der Presse entnommen, dass der Regierende Bürgermeister Michael Müller die Initiative zum Projekt Solidarisches Grundeinkommen gestartet hatte“, sagt Sieghard Scheffczyk, Leiter der JugendTechnikSchule in der Wuhlheide. „Ich war sofort der Meinung, dass es für Langzeitarbeitslose einem Sechser im Lotto gleichkäme, einen der tausend Projektplätze abzubekommen. Allerdings dachte ich zunächst nicht darüber nach, ob es für uns in Betracht käme, eine Stelle zu beantragen. Bis plötzlich mein Chef anrief und genau das anregte.“