Mit Beschluss des Ersten Berichts der Landeskommission zur Prävention von Kinder- und Familienarmut im Senat am 3. August 2021 hat das Land Berlin eine gesamtstädtische Strategie gegen Kinder- und Familienarmut vereinbart.
Zwei Kernelemente stellen die maßgebliche Grundlage für armutspräventives Handeln im Land Berlin dar: Das kindzentrierte Zielesystem bestehend aus 15 strategischen Zielen und 68 Handlungszielen in den vier Handlungsfeldern materielle Versorgung, Teilhabe, Bildung und Gesundheit sowie fünf strategische Leitlinien zur Orientierung bei der Zieleerreichung. Beide Kernelemente der Berliner Strategie gegen Kinderarmut sind eng miteinander verknüpft und geben der gezielten Armutsbekämpfung im Land Berlin Orientierung und Richtung.
Die strategischen Leitlinien sind:
- Stärkung und Ausbau der Integrierten Berliner Strategie zur Armutsprävention
- Landesweite Bausteine der Armutsprävention stärken (vgl. z.B. Mittel für die Bezirke und Zielvereinbarung FamilienServiceBüros)
- Ressourcenausstattung und –steuerung sozialräumlich ausrichten
- Armutssensibilisierung fördern
- Wirkungsorientierung fördern (z.B. Berichtswesen, Evaluation)
Das Bezirksamt Neukölln setzt sich dafür ein, dass Kinder und Familien in Armutslagen gleiche Chancen auf Gesundheit, Bildung und soziale Teilhabe haben. Unterstützt werden sie dabei vom Team des Projektes „MitWirkung – Perspektiven für Familien, die die Umsetzung der Berliner Strategie gegen Kinderarmut in den Bezirken – für armutssensible und wirkungsvolle Dienste, Angebote und Einrichtungen begleiten. MitWirkung setzt sich aktiv dafür ein, dass Kinder und Familien in Armutslagen im Mittelpunkt bezirklichen Handelns stehen. Am 08.04.2024 unterzeichnete auch Neukölln die Kooperationsvereinbarung zur Prozessbegleitung durch MitWirkung.
Alle Projekte aus den Mitteln der Armutsprävention, aber auch die Angebote der Jugendhilfe, lassen sich in der Regel unter diesen Zielen und Leitlinien subsumieren. In Neukölln baut die Integrative Berliner Strategie gegen Kinder- und Familienarmut auf der bereits bestehenden Präventionskette auf.