Aktuelles und Termine der Seniorenvertretung Treptow-Köpenick

Termine und Veranstaltungen

Aktuelles

Engagement-Nachweis für die Seniorenvertretung Treptow-Köpenick bei der ersten Olympiade für Seniorinnen und Senioren in Treptow-Köpenick

Engagement-Nachweis der Seniorenvertretung bei der 1. Olympiade für Seniorinnen und Senioren in Treptow-Köpenick
Bild: Marion Wendler

Durch den Engagement-Nachweis würdigen Herr Igel, Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick, und Herr Klemm, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Soziales und Jugend, den tatkräftigen Einsatz der Seniorenvertretung Treptow-Köpenick beim Organisieren und Durchführen der ersten Olympiade für Seniorinnen und Senioren des Bezirksamtes Treptow-Köpenick von Berlin am 01. Oktober 2019.

Gedanken zur Diskussion über „Zwangsisolation von Älteren“

Es ist nachvollziehbar, dass die Seniorenvertretung sich Sorgen macht über die von Einzelnen, auch politisch Verantwortlichen, entfachte Diskussion über eine Zwangsisolation von älteren Menschen. Dies ist ohnehin der falsche Ansatz Lösungen bei der Bekämpfung der Pandemie zu finden.
Wir haben bisher schon zur Kenntnis nehmen müssen, dass keine gesellschaftliche Gruppe so tun kann, als sei sie von der Corona-Pandemie nicht betroffen. Schon jetzt befinden sich vorwiegend ältere und allein lebende Menschen in einer Situation der Isolation.

Das Gesamtsystem der Pflege und der gesundheitlichen Fürsorge, wird meiner Ansicht nach nicht auf eine harte Probe gestellt, es ist schon lange kollabiert.
Die Pflegedienste, als Teil einer Gesundheits-Industrie, sind
nur noch in der Lage Grundversorgungen zu übernehmen, ansonsten sind sie auf wirtschaftliches Handeln fixiert. Zusätzliche Maßnahmen die einer Isolation von allein lebenden Menschen entgegen wirken, wird schon seit langem von überwiegend ehrenamtlich tätigen Menschen geleistet.
Es gibt kaum Einrichtungen der staatlichen Fürsorge. Dies beweist schon der hohe Anteil von älteren Menschen die Sucht gefährdet sind. Auch der hohe Anteil von alten Menschen, die in den KIEZ-KLUBS Zuflucht suchen um aus ihrer Isolation heraus zu kommen, ist ein weiterer Beweis wie wichtig es ist Gemeinschaftseinrichtungen zu haben die einer Isolation entgegenwirken.

Noch dringlicher wäre es den „finanziellen Anreiz“ zu erhöhen Mitwirkende®
einer Sozialkommission zu werden die aufsuchend sich um allein lebende Menschen kümmern. Die Dunkelziffer von Menschen die nicht aus ihrer Isolation heraus kommen ist um ein Vielfaches höher.

Die Fragen der Seniorenvertretung sind keine neuen Fragen, es sind die gleichen Fragen, die bisher von den Gesundheitspolitikern nicht beantwortet wurden. Wir haben eine Überlastung der Hausarztpraxen, die durch
falsche finanzielle Anreize schon jetzt keine ausreichende Versorgung ihrer Patienten gewährleisten können. Menschen die infolge von Mobilitätseinschränkungen nicht in der Lage sind eine Arztpraxis aufzusuchen,
sind von unserem Gesundheitssystem abgehängt worden.

Die zusätzliche Versorgung von Menschen im häuslichen Bereich durch Pflegedienste ist einfach im Pandemiefall (auch bei leichten Verläufen) nicht leistbar, da keine ausreichenden Kapazitäten vorhanden sind
und die vorhandenen Strukturen nicht auf die Bewältigung solcher Aufgaben ausgerichtet ist. Die Frage nach gesonderten Einkaufszeiten für Ältere ist genauso abwegig wie die Überlegung nach einer Zwangsisolation
von Älteren. Die Euphorie über das Engagement von Menschen die sich aus eigenem Antrieb dazu entschließen Nachbarschaftshilfe
zu betreiben ist genauso fehl am Platz wie die Endzeitstimmung die durch die Medien betrieben wird.

Für mich bleibt das Resumeé: Wenn wir das bedrohliche Corona-Virus-Szenario hoffentlich mit möglichst wenig Opfern gesund überlebt haben, muss eine Veränderung in dieser Gesellschaft her. Die Fürsorge unserer Gesellschaft, muss sich zur sozialen Verantwortung hin bewegen. Es darf nicht sein, dass Gewinnmaximierung die Regeln unseres Gemeinwesens bestimmen, die Verantwortung den Menschen gegenüber muss in den Mittelpunkt gerückt werden.

Martin Schmidt-Bugiel
Ihr Seniorenvertreter

Stellungnahme zur Diskussion über „Zwangsisolation“ für Ältere über 70 Jahre

Zur Zeit werden öffentlich Überlegungen diskutiert, wie es nach Ostern mit den Ausgangsbeschränkungen weitergehen soll. Dabei wird dann schon mal auch von politisch Verantwortlichen eilfertig über eine „ZwangsiIsolation“ für ältere Menschen über 70 Jahre laut nachgedacht.
Ja, es ist richtig, die täglichen Zahlen über die steigende Anzahl der vom Coronavirus Infizierten besagen, dass die über 70-Jährigen und die Hochbetagten zu den Risikogruppen gehören. Deshalb ist es auch richtig, schon aus Selbstschutzgründen, die Kontakte mit anderen zu reduzieren. Daraus aber pauschal eine soziale Isolation der Älteren und deren Verbannung aus der Öffentlichkeit zu konstruieren, ist unangemessen. Diese Diskussionen über ältere Menschen ist altersdiskriminierend. Wir betrachten dies mit großer Sorge und fordern eine differenzierte und wertschätzende Debatte.
Die gegenwärtige Situation verlangt von uns allen sehr viel Solidarität, Einsicht und auch Mut. Das Gesamtsystem der Pflege und Gesundheit wird auf eine harte Probe gestellt. Die Interessen der älteren Generation zu vertreten, heißt für uns sowohl solchen Aussagen entgegenzutreten als auch auf Schwachstellen insgesamt, die gerade für uns sichtbar werden, aufmerksam zu machen.
Soziale Isolation über einen längeren Zeitraum macht krank, unabhängig vom Lebensalter. Aber in der Einsamkeit festigt sich das Gefühl, ausgeliefert zu sein, was Ängste fördert.
Wir fragen: Wie kann die medizinische Versorgung gewährleistet werden, die dann in der Wohnung erfolgen muss? Wer soll die isolierten älteren Menschen versorgen? Wer übernimmt die häusliche Pflege von Älteren, die bisher von ihren Partnerinnen oder Partnern versorgt und gepflegt werden? Welche Alternativen gibt es? Wie wäre es, gesonderte Einkaufszeiten für Ältere einzurichten?
Ein Riesenproblem sind die vielen geschlossenen Arztpraxen. In der Zeit des Corona-Virus äußerst problematisch für alle Generationen. Wie wird das gelöst?!
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Menschen in den sozialen Strukturen, die sich im Bezirk entwickelt haben, um Menschen aus Risikogruppen zum Beispiel durch Einkäufe zu unterstützen.

Eine bemerkenswerte Frau ...

Tante Anna
Bild: Martin Schmidt-Bugiel

Vor kurzem feierte unsere Tante Anna ihren 98. Geburtstag. Sie legte Wert darauf, dass alle, die sich um sie kümmern, diesen Tag mit ihr gemeinsam feiern. Wochen vorher hat sie sich schon Gedanken gemacht über die Örtlichkeit und den Kreis der Geburtstagsgäste. Eigentlich kein Problem für uns Jüngere, für sie aber schon. Sie beschäftigte sich immer und immer wieder damit, manchmal war es schon recht anstrengend.

Dann war der große Tag da und sie blühte sichtlich auf. Sie genoss die Stunden, in denen sich über vergangene Zeiten ausgetauscht wurde, man sich an die bereits Verstorbenen und die gemeinsamen Erlebnisse erinnerte. Dann war auch dieser schöne Moment Geschichte.

Die Tante wohnt alleine in einem kleinen Haus in der Nähe von Bautzen in sehr einfachen Verhältnissen und hat sich immer dagegen gewehrt, an ihrer Wohnsituation Veränderungen vorzunehmen zu lassen. So gibt es bei ihr noch immer Kohle-Heizung, und einmal die Woche gehört die Ganzkörperpflege (mit Waschschüssel) mit Hilfe eines Pflegedienstes zum Pflicht-Programm. Der Pflegedienst kommt zweimal täglich (Tabletten-Abgabe, Strümpfe anziehen, Augen tropfen und Hilfe bei der Morgenwäsche), ein fahrbarer Mittagstisch versorgt sie täglich mit Essen. Für kleinere Arbeiten am und im Haus sorgt ein Hausmeisterdienst. Dieser sorgt auch im Herbst und Winter für das Feuern der Öfen. Die Malteser haben eine ehrenamtliche Kraft für die wöchentlichen Spaziergänge bereitgestellt, der auch für unsere Tante ein willkommener Gesprächspartner ist. Für die hauswirtschaftliche Betreuung, kleiner Abwasch, Staub saugen, Waschmaschine bedienen u. ä. sorgt eine Dame, die über den Pflegedienst organisiert wurde. Sie sorgt auch für zusätzliche Unterhaltung unserer Tante, die sich schon immer auf diesen Tag freut.

Unsere Tante war bis zum 88. Lebensjahr eine sehr aktive und zupackende Frau. Sie hatte ihr eigenes „Netzwerk“ von Bekannten aus dem Dorf, die ihr bei der Erledigung besonderer Arbeiten dann auch zur Seite standen. Ihr ganzer Stolz waren ihr kleiner Vorgarten, ihre Katze und ihre Hühner. Sie hatte ihre täglichen Arbeiten, die keinen Aufschub verlangten, ihr Tag war fest strukturiert.

Mit knapp 90 war dann eine Hüft-OP erforderlich, die sie sehr gut bewältigte. Sie konnte nach einer relativ kurzen Pause wieder im Außenbereich, vor allem im geliebten Garten, wirken. Die Hühner schaffte sie jedoch ab, da sie das als Belastung empfand. Die körperlichen Beeinträchtigungen wurden jedoch in der Folgezeit stärker. Es war unumgänglich, die schon vorstehend beschriebenen Hilfestellungen, wie Pflegedienst, Haushaltshilfe, Hausmeisterdienst, Betreuungsleistung, fahrbarer Mittagstisch, Hausnotruf und die fortwährende soziale Betreuung zu organisieren. Sehr hilfreich war auch die finanzielle Unterstützung der Pflegekasse bei der Verbesserung des Wohnumfeldes. Das bedeutete, die Entfernung der Schwellen im Haus, um die Sturzgefahr zu minimieren.

