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Ein bisschen Schatten gefällig?

Logos der Stadtaumkampagne sowie Parents for Future Berlin
Pressemitteilung vom 20.12.2019

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Schatten brauchen die Berliner vor allem bei sommerlichen 40 Grad oder mehr. Wenn aber die vertrockneten Bäume keinen Schatten mehr spenden oder gefällt werden müssen, haben Menschen, Tiere und Pflanzen ein Problem. Auf Abhilfe drängen die Parents for Future Berlin mit ihrem Projekt „Bäume statt Böller“.

Das bevorstehende Silvester als ein großes Ereignis zu verstehen, mag individuell zutreffen. Objektiv ist es rein optisch mit viel Licht, rein akustisch mit viel Lärm und rein medizinisch-atemtechnisch mit extremer Feinstaubbelastung verbunden. In der Silvesternacht 2018 wurden in Berlin laut „Morgenpost“ Spitzenwerte von 853 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen – die höchsten in ganz Deutschland. Der Mittelwert von einem Tag zuvor betrug gerade mal 11 Mikrogramm pro Kubikmeter. Einer Wiederholung der extremen Feinstaubbelastung an diesem Silvester wollen die Parents for Future Berlin nicht tatenlos zusehen. Sie appellieren an alle Berliner und Berlinerinnen, nicht oder zumindest weniger zu böllern und anstatt dessen das Geld für das Anpflanzen neuer Bäume zu spenden.

Seit 2012 kümmert sich die Berliner Stadtbaumkampagne um die Anpflanzung und Pflege von Bäumen. Bürgerinnen un Bürger können seitdem in Form von Sammel- oder Einzelspenden den Berliner Baumbestand aufbessern und damit das Stadtklima positiv beeinflussen. Das ist bitter nötig, denn im Waldzustandsbericht 2019 spricht die Umweltsenatorin Regine Günther von einer alarmierenden Situation: Nur jeder 10. Berliner Baum sei noch gesund. Um gegenzusteuern, müssten mehr Bäume gepflanzt und ökologisch bewirtschaftet werden.

Die Parents for Future Berlin sind davon überzeugt, dass es höchste Zeit ist zu handeln. Als basisdemokratische Bewegung, die aktiv für Klimaschutz eintritt, will sie mit ihrem Projekt „Bäume statt Böller“ alle Berlinerinnen und Berliner mobilisieren, die Situation der Bäume zu verbessern. Denn: Ein Baum versorgt täglich zehn Menschen mit Sauerstoff. Und sowohl Menschen als auch Tiere brauchen ihn zum Atmen.

Auch Bezirksbürgermeister Igel befürwortet diese Aktion:

„Verletzungen an Rinde und Wurzelwerk, ein Schädlingsbefall oder aber lange Hitze- und Trockenperioden, wie wir sie in den vergangen zwei Jahren hatten, gehen auch an unseren Straßenbäumen nicht spurlos vorbei. Allein in Treptow-Köpenick mussten in diesem Jahr von über 44.000 Straßenbäumen 665 gefällt werden. Der Bezirk versucht dieses Defizit durch qualitativ hochwertige Neupflanzungen an nachhaltig gesicherten Standorten auszugleichen. So konnten durch Spenden für die Berliner Stadtbaumkampagne 198 neue Straßenbäume in Friedrichshagen und Rahnsdorf gepflanzt werden. An dieser Stelle möchte ich mich für die Spendenbereitschaft aufs allerherzlichste bedanken und Sie ermutigen, die Berliner Stadtbaumkampagne auch im kommenden Jahr zu unterstützen.“

Die Berliner Stadtbaumkampagne veranschlagt für einen neuen Baum 2.500 € inklusive dreijähriger Pflege. Wenn aus Spendengeldern 500 € zusammenkommen, stockt sie den Betrag auf 2.500 € auf und lässt dafür einen neuen Baum pflanzen. Jede Spende ist willkommen, auch kleinere Beträge, die dann zu 500 € zusammengefasst werden, um einen neuen Baum zu pflanzen. Wer eine Einzelspende von 500 € einzahlt, kann sich sowohl den Baum als auch den Standort aussuchen.

Das Spendenkonto:
Landeshauptkasse Berlin, Berliner Sparkasse
IBAN: DE13 1005 0000 0193 3333 33
BIC: BELADEBEXXX
Verwendungszweck: P4F – Baumspende

Weitere Informationen zur Stadtbaumkampagne:
https://www.berlin.de/senuvk/umwelt/stadtgruen/stadtbaeume/kampagne/start.shtml