Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat die überarbeitete Neuauflage des Hitzeaktionsplans beschlossen, um auch in zunehmenden Hitzewellen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Die überarbeitete Fassung des Hitzeaktionsplans ist ab sofort online abrufbar unter: Hitzeaktionsplan Steglitz-Zehlendorf – Berlin.de.
Bezirksstadträtin Carolina Böhm dazu: „Es ist wichtig, dass wir hier im Bezirksamt alle gemeinsam an der Erarbeitung und Umsetzung des Hitzeschutzplans arbeiten. Unterschiedliche Gruppen sind besonders betroffen, daher müssen alle für die Gefahren von starker Hitze sensibilisiert werden. Schwangere, stillende Mütter, Familien mit kleinen Kindern, Menschen die im Freien arbeiten, Pflegebedürftige und hochbetagte ältere Menschen, alle müssen ihr Verhalten anpassen, damit wir gut durch die Hitzetage kommen. Achten Sie auf sich und Ihre Umgebung, in dieser Woche und auch an den kommenden Hitzetagen!“.
Hintergrund: Gesetzliche Verpflichtung und bezirkliche Umsetzung
Mit dem Inkrafttreten des Berliner Klimaanpassungsgesetz wurde im November 2025 unter §8 eine gesetzliche Verpflichtung für alle Berliner Bezirksämter formuliert, dass sie spätestens zwei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes einen bezirklichen Hitzeaktionsplan zur Konkretisierung des Landeshitzeaktionsplans erstellen müssen. Der Landeshitzeaktionsplan, welcher im November 2025 beschlossen wurde, sollte in seiner jeweils aktuellen Fassung nunmehr den Anknüpfungspunkt für die bezirklichen Maßnahmen und Planungen im Bereich des Hitzeschutzes darstellen. Die Erarbeitung des Plans für Steglitz-Zehlendorf erfolgte in enger Abstimmung mit der ressortübergreifenden Steuerungsrunde Hitzeschutz sowie weiteren Fachämtern. Federführend war die Organisationseinheit für Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination im Öffentlichen Gesundheitsdienst (OE QPK) des Bezirks. Die konkrete Ausgestaltung und operative Umsetzung der Maßnahmen obliegen den verantwortlichen Stellen.
Der Plan bündelt 21 Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen, um sowohl kurzfristig auf Hitzewellen zu reagieren, als auch den Bezirk nachhaltig auf die Folgen von extremer Hitze vorzubereiten. Das langfristige Ziel des vorliegenden Plans ist es, die Gesamtbevölkerung des Bezirks sowie v.a. die vulnerablen Gruppen vor den negativen Auswirkungen von Hitze zu schützen.
Eine Ausweitung der Maßnahmen auf weitere Zielgruppen und Handlungsfelder wird angesichts der gerade in urbanen Räumen zunehmenden Hitzebelastung fortlaufend notwendig sein.
Heute und in den kommenden Tagen sind erneut hohe Temperaturen zu erwarten. Sie können die kühlen Räume im Bezirk nutzen, um sich vor der Hitze zu schützen und zeitweise zu erholen.
Die Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz und die Pauluskirche in Zehlendorf öffnen ihre Türen an Tagen mit einer Hitzewarnung von 14-18 Uhr. In beide Kirchen sind in dem Zeitraum Ehrenamtliche der Kirchen sowie des Arbeiter-Samariter-Bundes vom Regionalverband Berlin Südwest e.V. vor Ort. Beide Räume verfügen außerdem über einen rollstuhlgerechten Zugang, Toiletten und bieten kostenloses Trinkwasser an.
Achten Sie bei anhaltender Hitze darauf, ausreichend zu trinken, die direkte Hitze zu vermeiden und Wohnräume kühl zu halten. Sie können beispielsweise frühmorgens/spätabends lüften und tagsüber die Fenster abdunkeln. Auch kurze Kontakte zu Nachbarinnen und Nachbarn, insbesondere Älteren, können in Hitzewellen entscheidend sein.
Weiterführende Informationen
Weitere Verhaltenshinweise und Tipps bei Hitze finden Sie im Hitzeschutzportal. Weitere Informationen zu den kühlen Räumen, kostenlosen Trinkwasser-Stationen und Trinkbrunnen finden Sie auf der bezirklichen Hitzeschutz-Website.