Die vorstehend beschriebene Lebenssituation unserer Tante soll einfach ein Beispiel darstellen, wie man seinen Lebensabend gestalten kann. Für uns war es nie eine Option, sie dazu zu drängen, ihr Haus aufzugeben und in ein Seniorenwohnheim zu ziehen. Das wäre sicher für uns als einzige Angehörige ein einfacher Weg gewesen, ein Problem zu lösen. Für unsere Tante Anna wäre es eine Katastrophe, da sie sicher mit diesen Veränderungen nicht zurecht gekommen wäre. Sie nach Berlin zu holen, wäre ebenfalls keine Alternative. So hat sie die Möglichkeit, weitgehend selbstbestimmt zu leben. Meine Frau fährt in kurzen Zeitabständen zu ihrer Tante. Das sind für Tante Anna die schönsten Tage, wobei sie ansonsten täglich miteinander sehr lange telefonieren.

Ich möchte Ihnen in den nächsten Ausgaben des „Goldenen Herbstes“ eine Übersicht über die unterschiedlichen Wohnformen im Alter geben und Ihnen aufzeigen, mit welchen praktischen und finanziellen Beihilfen Sie durch Ihre Pflegekasse rechnen können.

Die Pflegestützpunkte in Treptow-Köpenick beraten Sie in allen Fragen zu „Wohnen im Alter“ und unterstützen Sie bei Fragen zur Pflege.

  • Standort Hans-Schmidt-Straße
    Hans-Schmidt-Straße 18, 12489 Berlin,
    Tel: 0800 265 080 27450, Fax: 0800 265 080 27455
    E-Mail: adlershof@pspberlin.de
    Sprechzeiten: Dienstag 09:00 – 15:00 Uhr und Donnerstag 12:00 – 18:00 Uhr
  • Standort Myliusgarten
    Myliusgarten 20, 12587 Berlin,
    Tel: 030 – 25 92 82-45, Fax: 030 – 25 92 82-50
    E-Mail: friedrichshagen@pspberlin.de
    Sprechzeiten: Dienstag 09:00 – 15:00 Uhr und Donnerstag 12:00 – 18:00 Uhr
  • Standort Spreestraße
    Spreestraße 6, 12439 Berlin,
    Tel: 030 – 47 47 47 02, Fax: 030 – 47 47 47 03
    E-Mail: treptow@pspberlin.de
    Sprechzeiten: Dienstag 09:00 – 15:00 Uhr und Donnerstag 12:00 – 18:00 Uhr
  • Außenstelle Fürstenwalder Allee
    KIEZKLUB Rahnsdorf,
    Fürstenwalder Allee 362, 12589 Berlin,
    Tel: 0800 26 50 80 27450
    Sprechzeiten: jeden 1. Mittwoch im Monat 09:00 – 12:00 Uhr, nur nach Anmeldung

Martin Schmidt-Bugiel

Soziale Verantwortung sieht anders aus …

Große Aufregung bei unserer Tante, sie ist schon im 99. Lebensjahr und wird im Alltag durch einen Pflegedienst versorgt. Dieser hat ihr ein zweiseitiges Schreiben zugestellt, das sie nicht verstanden hat. In diesem Schreiben steht, dass mit Wirkung vom 1. März 2020 den gestiegenen Kosten des Pflegedienstes Rechnung getragen wird und der Stundensatz bei den Betreuungs- und Entlastungsleistungen erhöht wird. Sie habe nun die Möglichkeit, die haushaltsnahe Dienstleistung um eine halbe Stunde, von bisher monatlich 4 auf 3 ½ Stunden, zu reduzieren oder alternativ eine Preiserhöhung von knapp 14 % zu akzeptieren.

Um es noch einmal in Erinnerung zu bringen, pflegebedürftige Menschen haben die Möglichkeit, unter anderem Pflegegeld zu beantragen und zudem die pflegerischen Bemühungen über den Pflegedienst mit der Pflegekasse direkt abrechnen zu lassen. Der Gesetzgeber hat die Notwendigkeit erkannt, dass neben den pflegerischen Bemühungen auch haushaltsnahe Dienstleistungen erforderlich sind und hat dafür einen Betrag von monatlich 125,00 EUR über die Pflegekasse zur Verfügung gestellt. Das war jedoch keine finanzielle Zuwendung, über die der Betroffene frei verfügen konnte, sondern er musste diese Dienstleistung über den ambulanten Pflegedienst, mit gesonderter Zertifizierung, in Anspruch nehmen. Soweit so gut.

Bei der Verhandlung mit dem Pflegedienst in der oben beschriebenen Angelegenheit ist mir besonders bewusst geworden, dass der Pflegedienst in erster Linie ein wirtschaftliches Unternehmen ist und sich so verhält. Kann man das dem Unternehmer verübeln oder liegt es daran, dass der falsche Ansatz durch die Politik gewählt wurde, um Menschen im Alter und bei Pflegebedürftigkeit die Chance zu geben, am gesellschaftlichen Leben angemessen teilhaben zu können.

Eine weitere, nicht zu vermittelnde Belastung sind die Investivkosten und die Ausbildungsumlage, die zu Lasten der Betroffenen, den zu pflegenden Menschen, geht. Kein Wirtschaftsbetrieb kann sich erlauben, Kosten, die seine Existenz gewährleisten, offensichtlich gesondert an seine Kundinnen und Kunden weiterzureichen. Kosten, die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes dienen (Investivkosten), und Aufwendungen, die zur Zukunftssicherung des Geschäftsbetriebes (Ausbildungsumlage) gehören, sind Bestandteil der betriebswirtschaftlichen Ermittlung von Kostenstellen. Wenn die Gesundheitspolitik diese Kosten aus der betriebswirtschaftlichen Gesamtrechnung herausnimmt und den betroffenen Menschen ausschließlich zuschlägt, so ist das unredlich.

Die hier aufgezeigten Beispiele sollen deutlich machen, dass die Pflegeversicherung in der derzeitigen Gestaltung kein geeigneter Weg ist, sozialen Frieden und noch weniger soziale Sicherheit für die betroffenen Menschen zu erreichen. Sie dient dazu, einen von der Politik gestalteten Gesundheitsmarkt zu bedienen, in dem nur noch um Anteile für jeden Dienstleister gerungen wird.

Martin Schmidt-Bugiel

Mut zur Fantasie – Im FUTURIUM ...

geht es immer um die Frage: Wie wollen wir leben?

Berlin hat eine große Anzahl von Museen zu bieten. Ich hatte Gelegenheit, ein neues Museum kennenzulernen, das seit Mitte des Jahres seine Pforten geöffnet hat.

In diesem Museum ist viel Fantasie gefragt, Mut ist gefordert, gewohnte Wege zu verlassen und über Veränderungen nachzudenken. Es Anderen, den Expertinnen und Experten, den Politikerinnen und Politikern zu überlassen, sich Gedanken über ein neues Zukunftsbild zu machen, ist ein nicht wieder gut zu machender Fehler. Wir sind gefragt, unsere Visionen zu entwerfen und sie auf den Prüfstand zu stellen und um deren Verwirklichung zu kämpfen. Dieses Museum gibt Ihnen Anstöße diesen Weg zu beschreiten.

In drei große Denk-Räume, mit den Schwerpunkten Mensch, Technik und Natur ist das FUTURIUM gestaltet. Es beginnt mit dem Bereich der „großen Beschleunigung“, in dem dargestellt wird, wie der Mensch seine Welt verändert und versucht hat, seine Lebensbedingungen zu verbessern. Als prägnantes Beispiel wird am Konsumhunger aufgezeigt, dass Entwicklungen auch ihre Kehrseite haben. Unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind in Gefahr. Wie unsere Zukunft sich entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab. Nicht alle können wir steuern, Vieles haben wir jedoch durch unser Verhalten, durch unsere Visionen, Träume, unsere Ideen und Erfindungen in der Hand und können Einfluss nehmen.

Im Denk-Raum Technik begeistern Roboter, fliegende Autos, Städte im Weltall. Neue Technologien entstehen oft aus Ideen und großen Träumen, die auch oft an die Grenzen des Machbaren stoßen. Solche Technologien begeistern und gleichzeitig machen sie skeptisch. Häufig fühlen wir uns hilflos. Doch Maschinen sind keine eigenständigen Lebewesen. Selbst die schlauesten Roboter sind programmiert und steuerbar. So sollte es auch an uns liegen mitzuentscheiden, welche Technologien wir entwickeln und nutzen und welche Regeln für ihren Einsatz gelten. Hier sind wir auch mit unseren ethischen, moralischen Überlegungen erst am Anfang.

Im Denk-Raum Natur wird die Besucherin bzw. der Besucher konfrontiert mit dem Spannungsfeld Industrie-Entwicklung und dem Anspruch der Menschen auf unberührte Lebensräume. Es wird die Frage in den Raum gestellt: „Können wir uns noch eine Welt ohne Müll vorstellen?”.

Spannende Denkanstöße werden der Besucherin bzw. dem Besucher gegeben, die sie bzw. ihn auch noch lange anregen, über die drei Denk-Räume Mensch, Technik und Natur intensiv nachzudenken. In jedem Fall lohnt sich ein Wiederholungs-Besuch des FUTURIUMS.

Martin Schmidt-Bugiel
Ihr Seniorenvertreter

Das FUTURIM finden Sie am
Alexanderufer 2, 10117 Berlin
Telefon: 030-30 40 818 970
Internet: www.futurium.de

Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Fr, Sa, So: 10.00 bis 18.00 Uhr
Do: 10.00 bis 20.00 Uhr
Di: Geschlossen

Der Eintritt in die Ausstellung und das FUTURIUM Lab ist derzeit noch kostenfrei.

Veranstaltungen Senioren-Universität

Wir laden Sie herzlich ein, die Veranstaltungen der Senioren-Universität an der

  • Volkshochschule Treptow-Köpenick
    Baumschulenstr. 29 – 81 in 12437 Berlin

zu besuchen.

Es gibt viele interessante Veranstaltungen zu den Themenfeldern Politik und Kultur sowie Fremdsprachen und Medienkompetenz. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist entgeltfrei, außer für folgende Termine:

  • Für den Geführten Besuch des Barberini “Monet.Orte” (TK-2100-F) ist ein Eintrittspreis von 10,00 Euro pro Person für die Gruppenbuchung im Barberini zu entrichten, der direkt vor Ort bereit zu halten ist. Für den Restaurant-Besuch (moderiertes Kunstgespräch) sollten ebenfalls Ausgaben für Speisen und Getränke nach Wahl eingeplant werden.
  • Ein Ticket für das Schiff für die Stadtführung per Schiff auf den Spuren einer “glanzvollen Zeit” (TK-1097-F) kostet 12,00 Euro. Getränke, Kaffee und Kuchen können an Bord erworben werden.

