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Rahnsdorf

S-Bahnhof Wilhelmshagen
Bild: BA Treptow-Köpenick

Das in seiner Ursprünglichkeit erhaltene Ensemble des am Wasser gelegenen Rundplatzdorfes Rahnsdorf, das bis heute einen in sich geschlossenen Dorfbereich darstellt, besitzt mit seiner im Mittelalter entstandenen Struktur und seiner Bebauung der Hofanlagen – bestehend aus Wohngebäude, Stall und Scheune, rückwärtigen Nutzgärten und teilweise vorhandenen Vorgärten – einen eigenständigen, unverwechselbaren Charakter.
Die ursprüngliche Anlage mit der hufeisenförmigen Gruppierung der Wohnplätze um den zentralen Dorfplatz/Anger mit nur einer Zufahrt hat sich über die Jahrhunderte hinweg gut erhalten.
Die überwiegend eingeschossigen Wohnhäuser nehmen die Führung der Straße auf und prägen das Dorf.
In Bahnnähe entstanden in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts die Villenkolonien Neu-Rahnsdorf (seit 1902 Wilhelmshagen) und Hessenwinkel, die 1891 zu Rahnsdorf eingemeindet wurden. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Hessenwinkel Luftkurort und mit zahlreichen Villen im Landhausstil bebaut. Sehenswerte alte Villen, hübsche Landhäuser und neue Einfamilienhäuser charakterisieren bis heute den Ort.

Dorf Rahnsdorf

mit Anger, Kirche und Schule (Ensemble)
In den Jahren 1860 und 1872 zerstörten zwei Feuer nicht nur die Kirche, sondern auch das Dorf fast vollständig. Unter Beibehaltung der ehemaligen Fundamente wurden die Häuser in den alten Formen – eingeschossig, traufenständig, mit hohem Kniestock und Satteldach – unmittelbar nach den Bränden wieder aufgebaut.
Das Denkmalensemble, bestehend aus Wohnhäusern, Nebengebäuden, ehemaliger Schule und Dorfkirche, ist in der Grundstruktur erhalten geblieben und in seiner städtebaulichen Qualität einzigartig im Land Berlin.

  • Bild 1: Dorfstraße 2 I, Wohnhaus um 1900, Bestandteil des Ensembles Dorfstraße 2H-21
  • Bild 2: Dorfstraße 4, Wohnhaus, Stall, Scheune, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, Bestandteil des Ensembles Dorfstraße 2H-21)
  • Bild 3: Dorfstraße 5, Wohnhaus, Stall, Scheune, nach 1860, Bestandteil des Ensembles Dorfstraße 2H-21
  • Bild 4: Dorfstraße 16, Wohnhaus, Scheune, nach 1872, Bestandteil des Ensembles Dorfstraße 2H-21
  • Bild 5: Dorfstraße 17, Mietshaus, Scheune, um 1875, Umbau Mietshaus um 1910, Bestandteil des Ensembles Dorfstraße 2H-21

Ehemalige Dorfschule

  • Baudenkmal, Bestandteil des Ensembles Dorfstraße

Unmittelbar nach einem Brand 1872, der fast das ganze Dorf zerstörte, erfolgte die Errichtung der Dorfschule, die wie die Kirche auf dem Dorfanger einen zentralen Platz einnahm. Das sich an einfachen ländlichen Bauten orientierende Schulhaus zeigt eine schlichte Fassade.
Das Gebäude, das über ein Jahrzehnt nicht genutzt worden war, ist nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wieder vorbildlich instand gesetzt worden.

Dorfkirche Rahnsdorf

  • 1886-87 von Friedrich Adler erbaut
  • Baudenkmal, Bestandteil des Ensembles Dorfstraße

Um 1728 wurde auf dem Anger des Sackgassendorfes Rahnsdorf die Fachwerkkirche errichtet. In den Jahren 1860 und 1872 zerstörten zwei Feuer nicht nur die Kirche, sondern auch das Dorf fast vollständig. Unter Beibehaltung der ehemaligen Fundamente wurden die Häuser in den alten Formen – eingeschossig, traufenständig, mit hohem Kniestock und Satteldach – unmittelbar nach den Bränden wieder aufgebaut.
Der Wiederaufbau der Kirche erfolgte jedoch erst 13 Jahre später, da sich die Finanzierung eines Neubaus schwierig gestaltete. Nach mehreren Entwürfen und deren Kostenprüfung durch die preußische Verwaltung kam schließlich der Entwurf Friedrich Adlers und Kappens zur Ausführung. Die Kirche nimmt die zentrale Lage auf dem höchsten Punkt des Dorfangers ein und bildet den städtebaulichen Mittelpunkt des Dorfes. Sie wurde als einschiffiger gelber Backsteinbau mit polygonaler Apsis sowie quadratischem Turm in romanisierenden und gotischen Formen wieder aufgebaut

Lindenstraße 20

Lindenstraße 20
Lindenstraße 20, Wohnhaus
Bild: BA Treptow-Köpenick
  • Wohnhaus
  • Baudenkmal, Bestandteil des Ensembles Lindenstraße 20-22
  • erbaut um 1905

S-Bahnhof Wilhelmshagen

  • Schönblicker Straße
  • Gesamtanlage
  • 1899-1902 von Waldemar Suadicani und Karl Cornelius erbaut

Strandbad Müggelsee

  • Fürstenwalder Damm 838
  • 1929-30 von Martin Wagner und Hennings erbaut
  • Gesamtanlage mit Terrassengebäude, Eingangshalle, Pförtnerwohnung
  • Plastik “Maja”, Bronzefigur, um 1931 von Fritz Klimsch

Waldkapelle Hessenwinkel

“Zum anklopfenden Christus”
  • Waldstraße (Hessenwinkel)
  • Baudenkmal
  • 1910 vom Architekturbüro Jürgensen & Bachmann erbaut

Die am Rande der Villenkolonie Hessenwinkel in roten Klinkern und markanten schwarzen Dachziegeln errichtete Waldkapelle ragt durch ihre sachliche Architektur sowie durch ihre wohlgeformten Proportionen aus der von Wald umgebenen Landschaft heraus.
Die mangelnden finanziellen Mittel zur Unterhaltung und die zeitweise fehlende Nutzung hatten schwere Schäden für die Bausubstanz zur Folge. Mit Hilfe einer Bürgerinitiative, die 1993 ein Hilfsprogramm zur Sanierung erstellte, konnte die Kapelle vor dem Verfall gerettet werden.