25.10.2016: Treptow-Köpenick hat etwas Schönes zu feiern: Horst Bartnig wird Achtzig!

Horst Bartnig
Bild: Brigitte Silna

Man stellt sich die Jubilare zum Achtzigsten anders vor; nicht so authentisch und irre gut, wie er gestylt ist und an allem Wichtigen interessiert…Horst Bartnig stellt sich seinem Geburtstag am 15. November am Schönsten so vor, dass gute Ausstellungen seiner Kunst ihm zur Feier gereichen.

Kunst ist und bleibt sein Leben!

Horst Bartnig ist ein Künstler, der den Zahlen ebenso verbunden ist, wie der Sinnlichkeit. Arbeiter und Poet. Die Berechnungen, denen er zu einem nicht unbeträchtlichen Teil traut (nebenbei: er war der erste Künstler in der DDR, der mit Hilfe des Computers seine Kunst schuf) haben immer den schier unendlichen Prozess des Ausprobierens an ihrer Seite. Im Resultat entstehen keine unterkühlten Computerkünste.

Farben, Linien, Flächen gehen durch die Hand des Künstlers. Ein unglaublicher Aufwand bei der Dimension seines großen Werkes. Nur seine letzten Arbeiten sind digital gedruckt, sozusagen als letzte Konsequenz gegen die Überbewertung eines sogenannten Personalstils. “Rubens”, sagt er, “hatte genug Angestellte, die ihm die Tiere malten oder die Brüste, oder die Frisuren…”.

Das Kunsthaus der “Achim Freyer Stiftung” Berlin, die Galerie art.concept Berlin und die Galerie Hubert Schwarz in Greifswald stellen seine Kunst in diesem, seinem Jahr, mit Freude und begleitenden Veranstaltungen aus. Die waren eben früher. Aber vielleicht gefällt es dem Meister ja, – im nächsten Jahr nochmals in der Galerie “Alte Schule – auszustellen. Es wäre uns eine Ehre! Eine Retroperspektive?

Der Bezirk jedenfalls ist durch solche besonderen und großen Künstler und Weltenbürger, wie Horst Bartnig einer ist und immer schon war – ein wenig näher dran am Atem von Freiheit und Weltkultur. Wie schön, dass er seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt bereits über Jahrzehnte in unserem Bezirk Treptow-Köpenick hat.

Petra Hornung im Auftrag des Fachbereich Kultur/Museum