Auflistung aller Veranstaltungen der Senioren-Universität:

POLITIK UND KULTUR

“Berlin – ein Hexensabbat” – Bertolt Brecht, ein Dichterschicksal im 20. Jahrhundert
Mi, 26.02.2020 – 14.00 bis 16.00 Uhr
Dr. Monika Melchert, BSW – Raum 107
TK-2010-F / entgeltfrei

“Eine bedrohte Demokratie verteidigen – 100 Jahre Kapp-Putsch”
Do, 19.03.2020 – 11.00 bis 14.15 Uhr
Reinhard Wenzel, VHS – Saal 209 a
TK-1021-F
entgeltfrei

“Die Sprache ist eine Waffe, halt sie scharf” – Kurt Tucholsky”
So, 18.04.2020 – 14.00 bis 16.15 Uhr
M.A. Stilla Zrenner
Treffpunkt: Buchhandlung Zauberberg (nahe Friedrich-Wilhelm-Platz, U9)
TK-2011-F
entgeltfrei

“Geführter Besuch des Barberini – Monet.Orte”
Fr, 15.05.2020 – 11.00 bis 15.30 Uhr
Michael Brock
Treffpunkt: 11.00 Uhr am Eingang des Barberini
TK-2100-F
entgeltfrei

“Stadtführung per Schiff auf den Spuren einer “glanzvollen Zeit”“
Do, 28.05.2020 – 14.00 bis 17.00 Uhr
Myra Frohreich
Treffpunkt: Alt-Schmöckwitz, Endhaltestelle Tram 68, vor dem
Grundstück Adlergestell 786
TK-1097-F
entgeltfrei

“Bruno Taut und das “Neue Berlin” der Weimarer Republik”
Mi, 10.06.2020 – 14.00 bis 17.00 Uhr
Holsten Henning – VHS – Saal 209a
TK-1098-F
entgeltfrei

FREMDSPRACHEN UND MEDIENKOMPETENZ

“Englisch – Nie wieder sprachlos im Urlaub”
Do, 20.02.2020 – 14.00 bis 16.30 Uhr
Robert Clift – BSW – Raum 209
TK-4018-W-S
entgeltfrei

“Professionelle Internet-Recherche”
Mi, 18.03.2020 – 16.30 bis 18.30 Uhr
Andreas Maisch – VHS – Saal 209a
TK-5074-F
entgeltfrei

“Italienisch – Florenz, Kunststadt der Renaissance”
Di, 31.03.2020 – 16.00 bis 18.30 Uhr
Silvia Donzelli – BSW – Raum 106
TK-4407-F-S
entgeltfrei

“Computer und Internet mit Sicherheit”
Mi, 08.04.2020 – 15.00 bis 17.00 Uhr
Metin Bulut – VHS – Saal 209a
TK-5079-F
entgeltfrei

“Spanisch A 1 – Como se dice “Ich weiß es” en espanol!”
Di, 19.05.2020 – 14.30 bis 17.00 Uhr
Berenice Manzano de Noffke – BSW – Raum 108
TK-4323-F-S
entgeltfrei

“Spanisch – La Panamerica: eine virtuelle Reise auf Deutsch”
Fr, 12.06.2020 – 14.30 bis 17.00 Uhr
Berenice Manzano de Noffke – BSW – Raum 108
TK-4329-F-S
entgeltfrei

Um vorherige Anmeldung zu den Veranstaltungen wird gebeten.

Tel.: 90297-4063, Fax: 90297-4050
E-Mail: anmeldung@vhstk.de oder
per Post: Volkshochschule Treptow-Köpenick, Baumschulenstr. 79 – 81, 12437 Berlin

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Senioren-Universität der Volkshochschule Treptow-Köpenick.

Nachruf

Wir haben Abschied genommen von

Prof. Dr. Florian Osburg

In einer sehr bewegenden Trauerfeier für einen lieben Freund und Mitstreiter der Seniorenvertretung haben wir am 21. November 2019 Abschied genommen von Prof. Dr. Florian Osburg. Er war unser ältestes Mitglied in der Seniorenvertretung und setzte sich unermüdlich für die Interessen der Seniorinnen und Senioren ein. So war er z.B. im Pflegeheim seiner inzwischen ebenfalls verstorbenen Frau als Heimfürsprecher und mit einer Veranstaltungsreihe “Presseschau” aktiv. Er organisierte einen Erfahrungsaustausch zwischen den Pflegeheimen in Treptow-Köpenick. In Altglienicke hat er sich unermüdlich für eine bessere Hausarztversorgung eingesetzt sowie einen KIEZ-Spaziergang für die Seniorenvertretung initiiert, damit die Bewohner des Kosmos-Viertels die Möglichkeit erhalten, ihre Sorgen und Nöte an berufener Stelle deutlich zu machen. Florian Osburg hat sich besonders um die Geschichte und die Bedeutung des Taut-Viertels, z.B. in Form von Führungen, verdient gemacht.

Bei der Trauerfeier auf dem Waldfriedhof Grünau haben die Töchter und Enkelinnen in bewegenden Beiträgen die trauernden Freunde und Weggefährten Anteil nehmen lassen an seinem erfüllten Leben.

Für die Seniorenvertretung – Christine Schulze

Mit dabei am 01. Mai 2019

Auch an dem diesjährigen 1. Mai führte die Seniorenvertretung zwei Informationsstände durch. Diesmal auf dem Schloßplatz und dem Schüßlerplatz.

Aufstellung von Parkbänken im Müggelwald

Für viele Bewohnerinnen und Bewohner des Allende-Viertels sind der Müggelsee oder der Spreetunnel Ausflugsziele. Ob erholsamer Spaziergang, Wandern, Joggen, Walken oder Radfahren, der Uferwanderweg entlang der Müggelspree wird immer beliebter.

Nur zwei Gruppen konnten diesen Weg nicht richtig nutzen: älter werdende Menschen, deren Anteil an der Wohnbevölkerung auch im Allende-Viertel immer größer wird, und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Deshalb hat sich die Initiative Parkbänke, in der auch Mitglieder der Seniorenvertretung aktiv sind, dafür eingesetzt, dass Parkbänke entlang des Uferwanderweges und der Dahlienstraße aufgestellt werden.

Nachdem im letzten Jahr Parkbänke am Uferwanderweg aufgestellt werden konnten, sind jetzt zum Frühjahrsbeginn drei weitere Parkbänke entlang der Dahlienstraße und weiter bis zur Spree hinzugekommen. Damit hat die Initiative Parkbänke ihr gestecktes Ziel, sechs Parkbänke als Ruhepunkte beim Spaziergang im Müggelwald aufzustellen, erreicht.

Besonderer Dank gilt der Revierförsterin Frau Knöffel-Mosch und den Forstmitarbeiterinnen und Forstmitarbeitern, die das Aufstellen der Parkbänke übernommen haben. Auf Hinweis mehrerer Fußgängerinnen und Fußgänger konnten wir auch breitere Rückenlehnen an allen Parkbänken installieren.
Die Parkbänke wurden von „BENN Allende-Viertel“ und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft „degewo“ finanziell gesponsert, auch dafür gilt unser Dank.

Uwe Doering

Seniorinnen und Senioren kämpfen um ihren KIEZKLUB

Ein wichtiger sozialer Treffpunkt, nicht nur für Seniorinnen und Senioren, sind die KIEZKLUBs in Berlin. Mit derzeit 10 funktionierenden KIEZKLUBs nimmt Treptow-Köpenick eine Vorbild-Funktion ein. Sie bieten allen Altersgruppen die Möglichkeit des Austauschs, der Kontaktpflege, der sportlichen Aktivität, der sinnvollen ausgefüllten Freizeitbeschäftigung. Die räumlichen Möglichkeiten der KIEZKLUBs werden gerne genutzt von der Volkshochschule sowie von Vereinen und Initiativen, auch um Netzwerke zu bilden und zu pflegen.

Vor gut 2 Jahren setzte sich der damalige Amtsleiter für Soziales, Herr Meißner, dafür ein, dass der KIEZKLUB Treptow-Kolleg, der unter extremer Raumnot litt, eine neue Bleibe erhalten sollte. Vorgesehen war der Standort in der Mörikestraße. Vorplanungen wurden gefertigt, die finanziellen Mittel durch die BVV bereitgestellt. Die Politik, in Person des Bezirksbürgermeisters Oliver Igel und des Bezirksstadtrates für Soziales und Jugend, Gernot Klemm, versäumten keine Gelegenheit, immer wieder darauf zu verweisen, wie wichtig dieser neue KIEZKLUB für die „soziale Arbeit“ im Bezirk ist.

Anfang März des Jahres wurde in der Presse (Tagesspiegel und bezirkliche Presse) publiziert, dass der Bezirk ein Investitionsprogramm von etwa 98 Millionen Euro aufgelegt hat. In diesem Programm ist u. a. vorgesehen, dass die Musikschule neue Standorte erhält und ihre bisherigen Räumlichkeiten der bezirklichen Verwaltung zu Gute kommen. Die neuen Standorte der Musik-schule sind in Johannisthal und in der Mörikestraße. Es wurde der Eindruck erweckt, dass dieses zu Lasten des geplanten Neubaus KIEZKLUB Treptow-Kolleg erfolgen sollte.

Die Empörung unter den Besucherinnen und Besuchern des KIEZKLUBs war sehr groß. Der Vorsitzende des Beirates, Martin Schmidt-Bugiel, hat in Abstimmung mit der Seniorenvertretung Herrn Klemm zu einer Informationsveranstaltung in den KIEZKLUB eingeladen, um zu erfahren, welche Inhalte und Auswirkungen das Investitionsprogramm auf den KIEZKLUB hat.

Herr Klemm, der mit seiner neuen Amtsleiterin für Soziales, Frau Wallukat, den Termin wahrnahm, erläuterte sehr ausführlich die Inhalte des Investitionsprogramms. Es sind darin vorgesehen u. a.

  • Neubauten im Allende-Viertel,
  • Ausbau Dachgeschoss KIEZKLUB Haus der Begegnung,
  • Ersatz-Neubau für den KIEZKLUB KES (da ist aber weder ein Standort noch eine Zeitfolge absehbar),
  • Erweiterungsbau für den KIEZKLUB Gerard Philipe,
  • geplant ist ferner auf dem Areal des Güterbahnhofs Köpenick ein Neubau.

Als Ersatzstandort für den KIEZKLUB Treptow-Kolleg war die Dornbrunner Straße im Gespräch, dies ist jedoch durch einen vorgesehenen KITA-Neubau nicht realistisch. Nach einer Besichtigung des Treptow-Kollegs am 11.03.19, mit der Bezirksstadträtin Frau Flader und Herrn Kurz vom Facilitymanagement des Bezirksamtes, hat sich Herr Klemm darauf festgelegt, den Flachbau auf dem Gelände des KIEZKLUBs Treptow-Kolleg durch einen Neubau für den KIEZKLUB zu ersetzen. Frau Dr. Hambach, Vorsitzende der Seniorenvertretung, drängte noch einmal darauf, dass die Mittel für die Dornbrunner Straße auf den jetzt festgelegten Standort übertragen werden müssen und ein entsprechender Antrag der BVV zugeleitet werden muss, um eine Verbindlichkeit zu erreichen.

