Die europäische Förderpolitik hat die Herstellung von sozialer und wirtschaftlicher Kohäsion zwischen den 27 EU-Mitgliedsstaaten zum Inhalt. Die Strukturen in den ärmeren Regionen Europas werden gezielt mit finanziellen Mitteln gefördert, um eine Annäherung der Lebensverhältnisse der Bürger/innen Europas zu erreichen.
Europaweit gibt es in verschiedenen Politikbereichen – Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Umwelt-, Sozial- und Verkehrspolitik – derzeit etwa 200 Förderprogramme, aus denen mehrere tausend lokale und regionale Projekte finanziert werden.
Die Ziele der europäischen Förderpolitik sind:
- die Überwindung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsunterschiede zwischen den EU-Mitgliedsstaaten
- die Erhöhung der regionalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit
- die Schaffung von neuen und nachhaltigen Beschäftigungsverhältnissen
- der Ausbau von Kooperationen zwischen EU-Mitgliedsstaaten und/oder Regionen über die nationalstaatlichen Grenzen hinweg
- die Verbesserung des interkulturellen Austauschs und des sozialen Zusammenhalts der europäischen Bürger/innen
So verfügt die EU über diverse Förderprogramme. Die europäischen Strukturfonds sind das zentrale Instrument, um die Ziele der europäischen Förderpolitik zu erreichen. Die Strukturfonds stellen die finanziellen Mittel für die praktische Umsetzung der europäischen Förderpolitik bereit. Durch den Einsatz der Strukturfonds wird konkrete europäische Regionalpolitik betrieben. Die Strukturfonds sind: Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Europäische Sozialfonds (ESF). Während mit dem EFRE Wirtschaftsförderung betrieben wird, dient der ESF der Förderung von sozialer Teilhabe und Arbeitsmarktintegration. Als weiterer Fonds kommt der Kohäsionsfonds dazu.
Auch das Programm Citizens, Equality, Rights and Values (CERV) bietet ein breites Spektrum für Projektförderungen. Aber auch auf Landesebene werden seitens der Senatskanzlei Projektzuwendungen bewilligt.