Rückblicke Veranstaltungen und Aktionen

Buchcover Klaus-Michael Bogdal

Faszination und Verachtung, 7 Thesen zum Antiziganismus - eine Diskussionsveranstaltung

In Kooperation mit der Programmschänke “Bajszel” gibt es zum Thema Antiziganismus folgende spannende Diskussionsveranstaltung: Prof. Klaus-Michael Bogdal: “Faszination und Verachtung, 7 Thesen zum Antiziganismus”

15.01.2023 um 19:30 Uhr
in der Programmschänke “Bajszel”

Die Geschichte des Antiziganismus vermag dazu beizutragen, seine aktuellen Erscheinungsformen und Funktionsweisen besser zu verstehen. Denn der Antiziganismus ist wie der Antisemitismus ein strukturell ein in der europäischen Moderne angelegtes, vielschichtiges Phänomen und kann nur als solches erfolgreich bekämpft werden. Solange wie Sinti und Roma in Europa leben, seit über 600 Jahren also, vergiftet er das Zusammenleben der Menschen und führt zu Ausgrenzung und Gewalt. Kippsituationen, in denen eine Integration und eine Würdigung des Beitrags der Sinti und Roma zur gesellschaftlichen Entwicklung möglich erschien, wurden immer wieder verkannt oder bewusst in die entgegengesetzte Richtung gelenkt: nicht zuletzt in der „Zweiten Verfolgung“ nach 1945.

Beantwortet werden Fragen u.a. zu den Unterschieden zwischen Antiziganismus, Antisemitismus und Rassismus, zu den vorherrschenden Narrativen und zum Standardrepertoire des Hasses und der Verachtung. Es sollen die zentralen Erscheinungsformen vom kulturellen bis zum romantisierenden Antiziganismus herausgearbeitet werden. Ihre historischen Konjunkturen und wechselnden Intensitäten offenbaren viel über den jeweiligen Zustand einer Gesellschaft.

Erzählt wird keine Geschichte der europäischen Sinti und Roma, nicht nur weil historische Forschung noch weit davon entfernt ist, verlässliche Quellen aus dem Dunkel der Archive hervorgeholt zu haben. Der Blick richtet sich auf die „Erfindung der Zigeuner“, das Zerrbild, das Jahrhundert für Jahrhundert als Realität akzeptiert worden ist und dessen Wirksamkeit bis in Orte des Völkermords führt.

Professor Dr. Klaus-Michael Bogdal ist Literaturwissenschaftler und Autor. Er ist Verfasser des Buches „Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung. Es existiert eine Übersetzung ins Kroatische und Russische. Die Übersetzung ins Englische wird im Juni 2023 unter dem Titel „ Europe and The Roma. A History of Fascination an Fear bei Penguin Books erscheinen.

Coverbild

Wanderausstellung “Was die Afghaninnen uns zu sagen haben…”

In den Mittelpunkt des internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen stellt das Bezirksamt Neukölln in diesem Jahr die Lage von Frauen in Afghanistan. Dazu fand auf Einladung von Bezirksbürgermeister Martin Hikel eine prominent besetzte Gesprächsrunde im Rathaus Neukölln statt. Gemeinsam mit der Künstlerin Tahmina Alizada eröffnete der Bezirksbürgermeister anschließend die Wanderausstellung „Was die Afghaninnen uns zu sagen haben…“ Gezeigt wurde diese eindrucksvolle Ausstellung vom 23.11. – 10.12.2022 im Rathaus Neukölln.

Afghanistan ist das einzige Land auf der Welt, in dem Mädchen nicht zur Schule gehen dürfen. Seit ihrer Machtergreifung haben die Taliban viele Menschen gefoltert und getötet. Willkür und Unterdrückung sind seither wieder Alltag für die Menschen in Afghanistan. Neben anderen Rechtsverletzungen haben die Taliban seit der Einnahme von Kabul am 15. August 2021 vor allem die Rechte von Frauen und Mädchen stark eingeschränkt. Damit die Situation der Frauen und Mädchen nicht vergessen wird, möchten wir in Neukölln den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen nutzen, um auf die Situation der Menschen in Afghanistan aufmerksam zu machen.

Mit dieser Fotoausstellung, die erstmalig in Deutschland gezeigt wird, solidarisieren wir uns mit afghanischen Künstlerinnen, Mädchen und Frauen sowie ihrem Widerstand gegen die Taliban. Die 5 Künstlerinnen mussten aus ihrem Land fliehen. Von ihnen erfahren wir, warum es wichtig ist, sich überall für die universellen Rechte von Frauen einzusetzen und nicht zuzulassen, dass Mädchen und Frauen gesellschaftlich ausgeschlossen werden. Die Fotoausstellung wurde initiiert von der französischen BürgerInnenvereinigung „Mouvement pour la paix et contre le Terrorisme“.

Weltkugel umgeben von religiösen Symbolen

Vielfalt erfordert Freiheit - Projekt "Anlauf- und Dokumentationsstelle konfrontative Religionsbekundung"

Der Verein Demokratie und Vielfalt (DEVI e.V.) plant mit Unterstützung der Neuköllner Bezirksverwaltung eine „Anlauf- und Dokumentationsstelle konfrontative Religionsbekundung“ einzurichten. 2021 wurde dazu u. a. die Erstellung einer Broschüre und einer Bestandsaufnahme bewilligt. Weitere Informationen

Auf einer Pressekonferenz am 28.11. stellt Bezirksbürgermeister Martin Hikel gemeinsam mit dem Intagrationsbeauftragten und der Europabeauftragten des Bezirks das neue Integrationskonzept vor.

Integration durch Normalität - Neuköllns Integrationskonzept

Am 28. November 2018 hat Bezirksbürgermeister Martin Hikel das neue Integrationskonzept vorgestellt. Unter dem Motto „Integration durch Normalität“ haben die Bezirksamtsmitglieder, alle Fachbereiche sowie der Migrationsbeirat konkret benannt, was wir in Neukölln unter „Integration“ verstehen. Weitere Informationen

Weitere interessante Links :

Die Beauftragte für Integration

Güner Balci