Herr Klemm stellte noch einmal seine Bemühungen dar, die personellen Probleme in den KIEZKLUBs nachhaltig lösen zu wollen. Er versicherte, dass der Beirat und die KIEZKLUB-Leiterin im Prozess der Planung des KIEZKLUBs einbezogen werden und regelmäßig Bericht erhalten über den Fortschritt. Er sieht einer Realisierung sehr optimistisch entgegen und möchte die Grundsteinlegung noch in seiner Amtszeit erleben. Die Besucherinnen und Besucher haben durch ihre Fragen dazu beigetragen, dass Herr Klemm, den Stellenwert und Notwendigkeit für einen Neubau des KIEZKLUBs Treptow-Kolleg realistisch einschätzt.

Martin Schmidt-Bugiel
Seniorenvertreter in Treptow-Köpenick

Heimgespräch im Vitanas-Seniorenheim in der Parisiusstraße

Als Mitglied der Seniorenvertretung und Heim-Fürsprecher nahm ich am 21. Februar 2019 am Heimgespräch teil – wie immer war es mit ca. 15 Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern eine gemütliche und interessierte Runde. Zur Sprache kamen folgende Themen:

  • Im schönen Garten hinter dem Heim war ein großer Baum gefällt worden, der
    Sicht-, Lärm- und Sonnenschutz spendete. Der Heimleiter, Herr Petermann, informierte, dass der Baum krank und sturzgefährdet war. Er nahm den Wunsch entgegen, bei größeren Eingriffen in die Garten-Natur vorher zu informieren.
  • Zur Information der Ergotherapeutin über nunmehr wöchentliche Ausflüge wurden folgende Wünsche genannt – jährlicher Großausflug in den Tierpark oder eine Dampferfahrt, bei den kleinen Ausflügen (jeweils 6 Personen) sollte vorher Ziel angeben gemacht werden, keine Fahrten mehr ins Blaue (bisherige Praxis in Abhängigkeit von der Teilnehmerzahl).
  • Schaffung von mehr Klarheit bei Therapie-Verschreibung zu Bedingungen und der Realisierung. Zum nächsten Heimgespräch erfolgt Einladung an die Leiterin der für uns zuständigen Praxis.
  • Klagen über zu häufig nicht warmen Essens / Klärung mit den Bereichsleitern (3), manchmal von der Menge her zu wenig Kaffeeangebot, Eisbein-Ankündi- gung bestände in der Realität nur als Fleisch-Schnipsel.
  • Hinweis eines Ex-Bauleiters zur Anschaffung einer Automatik-Tür zum Speiseraum (besserer Zugang für Rollstuhlfahrer).
  • Ebenso zur Reparatur an Türen im Erdgeschoss nach einem Einbruch im Herbst 2018 (Hinweis des Heimleiters – wird von der Versicherung trotz mehrfacher Anmahnung bisher verschleppt – mehr Druck wird angemahnt!). * Unzufriedenheit wird über die gelegentliche Nutzung der Toiletten im Erdgeschoss als öffentliche Toilette geäußert – Hinweis des Heimleiters auf den Charakter des Heims als offenes Haus mit frei zugänglichem Café und Mittagstisch.
  • Frage nach dem Katastrophen-Schutz und Vorkehrungen bei Wiederholung des Total-Ausfalls von elektrischer Versorgung (dazu Erläuterungen des Heimleiters - Stromaggregat vorhanden, Zugänglichkeit der 3 Nottreppen im Haus, Stilllegung der Fahrstühle, mit der Feuerwehr abgestimmter Evakuierungsplan, jährliche Brandschutzübung unter Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dr. Florian Osburg

Gartenpflege im Büchnerweg 44

Nachdem die Gartenpflege des Hinterhofe und des Vorgartens nicht sehr gut funktionierte haben die Mieterinnen und Mieter des Hauses Büchnerweg 44, 12489 Berlin, die Gartenpflege selbst in die Hand genommen. Der Vermieter war damit einverstanden. Herr Volker Breyer übernahm die ehrenamtliche Aufgabe, diesen Garten neu zu gestalten und fand Unterstützung bei einem Teil der Mieterinnen und Mieter. Der Garten und auch der Vorgarten hat sich zu einem sehenswerten Kleinod entwickelt, das zum Verweilen einlädt.

Hier noch einmal einen herzlichen Dank für sein Engagement, das man gar nicht hoch genug schätzen kann.

Das „Ehrenamt“ nicht überfordern! ...

In vielen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens ist die Unterstützung durch ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger unverzichtbar. Im sozialen Umfeld besuchen Ehrenamtliche ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger und gratulieren im Namen der Bezirksverwaltung zu runden Geburtstagen. Mitglieder der Sozialkommissionen kümmern sich um Menschen, die durch körperliche und seelische Belastungen nicht mehr so mobil sind. Begleitdienste werden in der Regel durch „Ehrenamtliche“ wahrgenommen. In den Kiezklubs, in denen nur eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter hauptamtlich tätig ist, ergänzen ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger und übernehmen wichtige Aufgaben, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Im Bereich der Telefonseelsorge, bei der TAFEL, im Hospizdienst und bei vielen Vereinen übernehmen ehrenamtliche Mitarbeitende einen großen Teil der Aufgaben. Im Bereich der Justiz sind die Schöffinnen und Schöffen ein Teil der Rechtspflege und auch die bezirklichen Schiedsfrauen und Schiedsmänner entlasten bei Nachbarschaftsstreitigkeiten und bei bestimmten Vorfällen im Bereich des Strafrechtes unsere Amtsgerichte.

Denken Sie an die vielen Vereine und Gruppen, an die kulturellen und musischen Bildungseinrichtungen, die ohne ehrenamtliches Egagement nicht denkbar wären.
Bei vielen Menschen hat sich tief eingeprägt, dass ehrenamtliche Arbeit Dienst an unserer Gesellschaft ist und verbinden dies mit einer Tätigkeit, die ohne finanziellen Ausgleich der eingebrachten „Arbeitsstunden“ stattfindet.

Wenn Menschen sich außerhalb ihrer Berufstätigkeit, sei es nebenberuflich oder auch nach ihrem Berufsleben, als “Ruheständlerin” oder “Ruheständler“, mit speziellen Erfahrungen, mit besonderen Kenntnissen und Begabungen, mit ihrer Lebenserfahrung in diese Gesellschaft einbringen, ist dies eine Form der Wertschätzung, die der Einzelne unserer Gemeinschaft entgegenbringt. Dies entsprechend anzuerkennen ist das Mindeste, was man diesem Engagement entgegenbringen sollte.

Die leuchtenden Augen der Kinder und Jugendlichen bei sportlichen Erfolgen sind für die Trainerinnen und Trainer in den Vereinen eine Anerkennung ihrer Bemühungen. Als Ansprechpartnerin und Ansprechpartner gefragt zu sein, ist ebenfalls eine Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit. Kein Mensch neidet den als Trainerin oder Trainer tätigen Mitgliedern der Vereine ihre Aufwandsentschädigung, die sie für ihr ehrenamtliches Engagement erhalten.

In den Kiezklubs und auch in den Sozialkommissionen sowie sozialen Einrichtungen sieht es dagegen nicht gut aus. Hier entsteht der Eindruck, dass die Personalnot zu Lasten von ehrenamtlich tätigen Menschen geht. Hier sei nur das Beispiel der Kiezklubs angeführt. Die Personalausstattung ist mehr als unzureichend. Die Kiezklub-Leiterinnen und Kiezklub-Leiter sind aus eigener Kraft nicht in der Lage, kontinuierlich den Betrieb aufrecht zu halten. Ihre Arbeit beschränkt sich auf administrative Tätigkeiten, den Einsatz von Helfenden, die aus dem Ehrenamt kommen oder aus Beschäftigungsmaßnahmen, die zeitlich begrenzt sind. Die ehrenamtlich tätigen Menschen bekommen für ihr Engagement keinen finanziellen Ausgleich des erheblichen zeitlichen Aufwandes. Die Mitarbeitenden, die aus einer Beschäftigungsmaßnahme kommen, erhalten in der Stunde 1,80 Euro, müssen aber aufpassen, dass sie zeitliche Begrenzungen und Verdienstgrenzen berücksichtigen, damit ihnen kein finanzieller Nachteil entsteht.

Meiner Einschätzung nach ist dies ein unhaltbarer Zustand. Das Argument der knappen bezirklichen oder Landeskassen ist für mich nicht nachvollziehbar. Die öffentlichen Lasten für die Bürgerinnen und Bürger sind immer stärker zu spüren in allen Lebensbereichen. Dabei ist es offensichtlich, dass die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung der Kostenbelastung der Bürgerinnen und Bürger nicht entspricht. Es ist dringend erforderlich, dass Mitarbeitenden, die aus einer Beschäftigungsmaßnahme tätig sind, eine deutliche Verbesserung ihrer Vergütung und auch die ehrenamtlich Tätigen einen angemessenen fianziellen Ausgleich ihres Zeitaufwandes erhalten. Es ist nicht ausreichend diese einsatzfreudigen Menschen mit einem „Taschengeld abzuspeisen“. Es muss zu einer intensiven und ehrlichen Diskussion kommen. Es ist ein krasses Missverhältnis, dass Bildungsträger und „Netzwerke“ für ihre verwaltende Tätigkeit fianziell ausgestattet werden, die Betroffenen jedoch weiterhin in einer prekären Situation verbleiben.

In diesen Tagen wird wieder verstärkt um Bewerbungen für das Schöffenamt geworben. In den vergangenen Jahren war es häufig so, dass die Anzahl der verpflichteten Schöffinnen und Schöffen derart groß war, dass häufig ihr Einsatz nur in geringem Maße stattfand. Ich finde, hier spielt die Justizverwaltung mit dem guten Willen der Schöffinnen und Schöffen, was dem Ehrenamt nicht gut bekommt. Die Abrechnung der Vergütung ist intransparent, da es keine schriftliche Abrechnung mit den Schöffinnen und Schöffen gibt.

Beim Amt der Schiedsfrauen und Schiedsmänner ist die gesetzliche Grundlage hinsichtlich des Aufgabenbereiches, der Kostenerhebung und der Kostenerstattung dringend durch den Gesetzgeber zu überarbeiten, da die ehrenamtlich tätigen Schiedsfrauen und Schiedsmänner sehr verunsichert sind durch unklare rechtliche Verhältnisse. Durch eine aktive Unterstützung durch Bezirksämter und Amtsgerichte, vor allem der Justizverwaltung, könnten die Schiedsfrauen und Schiedsmänner eine noch wesentlich effektivere Arbeit leisten.

Martin Schmidt-Bugiel,
Ihr Seniorenvertreter in Treptow-Köpenick

Raus aus dem Erwerbsleben – AKTIV in den Un-Ruhestand ...

