Nachhaltigkeit und Entwicklungspolitik

Terrassenreisfelder_in_Vietnam

Nachhaltigkeit, fairer Handel und Entwicklungspolitik sind wichtige Themen, die Menschen bewegen. Die Auswirkungen von globalen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, und lokalen Herausforderungen, wie der Müllsituation, spüren Neuköllner/innen jeden Tag. Es gibt in Neukölln viele engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Initiativen, die sich für das Miteinander im Bezirk, fairen Handel und die Umwelt einsetzen. Dieses Engagement braucht Unterstützung.

Die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik ist hierbei Ansprechpartnerin für die Bürgerinnen und Bürger, sowie die zahlreichen Initiativen, Vereine und Gewerbetreibenden hier vor Ort. So vielfältig wie Neukölln, sind auch die Möglichkeiten, sich einzubringen – sei es in einem eigenen Projekt, bei einem Straßenfest im Kiez oder der Fairtrade Town Kampagne im Bezirk.

Der Bezirk setzt so nicht nur ein starkes Zeichen für gerechten Handel und unsere Umwelt, sondern übernimmt auch selbst Verantwortung, indem er Impulse für ein faires Einkaufsverhalten und zukunftsfähige Wirtschaftsstrukturen setzt. Das betrifft zum Beispiel das Beschaffungswesen im Bezirksamt. Auch die vielen Geschäfte und Restaurants in Neukölln, sollen in ihren Bemühungen nachhaltige, regionale und recycelbare Produkte anzubieten, unterstützt und beraten werden.

Die Stelle wird aus Mitteln des Programmes der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ finanziert und ist bei der Stabsstelle Innovation und Integration angesiedelt. Die Fördermittel für dies Stelle liefen vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2021.

Das Logo des Fair-Trade-Stadtbezirkes Neukölln.

Neukölln wird als Fairtrade-Stadtbezirk ausgezeichnet!

Am Sonntag, den 5. Dezember 2021 wird der Bezirk Neukölln offiziell zur Fairtrade-Town ernannt. Kommunen, die diesen Titel tragen, unterstützen gezielt den Fairen Handel insbesondere mit Produzent*innen aus Entwicklungsländern und tragen dazu bei, das Fairtrade-Konzept bekannter zu machen. Im Jahre 2017 wurde der BVV-Antrag zur Bewerbung des Bezirks als Fairtrade-Town beschlossen.

Der Bezirk Neukölln hat sich seither intensiv im Fairen Handel engagiert und wird nun für dieses Engagement nun von dem Verein „TransFair Deutschland e.V.“ ausgezeichnet.

Neben entwicklungspolitischen Informationsveranstaltungen wie Kinoabenden, aber auch Festen, Aktionstagen und verschiedenen Bildungsangeboten zum Thema Fairtrade, wie bspw. den Schüler*innen-Kongress oder das nachhaltige Hausaufgabenheft – das sogenannte Möhrchenheft -, hat der Bezirk beispielsweise die Berliner Kampagnen „Berliner Sport – Rund um Fair“ und „Fairmachtschule“ unterstützt und sich für den Ausbau einer sozial-nachhaltigen Beschaffung im Bezirk eingesetzt.

Um den Fairen Handel im Bezirk verankern zu können, wurde eigens eine Steuerungsgruppe „Faires und nachhaltiges Neukölln” gegründet. Diese hat den Prozess Neuköllns hin zum fairen Bezirk aktiv gestaltet und vorangetrieben. Möchten Sie Teil der Gruppe werden, kontaktieren Sie gern den Koordinator der Gruppe, Michael Morsbach unter der folgenden Mail-Adresse: michael_morsbach@t-online.de

Nachhaltiger Lebensbaum

Projekte zur Stärkung des nachhaltigen Engagements in Neukölln

Die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik begleitet und berät innovative Projekte Neuköllner Initiativen und Unternehmen. Sie sind engagiert oder möchten sich zukünftig einbringen? Sie möchten wissen, wie Sie in Ihrem Verein oder Geschäft, bei Festen oder im Büro nachhaltiger handeln können? Setzen Sie sich gern mit der Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik in Verbindung.

Beispiele für gemeinsame Projekte und Kampagnen: Berliner Sport Rund um Fair, Projekte zur Kreislaufwirtschaft sowie Einführung von Pfandbechern oder fair gehandelten Produkten hier im Bezirk.

Fair gehandelte Baumwolle

Fairer Handel und faire Beschaffung

Die Einhaltung von zentralen Menschenrechten in der Lieferkette von Produkten und Dienstleistungen, die von der öffentlichen Hand beschafft werden ist noch lange keine Selbstverständlichkeit. Laut dem Berliner Ausschreibe- und Vergabegesetz müssen Auftragnehmer zwar verpflichtet werden, die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards nachzuweisen, in der Praxis werden jedoch häufig lediglich Eigenerklärungen vorgelegt, die keinen verlässlichen Nachweis darstellen.

Der Bezirk Neukölln hat daher beschlossen, die faire Beschaffung zu stärken und sein ökonomisches Steuerungspotenzial für die Durchsetzung sozialer und gesellschaftspolitischer Ziele einzusetzen.

Näherin bei der Arbeit

Lernen in globalen Zusammenhängen

Wo kommen die Produkte des alltäglichen Konsums her? Wie werden sie produziert und wie hängt das eigentlich mit Neukölln zusammen? Was bedeutet Klimawandel und was ist unter Fluchtursachen zu verstehen? Globales Lernen gibt Antworten auf diese und weitere Fragen. Die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik vermittelt passende Referent/innen und unterstützt Sie in der Organisation von Bildungs-, Informationsveranstaltungen oder Aktionstagen.

Logoleiste der Förderstellen mit Logo der Auszeichnung des Bundespreises Verwaltung 2019