Diesjähriges Auftreten der Raupen des Eichenprozessionsspinners

wichtige Hinweise
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Pressemitteilung vom 11.06.2019

Da bereits erste Sichtungen gemeldet wurden, möchte das Straßen- und Grünflächenamt
gern auf die seitens des Pflanzenschutzamtes Berlin bereitgestellten Informationen zum Eichenprozessionsspinner, der Verbreitung, der Entwicklung und der gefährlichen Stadien der Raupenentwicklung verweisen. Von dort wurde folgendes mitgeteilt:
Die ersten Tagesnester und Prozessionen der Eichenprozessionsspinner sind sichtbar. Die Raupen befinden sich je nach Standort am Ende des 3. Larvenstadium bzw. zu Beginn des 4. Larvenstadiums. Mit Beginn des 4. Raupenstadiums werden die ersten Brennhaare gebildet und beim Umgang mit Raupen oder Tagesnestern ist der persönliche Gesundheitsschutz zu beachten. Zudem endet der Zeitraum für Behandlungen (Einsatz von Bioziden) gegen die Raupen im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes.

Eine vorsorgliche weitflächige Bekämpfung vor dem Sichtbarwerden eines Befalls war als unzweckmäßig eingestuft worden. Jedoch jetzt, da die Raupen eine entsprechende Größe erreicht haben, können sie nun bei Kontrollen entdeckt werden und beseitigt werden, was einerseits erst dann sinnvoll ist, wenn sie nicht mehr ständig den Standort ihrer Tagesnester wechseln und andererseits nur an besonders exponierten Standorten.

Sollte bei starker Population die Beseitigung angezeigt sein, so ist der jeweilige Grundstückseigentümer für die Beseitigung selbst verantwortlich. Für den städtischen Raum ist das Land Berlin verantwortlich für die Kontrolle, die die Standortmeldung an das Pflanzenschutzamt und, sofern an diesem Standort notwendig ist, auch für die Beseitigung.

Die Beseitigung erfolgt regelmäßig an besonders exponierten Standorten, wie Kinderspielplätzen, Kita- und Schulhöfen sowie auf Sportflächen. An nachrangigen Standorten, an denen durch weniger oder weniger kritischen Belauf kein so hohes Risiko besteht, wird nur bei übrigen Mitteln und Kapazitäten bekämpft.

Wichtig ist in jedem Falle, dass Sie sich bei Annäherung an einen befallenen Baum selbst bestmöglich schützen und dies kann sehr einfach bewerkstelligt werden. Gehen Sie mit dem Wind an einen solchen Baum heran, Hautpartien sollten unbedingt bedeckt sein, halten Sie Abstand von den Nestern und Gespinsten und berühren Sie diese keinesfalls. Und ganz besonders wichtig, achten Sie auch auf Kinder und Hunde und halten Sie diese zurück. Sollten Sie mit Brennhaaren in Kontakt gekommen sein, so wechseln Sie umgehend die Kleidung und stellen Sie die betroffenen Hautpartien einem Arzt vor.

Der Zugang zu den Daten des Pflanzenschutzamtes erfolgt über folgende Links.

https://www.berlin.de/senuvk/pflanzenschutz/aktuelles/index.shtml#eps

https://www.berlin.de/senuvk/pflanzenschutz/eps/

https://www.berlin.de/senuvk/pflanzenschutz/merkblaetter/de/download/eichenprozessionsspinner.pdf