Endlich keinen Zwängen unterworfen zu sein, wer wünscht sich das nicht. Wenn man schon in seinem Berufsleben die Gelegenheit genutzt hat, einem Hobby nachzugehen, ist das die Chance, losgelöst von täglichen Erfordernissen, sich endlich zu entfalten. Das können ganz einfach die Briefmarkensammlung, die unzähligen Bilder und Videos sein, die doch recht viel Zeit erfordern, um sie zu sortieren und zu pflegen. Es kann aber auch der PC sein, manchmal ein ungeliebtes Arbeitsmittel, jetzt ist er der Schlüssel für neue Erfahrungen, wenn man zum Beispiel ein Album seiner Urlaubs-Erlebnisse oder einen Video-Film zusammenstellt. Die zahlreichen kostenlosen oder preiswerten Programme bieten eine Fülle von Möglichkeiten, es ist jedoch gar nicht so einfach, seine Ideen umzusetzen. Man merkt manchmal gar nicht, wie viel Zeit dieses Hobby verschlingt.

Nicht vergessen möchte ich zu erwähnen, dass endlich auch Zeit für Reisen, außerhalb der Saison, zur Verfügung steht. Es muss ja nicht immer gleich eine Weltreise sein. Kurzreisen, Städtereisen, eine Fülle von preiswerten Angeboten macht die Auswahl nicht einfach. Es kann aber auch der Garten sein, in den man schon so viel Energie hineingesteckt hat. Dort Neues auszuprobieren, der „Laube“ zu neuem Glanz zu verhelfen oder einfach mal mit Freunden zu feiern, ohne daran zu denken, am nächsten Morgen früh zur Arbeit gehen zu müssen. Das sind unschätzbare Freiheiten, die es gilt, auch einmal zu genießen.

Eine andere Form, seinen Lebensabend AKTIV zu gestalten, ist das ehrenamtliche Engagement. Da bietet unser Bezirk eine Fülle von Möglichkeiten. Im sozialen Umfeld werden immer Menschen gesucht, die zum Beispiel die hochbetagten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu Geburtstagen aufsuchen und die Glückwünsche des Bezirks überbringen. Dies geschieht in den extra eingerichteten Sozialkommissionen unseres Bezirks, die auch andere Formen der ehrenamtlichen Mitwirkung anbieten. Zum Beispiel kann man als Redakteurin oder Redakteur ehrenamtlich beim Seniorenmagazin mitwirken, im Besuchsdienst ältere, nicht mehr gehfähige Mitbürgerinnen und Mitbürger, aufsuchen, ihnen das Gefühl vermitteln, dass sie nicht allein sind, im Bedarfsfall auch Hilfeleistungen organisieren, wenn man bei diesen Besuchen ein Defizit feststellt.

Viele Pflegeeinrichtungen sind dankbar, wenn sie Unterstützung durch helfende Hände erhalten, zum Beispiel beim Besuchen von Bewohnerinnen und Bewohnern oder deren Begleitung bei kleinen Ausflügen. Man kann als Schiedsfrau oder Schiedsmann mitwirken, um nachbarschaftliche Streitsituationen zu klären, das Engagement in den politischen Parteien möchte ich nicht unerwähnt lassen – unter dem Motto: Nicht meckern, sondern mitgestalten.

Einen breiten Raum nimmt die ehrenamtliche Arbeit in den 10 KIEZKLUBs unseres Bezirkes ein. Die Fülle des Angebotes an Freizeit-Aktivitäten, wie Briefmarken, Chor, Computer, Elterncafé, Frauenfrühstück, Gedächtnistraining, Keramik, Kindertanz, Kinderturnen, Klöppeln, Kultur, Line Dance, Literatur, Malen, Männersport, QiGong, Schach, Schneiderwerkstatt, Schreibwerkstatt, Skat, Sport, Sprachen, Steppgruppen , Tai Chi, Tanz, Theater, Trommeln, Walking, Wirbelsäulengymnastik, Yoga erfordern viele helfende Hände, die bei den Vorbereitungen der Veranstaltungen helfen.

Martin Schmidt-Bugiel
Ihr Seniorenvertreter

Hier ein paar hilfreiche Kontakt-Adressen:

  • Bezirksamt Treptow-Köpenick
    Amt für Soziales
    Bürgerschaftliches Engagement und KIEZKLUBs
    Hans-Schmidt-Str. 18, 12489 Berlin
    Tel.: (030) 90297-6085, Fax: (030) 90297-6146
  • STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick
    Oberspreestr. 182, 12557 Berlin
    Tel.: (030) 24 35 85 75, Fax: (030) 68 07 41 61

Seniorenvertretung Treptow-Köpenick engagiert sich für neue Arztpraxen im Stadtbezirk

Anlässlich unseres „Spazierganges“ durch das Kosmos-Viertel in Altglienicke, bei dem wir konkret vor Ort Probleme vor allem älterer Menschen kennen lernen wollten, wurden wir u.a. mit der katastrophalen Unterversorgung mit Hausärzten konfrontiert.

Es praktiziert nur noch eine einzige Hausärztin, die total überlastet ist. Die Anzahl der Einwohner im Viertel, die verzweifelt eine hausärztliche Versorgung suchen – und nicht finden, wächst. Hier geht es um ca. 6.000 Bewohner, dazu kommen als Folge umfangreicher Wohnungsbauten täglich Neubürger hinzu!

Wir gehen von der Notwendigkeit eines eigentlich vertretbaren Versorgungsgrades von 1:1.000 aus!

Für die Anzahl von Hausarztpraxen und deren Aufteilung auf die Berliner Stadtbezirke ist als Standesvertretung der Ärzte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) amtlich und verbindlich zuständig.
Und diese Verteilung war seit etwa 5 Jahren festgeschrieben – unabhängig von unterschiedlicher Verteilung in ost- und westberliner Stadtbezirken und unterschiedlicher Flächenausdehnung der Stadtbezirke. Unter dem Druck der o.g. Situation erfolgt z. Zt. eine begrenzte „Entsperrung“ der Anzahl bestehender Arztpraxen und eine zusätzliche Erweiterung der Anzahl der Arztpraxen für 3 Berliner Stadtbezirke, darunter auch für Treptow-Köpenick. Das ist eine einmalige Chance, um die Situation etwas zu entspannen.

Wir sehen als Interessenvertretung älterer Bürger dabei unsere Aufgaben
  • in der Steuerung der Bewerbung vor allem hinsichtlich hausärztlicher Praxen und der besonders bedürftigen Regionen (s. auch das Kosmos-Viertel und in Altglienicke insgesamt, wobei wir wissen, dass es in anderen Ortsteilen auch eine ähnliche Unterversorgung gibt);
  • in der Bereitstellung günstiger Praxisräumlichkeiten (vielleicht auch von Wohn-raum) besonders in Gegenden für neue Ärzte, die mit Blick auf die soziale Situation und dem räumlichen Standort nicht besonders attraktiv sind.

In diesem Sinne werden wir in diesen Tagen an das Bezirksamt (Stadtbezirksbür-germeister und Stadtbezirksrat für Gesundheit) dringlich herantreten und unsere Mithilfe anbieten.

Dr. Florian Osburg
Seniorenvertretung Treptow-Köpenick

Hausgespräch im Vitanas-Seniorenheim am 28. November 2018

In meiner Eigenschaft als Mitglied der Seniorenvertretung und als Heimfürsprecher im Vitanas-Seniorenheim nahm ich am 28. November 2018 am „Hausgespräch“ teil, das alle 2 – 3 Monate stattfindet und sich weiter zu einem Forum der Mitgestaltung des Heimlebens entwickelt.

Anwesend waren 14 Heimbewohnerinnen und Heimbewohner (knapp 10 % der Heimbewohnenden). Fast alle beteiligten sich an einer lebhaften und konstruktiven Diskussion. Wieder war es sehr beeindruckend, wie viele der geistig aktiven Hausbewohnerinnen und Hausbewohner an der Mitgestaltung des Heimlebens teilnehmen möchten.

Diesmal standen Fragen zur Qualität des Mittagsessens im Vordergrund. Kritikpunkte waren die Qualität der Soßen, Kartoffeln, die oft Brei sind, und Vorsuppen sind zu wenig abwechslungsreich.
Zusammen mit dem Heimleiter verständigten sich die Anwesenden über die Reduzierung der Vorsuppen zu Gunsten der Erhöhung der Qualität des Essens. Hierüber sollen Gespräche mit der hauseigenen Küche und dem Großlieferanten unter Mitwirkung der Seniorenvertretung geführt werden. Gleichzeitig gab es die Bitte an regelmäßige Mitesserinnen und Mitesser aus der Verwaltung um kontinuierliche Meinungsäußerung, wie das Mittagessen von ihnen erlebt wird, um noch ein anderes Urteil in Erfahrung zu bringen.

Weiter ging es um die zur Verfügung stehende Zeit für Zuwendung zu Bewohnerinnen und Bewohner durch das Pflegepersonal. Dabei betonen alle, dass das keine Kritik an den Pflegekräften ist, diese „würden alles tun, was in Ihren Kräften stehe“. Hier spiegelt sich nach Ansicht der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner eine völlig unzureichende Situation im Heimbereich wider.
Nachgefragt wurden die Befugnisse der Pflegekräfte, hier das Auf- und Wegräumen von Wassergläsern in der Nacht ohne Zustimmung. Der Heimleiter wird die Vorgänge im zuständigen Wohnbereich klären und erläuterte in diesem Zusammenhang die entsprechenden Vorschriften.

Große Zustimmung und Dankbarkeit wurde zum Tierparkbesuch (22 Heimbewohnerinnen und Heimbewohner und 21 Betreuungskräfte) und zu einem analogen Konzertbesuch geäußert.

Nach vielen Monaten der Ruhe kam es zu einem Gelddiebstahl. Es wurde vom Heimleiter nochmals auf prophylaktisches Verhalten hingewiesen. So sollen nur kleinere Geldbeträge aufbewahrt und die in den Zimmern vorhandenen Verschlussmöglichkeiten genutzt werden. Außerdem besteht die Möglicheit, bei der Hausverwaltung Verwahrkonten einzurichten. Die schnelle Reaktion der Polizei bei der Aufnahme des Vorfalls wurde gelobt.

Angesprochen wurde auch die Begleitung von Bewohnerinnen und Bewohnern zu Zahnarzt-Terminen. Bei bis zu 10 Terminen täglich ist die Begleitung von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern nicht immer möglich. Deshalb ist da, wo möglich, die Einbeziehung von Angehörigen notwendig. Wichtig sind auch vorherige Terminabsprachen sowie die Nutzung der dem Heim gegenüberliegenden Zahnarztpraxis.

Florian Osburg

Kiezspaziergang der Seniorenvertretung durch das Kosmosviertel

Der „Spaziergang“ der Seniorenvertretung durch das Kosmosviertel in Altglienicke fand am 14. November 2018 statt. Wir wollten auf diesem Weg erkunden, ob wir so bestehende Probleme vor Ort besser und konkreter kennenlernen können.

Im Kosmosviertel wohnen etwa 6.000 Menschen. Es gibt dort die städtische Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“, die „Altglienicker Wohnungs-genossenschaft“ und die „Schönefeld Wohnen“. Letztere gehört mit ca. 1.800 Wohnungen einem privaten Investor.

Es bestehen so gravierende soziale Probleme, dass das Viertel als sozialer Brennpunkt im Stadtbezirk gilt. Zur Lösung derselben besteht als Einrichtung der Stadt Berlin ein „Quartiersmanagement“, in dem junge Leute mit Enthusiasmus und Ideen für Veränderung und Stabilisierung der sozialen Lage tätig sind.

Im Kosmosviertel gibt es viel Resignation und wenig bürgerliches Engagement. Hier lebt jedes zweite Kind in Armut, das sagt viel über die soziale Situation aus. Viele Bewohnerinnen und Bewohner sind arbeitslos oder haben prekäre Beschäftigungsverhältnisse. So leben viele, besonders auch Ältere, mit der Angst, die steigenden Mieten insbesondere bei der Schönefeld Wohnen nicht mehr bezahlen zu können.

In Zusammenhang mit der umstrittenen energetischen Sanierung der Wohnbestände der Schönefeld Wohnen ist eine soziale Umschichtung über den Weg der zulässigen Umlagebeteiligung, die die Mieten deutlich erhöht, angelaufen. Äußerst geringen Einsparungen an Energiekosten stehen je nach Wohnungsgröße monatliche Mietpreiserhöhungen von 80 – 180 Euro gegenüber. Für Haushalte mit geringem Einkommen sind diese Mieterhöhungen kaum aufzubringen. Zur gleichen Zeit werden dringend notwendige Instandsetzungsarbeiten, für deren Kosten der Vermieter aufkommen muss, grob vernachlässigt. Als Reaktion auf diese Entwicklung ist eine engagierte Mieterinitiative entstanden.

Wir wollen als Seniorenvertretung in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eine Anfrage zur Wohnsituation älterer Bürgerinnen und Bürger stellen. Was kann das Bezirksamt unternehmen oder wie kann es Seniorinnen und Senioren unterstützen, wenn diese wegen Mietpreiserhöhungen zur Aufgabe ihrer Wohnungen gezwungen werden und nicht wissen, wo sie noch bezahlbaren Wohnraum finden können?

In einer Gesprächsrunde mit einer Hausärztin ging es um die hausärztliche Versorgung. Im Kosmosviertel gibt es nur noch eine Hausärztin, die dem Rentenalter entgegensieht. Bei einer angezielten Versorgung von 1:1000 haben wir im Viertel tatsächlich ein Verhältnis von 1:6000. Als Folge finden sehr viele keinen Arzt mehr und sind verzweifelt – wieder trifft es besonders Ältere wegen ihrer geringeren Mobilität. Für die Zulassung von Arztpraxen ist die Ärztekammer zuständig, die nicht von einer tatsächlichen ärztlichen Versorgung in den Ortsteilen ausgeht, sondern ganz Berlin zu einem Versorgungsgebiet erklärt hat.

Wir wollen uns über einen Antrag beim Bezirksstadtrat für Gesundheit dafür einsetzen, dass eine Standortverteilung „kleinflächig“ – in Relation zur tatsächlichen Ausdehnung der Versorgungsgebiete – erfolgt. Schon bei der Planung neuer Wohngebiete muss die entsprechende soziale Infrastruktur, so auch die ärztliche Versorgung, gebührend berücksichtigt werden. Mit Hausärztinnen und Hausärzten, deren Berentung in Sicht ist, sind Gespräche über Möglichkeiten der Weiterführung ihrer Arztpraxen zu führen. Hierzu gehört auch die Suche nach Ärztinnen und Ärzten, die die entsprechenden Arztpraxen fortführen wollen.

Letzte Station war der Besuch des KIEZKLUBs im Bürgerhaus Altglienicke, bei dem wir die vielfältigen Bereiche der Arbeit und damit verbundene Probleme, aber auch das soziale Engagement der Beschäftigten kennenlernten. Wir werden uns für eine dringend notwendige Gesamtleitung des Bürgerhauses einsetzen. So sollen die Fortführung und die Koordinierung der dringend notwendigen Kinder-, Jugend- und kulturellen Arbeit gesichert werden. Unterstützen werden wir auch die Kenntlichmachung des Klubs durch Hausbeschriftung und Hinweisschilder.

Florian Osburg

Fest zum 1. Mai 2018

1. Mai-Fest auf dem Schloßplatz
Bild: Christine Schulze

Die Seniorenvertretung Treptow-Köpenick war beim 1. Mai-Fest der Partei Die Linke auf dem Schloßplatz mit einem Informationsstand vertreten. Viele Bürgerinnen und Bürger interessierten sich für das ausgelegte Material und stellten auch Fragen zu unserer Arbeit, zum Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz und zur Mobilität

Beratung der Seniorenvertretung mit den Leitern der Heime für stationäre Pflege

Auf Initiative der Seniorenvertretung fand am 26. April 2018 ein Treffen der Leitungen der Heime für stationäre Pflege unseres Bezirkes statt.

Die Seniorenvertretung wollte aus erster Hand die Probleme der Heimpflege und die Erwartungen an die Arbeit der Seniorenvertretung kennenlernen.
In der Vergangenheit hatte es bereits einen Runden Tisch der Heimleitungen gegeben. Bei der Vorbereitung des Treffens war von den angesprochenen 21 Heimleitungen auch Interesse an der Fortführung des Runden Tisches bekundet worden. Leider konnten zum Treffen am 26. April 2018 nur drei von ihnen erscheinen, so dass sich ein recht überschaubarer Kreis an dem trotzdem sehr angeregten Gespräch beteiligte. Zum besseren gegenseitigen Kennenlernen nahmen auch 6 Mitglieder der Seniorenvertretung teil.

Angesprochen wurde das Thema “Offene Stellen im Pflegebereich”. Hier wurde von den Heimleitungen das Unverständnis geäußert, dass „die Politik”, die seit Jahren voraussehbare Situation nicht mit einem entsprechendem Vorlauf begegnet ist.

Das Alter vieler Pflegekräfte, die zunehmende Zahl Pflegebedürftiger und die wachsende Diskrepanz zwischen offenen Stellen und den nicht vorhandenen Arbeitskräften wird zu einer weiteren Zuspitzung der Situation im Pflegebereich führen.

Einig war sich die Gesprächsrunde, dass es zur Kehrtwende bei der Personalsituation im Pflegebereich kommen muss.

Hierzu wurden folgen Forderungen diskutiert, die aus Sicht der Gesprächsrunde bei der Reform der Pflege berücksichtigt werden müssen:

  • Vereinheitlichung der Anforderungen und möglichen Belastungen der Pflegekräfte in allen Bundesländern. So müsste der Pflegeschlüssel von 1:20 auf das bayrische Niveau von 1:10 gebracht werden.
  • Kritische Begleitung der weiteren Gestaltung der „generalisierten Ausbildung“ (Krankenhaus, Kinder- und Altenpflege mit einem Ausbildungsprofil) unter dem Aspekt, dass dabei die Attraktivität in der Altenpflege weiter abgebaut werden könnte – ein Möglichkeit ist die bessere Bezahlung in der Altenpflege.
  • Entschiedene Aufwertung der ehrenamtlichen Arbeit der „Pflegehelfer und Pflegehelferinnen“ durch Profilierung als „Pflegeassistenten und Pflegeassistentinnen“, eindeutige Bestimmung und Erweiterung ihrer Kompetenzen unter dem Aspekt der Entlastung des Pflegepersonals.
  • Bejahung der ehrenamtlichen Tätigkeit. Diese sollte aber nicht dazu führen, dass die ehrenamtliche Tätigkeit die Arbeit der fehlenden Pflegekräfte ersetzt.

Diskutiert wurde auch, ob für den Kostenaufwand bei der ehrenamtlichen Arbeit eine Entschädigung ausgezahlt werden sollte.

Die Vorsitzende der Seniorenvertretung versprach, das Ergebnis der Zusammenkunft an die Staatssekretärin König weiterzuleiten, damit die Forderungen der Gesprächsrunde in einer Bundesratsinitiative des Berliner Senats berücksichtigt werden.

Florian Osburg

Einladung zum Seniorenforum

Senioren fragen – Stadträte antworten

17. Oktober 2018 um 15.00 Uhr
Rathaus Köpenick
Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin, Ratssaal

Im Mittelpunkt des Seniorenforums soll das Thema

“Mobil und gesund altern”

stehen und die Frage, welche Rahmenbedingungen brauchen wir dafür?

Bezirksbürgermeister Igel und sein Bezirksamtskollegium werden Ihnen Rede und Antwort stehen.

Hausgespräche im Vitanas-Seniorenheim

Als Mitglied der Seniorenvertretung und als Heimfürsprecher im Vitanas-Seniorenheim nahm ich am 14. März 2018 am „Hausgespräch“ teil, das alle 4 – 5 Monate stattfindet und sich immer mehr zu einem Forum der Mitgestaltung des Heimlebens entwickelt.

Anwesend waren 14 Heimbewohnerinnen und Heimbewohner (etwa 10% der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner), die sich fast alle an einer lebhaften und konstruktiven Diskussion beteilgten.

Wieder war es sehr beeindruckend, in welchem hohen Umfang dieser Kreis von geistig aktiven Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern an der Mitgestaltung des Heimlebens teilnehmen möchte.

In den bisherigen Hausgesprächen standen die Themen Verpflegung und Probleme der Pflege im Mittelpunkt.

Dieses Mal war die Palette an diskutierten Themen weit gespannt:

  • Wünsche für Ausflugsziele (u. a. Tierpark und Musikveranstaltungen auf der Schloßinsel)
  • Gestaltung der Kinoabende, hier insbesondere Wünsche nach bestimmten Filmtiteln
  • Möglichkeiten der Bestellung von Büchern und Tonträgern bei der Stadtbibliothek. Wobei eine Heimbewohnerin anbot, ihre Schätze auch anderen Interessierten zur Verfügung zu stellen.
  • Wünsche nach Lesbarkeit der Aushänge, so die Schriftgröße und Höhe der Aushänge, um sie auch aus der Höhe von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern lesbar zu machen
  • Form und Inhalt von Patientenverfügungen
  • Fragen der Sicherheit im Haus und verlässliche Schließzeiten in den Abendstunden
  • bessere Orientierungsmöglickeiten für Krankentransporte und Polizeibesuche

Florian Osburg

Altersgerechtes Wohnen in Berlin

„Zehntausende Wohnungen für Senioren fehlen“, so die Schreckensmeldung in der Berliner Zeitung. Anlass war eine geschickte Marketingaktion der GEWOBAG, die ihr jüngstes Projekt geschickt in den Medien platzieren konnte.

Bei diesem, oder besser gesagt diesen Projekten, handelt es sich um ein Modellprojekt in der Zobeltitzstraße in Reinickendorf. Dort hat die GEWOBAG ein „Wohn!Aktiv-Haus“ mit einer Gemeinschaftsküche, Bibliothek sowie einem Hobbyraum und bietet Seniorinnen und Senioren Wohnungen mit ca. 27 qm Wohnfläche. Diese Wohnungen haben bodengleiche Duschen im Bad und erfordern eine Warmmiete von 380,00 Euro monatlich. Die GEWOBAG setzt sich damit bewußt von den „Seniorenresidenzen“ ab und setzt auf ältere Mitmenschen, die noch aktiv sein können.

Bei einem weiteren Projekt „Am Tierpark“ in Lichtenberg macht sie ihren Mieterinnen und Mietern das Angebot, einen ortsansässigen Partner für Betreuungs- und Pflegedienste wählen zu können, dies schließt auch die Vermittlung von Haushaltshilfen ein.

Fakt ist, dass in Berlin der Wohnraum knapp ist und die Fördermaßnahmen zum Bau neuer Wohnungen stark eingeschränkt bzw. völlig entfallen sind. Die regierenden Parteien auf Bundes- und auch auf Landesebene setzen nach wie vor auf Privat-Initiative beim Wohnungsbau. Da dieser für potenzielle Investoren nicht so interessant ist, haben sie im Bereich der Gewerbe-Immobilien und der Luxus-Immobilien ungehemmt, zu Lasten des „sozialen“ Wohnungsbaus, investiert. Nach der Wende wurden die Mieten entsprechend den „Marktüblichen Preisen“ angepasst. Die Grundlage für zu erzielende Kaltmieten waren jedoch zu keiner Zeit „kalkulierte“ nachvollziehbare Kosten.

Ein viel lukrativeres Werkzeug stand zur Verfügung: Der Mietspiegel. Mit dem Mietspiegel lässt sich wohnungspolitisch viel besser, je nach Coleur der politischen Struktur, agieren.
Die Behauptung im Artikel der Berliner Zeitung „es fehlen mehrere zehntausend Wohnungen für ältere Menschen“ ist so nicht zutreffend. Diese Wohnungen fehlen für die Berliner Bevölkerung gleich welchen Alters. Daraus ergibt sich allerdings der Anspruch der Mieterinnen und Mieter, diese Wohnungen auch so auszustatten, dass sie barrierefrei und altengerecht gestaltet sind. Bei den Sanierungsmaßnahmen in der Vergangenheit ist dies sträflich vernachlässigt worden, so dass ältere und in ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen große Schwierigkeiten haben, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Notwendige Umbaumaßnahmen werden häufig vom Vermieter abgeblockt, hinausgezögert oder nur unter einer unverhältnismäßig hohen Selbstbeteiligung vorgenommen.
Wohnungsbauprojekte für die Zielgruppe der „Älteren Bürgerinnen und Bürger“ in Berlin sind grundsätzlich zu begrüßen, zeigen jedoch auch deutlich, dass die Wohnungsbaugesellschaften für sich schon lange das Segment des „betreuten Wohnens“ entdeckt haben und wirtschaftlich auch ihren Anteil am wachsenden „Gesundheitsmarkt“ sichern wollen.

Es wird Zeit, dass die Findung einer angemessenen Kaltmiete nicht nach einem statistischen Wert erfolgt, sondern nach den erforderlichen und angemessenen Kostenstrukturen – da ist sicherlich auch eine angemessenen Verzinsung für den Investor zu berücksichtigen. Diese Kostenmiete kann dann nicht über die gesamte Zeit der Finanzierung gleichbleibend hoch sein, sondern muss abstei-gend die geringere Kostenbelastung widerspiegeln. Eine ergänzende und veränderte Liegenschaftspolitik der Kommune kann hier hilfreich die Kostenstrukturen günstig beeinflussen und zu einer dauerhaft geringeren Miete führen.

Der jetzige Kostenansatz von 6,50 Euro Kaltmiete (zuzüglich der ständig steigenden Betriebskosten) ist für mich bei den derzeitigen und zukünftigen Einkommenssituationen der Rentnerinnen und Rentner keine akzeptable Größe. Auch der Umzug von Rentnerinnen und Rentnern aus ihren angestammten Wohnungen in „kleine Wohnungen“ von ca. 26 – 30 qm“ ist keine Option für eine wohnungspolitische Entspannung.

Anlass für meinen Artikel war die Berichterstattung der Berliner Zeitung über die wohnungspolitischen Aktivitäten der HOWOGE und der GEWOBAG, mit ihren Modellprojekten „Am Tierpark, Lichtenberg“, Mellenseestr. 39 – 41, und in der Zobeltitsstraße, Reinickendorf. Es ist für mich bei näherer Betrachtung schon mehr als ärgerlich, wenn solche wirtschaftlichen Interessen auch noch als soziale Aktivitäten zum Wohl von Seniorinnen und Senioren verkauft werden. Es ist doch eine ganz einfache Rechnung: 380,00 Euro Warmmiete bei ca. 27 qm ergibt einen qm Preis von 14,00 Euro warm – was ist daran moderat oder gar sozial?

Martin Schmidt-Bugiel, Ihr Seniorenvertreter

Bleiben Wohnungen in Treptow-Köpenick bezahlbar...

Nach dem „offiziellen Teil“ des Seniorenforums hat Frau Helga Walter, Mitglied der Seniorenvertretung, die Gelegenheit genutzt, dem Bezirksbürgermeister Oliver Igel, nachstehende Fragen zu stellen:

Wie wird die Entwicklung des Wohnungsbaues im Bezirk in den nächsten Jahren aussehen?
Wie viele bezahlbare Wohnungen für unterstützungsbedürftige Bewohner wird es geben?
Wie sieht die Entwicklung für „Rollstuhlfahrer-Wohnungen“ aus? Sind diese Wohnengen zukünftig dem Bedarf angepasst und werden sie bezahlbar sein? Derzeitig sind die Wohnungen nach der Norm sehr groß, demzufolge auch der Mietpreis sehr hoch.

Der Bezirksbürgermeister antwortete schriftlich wie folgt:

Sie hatten an Rainer Hölmer und mich adressierte Fragen am Rande des Seniorenforums übergeben. Dabei geht es wesentlich um Wohnungsneubau und die Frage nach bezahlbaren Wohnungen insbesondere für Rollstuhlfahrer.
Insgesamt wird es dazu zu Verbesserungen im Bezirk kommen können. Das liegt im Wesentlichen an der Dimension des Wohnungsneubaus selbst. Durch das mehr an Wohnungen entstehen auch neue Wohnungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen – und es entstehen auch preiswerte Wohnungen neu. Da bei uns damit kein Abriss bestehender Wohnungen einhergeht ist es also auch tatsächlich ein „Mehr“ an diesen Wohnungen.
Wir setzen dabei besonders auf die städtischen Wohnungsgesellschaften, die wir bei Bauanträgen bevorzugen, und auch Wohnungsbaugenossenschaften.
Die städtischen Wohnungsgesellschaften haben sich bei ihren Vorhaben verpflichtet, etwa 25 Prozent ihrer Neubauwohnungen für 6,50 pro Quadratmeter Nettokaltmiete anzubieten (die Baukosten im Neubau würden für eine wirtschaftliche Miete ein Preis nicht unter 10 Euro erforderlich machen). Zur weiteren Kostenreduktion wurden den städtischen Wohnungsgesellschaften in Treptow-Köpenick mehrere landeseigene Grundstücke kostenlos übertragen. Für die Einsparung des Kaufpreises verpflichten sich die Wohnungsgesellschaften 25 Prozent der Wohnungen für die genannten 6,50 zu vermieten – und zwar gebunden für 20 Jahre!

Allein degewo und Stadt und Land bauen in den kommenden Jahren jeweils 1000 Wohnungen neu im Bezirk.

Wir profitieren auch vom Berliner Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten. Die Informationen dazu sind hier gut zusammengefasst:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/de/mietenbuendnis/

Berlin hat auch wieder eine Wohnungsbauförderung aufgelegt. Investoren profitieren auch bei uns im Bezirk davon. Die Konditionen (auch Mietpreise) finden Sie hier: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/de/foerderung/

Auch die privaten Investoren werden bei uns herangezogen – bei allen Wohnungsneubauvorhaben, die über einen Bebauungsplan realisiert werden, wird in städtebaulichen Verträgen analog zu oben genannten Konditionen ebenfalls ein Anteil von bis zu 25 Prozent Neubauwohnungen zu sozialen Preisen festgelegt. Das ist im Einzelfall nicht immer sicher, denn die Investoren werden auch für Kitabau und Schulneubaukosten herangezogen – es ist also ein Gesamtpaket zu schnüren, bei der aber auch die Mietpreise berücksichtigt werden und hier auch soziale Aspekte berücksichtigt werden müssen.
Wir rechnen bis 2030 mit einem Wohnungsneubaupotenzial von 28000 Wohnungen – darunter würden dann mehrere tausend Wohnungen zu sozialen Preisen sein. Da wir damit ein sehr hohes Neubaupotenzial im Verhältnis zu anderen Bezirken haben, ist davon auszugehen, dass wir damit auch aus anderen Bezirken Zuzug von sozial Bedürftigen haben werden, da andernorts der Bedarf nicht gedeckt werden kann, mangels Neubau.
Durch den verstärkten Neubau gibt es die Verpflichtung, stärker barrierefrei zu bauen.

Denn die Berliner Bauordnung besagt:
§ 51 Barrierefreies Bauen
(1) In Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses über den üblichen Hauptzugang barrierefrei erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad sowie die Küche oder die Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. § 39 Abs. 4 bleibt unberührt.
Ich habe bei unseren Neubauvorhaben im Bezirk die Erfahrung gemacht, dass auch über die gesetzliche Verpflichtung hinaus die Planungen erweitert werden und mehr als gesetzlich verlangt barrierearme und barrierefreie Wohnungen angeboten werden.
Deshalb meine abschließende Aussage: mit dem Wohnungsneubau in unserem Bezirk werden wir auch zum Teil bestehende Defizite in anderen Bezirken ausgleichen helfen.
Ich hoffe, dass diese Informationen zunächst genügen.

Helga Walter, Mitglied der Seniorenvertretung

Willkommen in Deutschland ...

Ich habe Glück gehabt in meinem Leben. Der zweite Weltkrieg war vorbei, als ich das Licht der Welt erblickte und ich bin in Deutschland geboren. Mein Vater, als junger Mann in einen unseligen Krieg verwickelt, saugte wie ein Schwamm alles auf, was mit der „Neuen Demokratie“ in Verbindung stand. Sein Lebens-Motto war: Nie wieder Soldaten, nie wieder Krieg, nie wieder dürfen Faschisten Menschen für ihre Ziele mißbrauchen. In diesem Sinne bin ich von meinen Eltern erzogen worden. Mein Vater hat sich als Gewerkschaftssekretär sein Leben lang für Menschen eingesetzt, für die Gestaltung einer Gesellschaft, die das Miteinander in den Mittelpunkt des Handelns stellt.

Es dauerte nicht lange und schon war die Bundeswehr „Bestandteil der Jungen Demokratie“. Sehr zum Entsetzen vor allem der linken Sozialdemokraten, die sich vehement gegen eine Wiederbewaffnung der Bundesrepublik wehrten. Allen Demonstrationen und Widerständen zum Trotz etablierte sich diese Armee anfänglich als reine Verteidigungs-Armee. Sie ist heute keine Verteidigungs-Streitmacht, im Gegenteil, sie ist in vielen Konflikten aktiv beteiligt. Wenn ich alleine an den Jugoslawien-Krieg denke, wird mir immer bewusster, unter welch fragwürdigen Bedingungen, wir als Bundesrepublik Deutschland uns in Konflikte einbinden lassen. Was ist im „ehemaligen Jugoslawien“ seit den Bombardements geschehen? Das Land ist zerissen in einzelne ethnische Einflussgebiete, die von ihren politischen Führern mehr schlecht als recht verwaltet werden. Nach wie vor ist die Bundesrepublik in diesem Krisenherd mit eigenen Streitkräften gebunden. Welche Anstrengungen unternimmt die Bundesrepublik, um in den zum Teil noch vom Bürgerkrieg verwüsteten Regionen die Infrastruktur, im Wege der Hilfe zur Selbsthilfe, zu entwickeln? Ich kann nicht erkennen, dass die Bundesregierung, auch nicht die Europäische Gemeinschaft, Anstrengungen unternimmt, dass die Menschen in ihren Heimatländern sich eine Existenz aufbauen können.
Auf dem afrikanischen Kontinent ist es genauso. Jahrzehntelang haben wir mit Mitteln der Entwicklungshilfe Militärdiktaturen „gefüttert“, es aber nicht geschafft, zivile Strukturen zu fördern, die den Menschen eine Existenzgrundlage ermöglichen. An militärischen Konflikten verdient auch unsere Rüstungsindustrie so viel, dass wir inzwischen zu den drittgrößten Waffen-Lieferanten weltweit gehören. Innerhalb von wenigen Wochen konnten über 86 Milliarden Euro aufgebracht werden, um marode Banken, ein marodes Finanzsystem zu stützen. Den politisch Verantwortlichen der Europäischen Union fällt nichts besseres ein, als unsere Außengrenzen mit Stacheldraht abzuschotten, Flüchtlinge aus dem Wasser zu holen, sie in Auffanglagern sich selbst zu überlassen oder abzuschieben.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass Politikerinnen und Politiker ganz froh sind, dass es „Rechte“ gibt, die sich mit den „Linken“ prügeln können. Man schickt notfalls eine Hundertschaft Polizistinnen und Polizisten – die fehlendes politisches Handeln ausbaden – zur Beruhigung der Lage hin, und schon ist die Bevölkerung abgelenkt und merkt nicht, dass die Flüchtlinge nur das Kanonenfutter für eine Minderheit von „Zockern und Profitgeiern“ sind. Aber wir haben ja auch noch die Bundesliga, die lenkt auch vortrefflich von den wichtigen Dingen im gesellschaftlichen Miteinander ab.

Martin Schmidt-Bugiel,
Ihr Seniorenvertreter, der sich Sorgen um die Zukunft unserer Enkel macht,
deshalb ist der vorstehende Artikel nur meine Meinung.

Ohne "Ehrenamtliches Engagement" würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren

und das ist auch gut so. Denn ohne Verantwortung für den „Anderen“ zu übernehmen, würde bedeuten, der sozialen Kälte noch mehr Raum zu geben. Ehrenamtliche Tätigkeit findet sich in vielen Bereichen. Es ist schon lieb gewordene Tradition, z. B. für seine Kirchengemeinde, für eine Pflege- oder eine KIEZ-Einrichtung, für seine Nachbarin oder seinen Nachbarn, für seinen Berufsverband, für die Sozialversicherung, für die Bezirks- und Landesverwaltung ehrenamtlich tätig sein zu dürfen.

Doch hier habe ich kritisch anzumerken, dass das Ehrenamt nicht missbraucht werden darf, um fehlende Infrastrukturen, die aus Kostengründen wegrationalisiert wurden, personell auszugleichen. Diese Gefahr ist schon seit langem vorhanden. Es gab das Bemühen der politisch Verantwortlichen, Menschen am Rande unserer Gesellschaft durch den öffentlichen Beschäftigungssektor eine Möglichkeit zu bieten, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Diese Beschäftigten leisteten unverzichtbare Arbeit in vielen sozialen Einrichtungen und hatten gleichzeitig ein ganz anderes Selbstbewusstsein. Für viele wurde es auch ein Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt. Diese Möglichkeiten des öffentlichen Beschäftigungssektors sind politisch nicht gewollt und inzwischen verschlossen. In vielen Einrichtungen führt dies zu großen Problemen. Die Verlagerung von Tätigkeiten auf das „Ehrenamt“, wie es viele Politiker wünschen, ist der falsche Weg.

Dieses Thema werden wir auf unserer Homepage noch ausführlicher aufgreifen und unter verschiedenen Aspekten beleuchten. Seien Sie neugierig und beteiligen Sie sich mit eigenen Beiträgen an der Diskussion.

Mit herzlichen Grüßen von Ihrer Seniorenvertretung
Martin Schmidt-Bugiel

80 plus - Diskussionspapier

Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales hat, durch ihren Senator, Herrn Mario Czaja, ein Diskussionspapier vorgestellt, dass sich mit den Problemen der Altersgruppe der „Hochaltrigen“, also Menschen, die älter als 80 sind, auseinandersetzt. In seinem Vorwort führt Herr Czaja aus, dass der medizinische Fortschritt, verbesserte Arbeitsbedingungen, gut ausgebaute soziale Sicherungssysteme und eine gesündere Lebenszeit Grund zur Freude sein müssten. Dem stimme ich gerne zu, leider hat seine Sichtweise einige „Schönheitsfehler“.

Das Hauptproblem sehe ich darin, dass die verantwortlichen Gesundheitspolitikerinnen und Gesundheitspolitiker, die gesundheitliche Versorgung nicht als gesellschaftliches Anliegen empfinden, sondern einem „pseudo“ freien Markt überlassen, der zudem noch von den Interessen großer Versicherungskonzerne (da schließe ich auch die Krankenkassen mit ein, die zu Versicherungen verkommen), Dienstleistern wie Krankenhäusern, Pflegeheimbetreibern, die Pharmaindustrie, die Ärzteschaft sowie die große Gruppe der Zulieferer, dominiert wird. Überall dort, wo es gilt Marktanteile zu sichern, auch gegen die Interessen der Betroffenen, wird von der Politik aus „reguliert“. Dort, wo es um Interessen der Betroffenen, der Patientinnen und Patienten geht, zieht man sich mit einer Fülle von Hilfsbegründungen zurück. Die Kassenärztliche Vereinigung hat den Versorgungsauftrag für die Bevölkerung, sie sieht jedoch eher ihre Aufgabe darin, die Interessen der Ärzteschaft zu vertreten und vor allem die Verteilung der vorhandenen Mittel vorzunehmen, nach einem sehr intransparenten System, das zu ständigen Konflikten führt.

Als weiteres Problem ist die Versorgungsqualität durch Haus-/Fachärztinnen und -ärzte zu nennen, die in keiner Weise ausreichend ist. Auch die demographische Situation bei der Ärzteschaft führt zu einem großen Problem, hier ist keine Problemlösung in Sicht.

Das Diskussionspapier gliedert sich in 7 Handlungsfelder, in denen die Ist-Situation zutreffend beschrieben wird. Interessant ist allerdings, dass die soziodemographischen und gesundheitlichen Eckdaten Berlins sich nicht auf die im Diskussionspapier bezogene Altersgruppe beziehen, sondern auf die Altersgruppe 50, 65 und 70 Jahre. Die Grundprobleme sind jedoch die gleichen, sie verstärken sich, je älter die Menschen werden.

Im Handlungsfeld 1 ist durchaus eine zutreffende Zustandsbeschreibung zu lesen, auch die Zielsetzungen sind zutreffend. Jedoch kein Wort darüber, dass das System der ärztlichen Versorgung nicht zulässt, dass sich Hausärztinnen und Hausärzte sowie auch Fachärztinnen und Fachärzte um eine angemessene Prävention und Gesundheitsförderung bemühen (können). Kein Wort darüber, dass die Voraussetzungen in der Häuslichkeit keine guten Voraussetzungen bieten für ein gesundes Wohnen. Der bauliche Zustand der meisten Wohnungen zeigt so viele Hindernisse, dass Unfälle geradezu herausgefordert werden.
Es ist nicht ausreichend, Angebote zur Sturzprävention zu machen. Hier müssen verpflichtende Vorgaben an Vermieter, Betreiber von Einrichtungen und dergleichen her, die eine reale Umsetzung der bekannten Gefahrenprävention ermöglichen.

Das Handlungsfeld 2 wird sich entwickeln, wenn der Gesundheitsmarkt im Ausbau desselben eine Gewinn-Maximierung sieht. Viele Krankenhäuser haben dies schon lange entdeckt.

Das Handlungsfeld 3 leidet unter der pauschalisierten Rotstift-Mentalität. Mangelnde Personalausstattung, mangelnde finanzielle Ausstattung, Budgetierung, Outsourcing von pheripheren Dienstleistungen in Krankenhäusern haben zu neuen und in der Folge kaum zu händelnden Problemen geführt, die häufig nur noch heruntergespielt werden. Ein großer Vertrauensschwund hat eine ganze Berufsgruppe erreicht, die unter dem von außen aufgedrückten Zwang zu sparen nur noch als Dienstleister in einem „Gesundheitsmarkt“ wahrgenommen werden. Auf die Überforderung des Personals habe ich bereits hingewiesen.

Zum Handlungsfeld 7 kann ich nur sagen, dass die vorhandenen Strukturen, die eine größere Mobiliät, eine Gewährleistung der Selbständigkeit und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen, stärker ausgebaut werden müssen. Es kann nicht sein, dass aus Kostengründen Angebote entfallen und die Politik erwartet, dass hier stellvertretend Ehrenamtliche zum Nulltarif diese Aufgaben übernehmen. Hier bedarf es eines größeren, auch finanziellen Angebotes der Kommune, um älteren Menschen verstärkt die Möglichkeit zu geben, an dieser Gesellschaft teilhaben zu können.

Martin Schmidt-Bugiel, Ihr Seniorenvertreter in Treptow-Köpenick
Der vorstehende Artikel stellt nur meine Meinung dar

Immer Ärger mit den Igeln

Nein, keine Angst! Hier geht es nicht um unseren putzigen Gefährten mit den Stacheln, hier geht es um “Individuelle Gesundheitsleistungen”, kurz IGel genannt. Im Krankenhaus heißen sie übrigens Wahlleistungen. Also Leistungen, die der Arzt Ihnen als Selbstzahlerleistung verkauft, weil sie nicht zum festgeschriebenen Leistungsumfang der “Gesetzlichen Krankenversicherung” (GKV) gehören.

Jeder hat das schon erlebt. Bereits im Vorzimmer wird man in einigen Praxen gedrängt, einzelne dieser Leistungen in Anspruch zu nehmen. Zum weitaus größten Teil handelt es sich um zusätzliche, nicht ausreichend getestete Maßnahmen zur Vorsorge, Früherkennung und Therapie von Krankheiten.
Es betrifft eine ganze Palette von Anwendungen – vom Hautscreening mit einer besonderen Lupe über den PSA-Test bis zur Glaukomvorsorge, Ultraschalluntersuchungen, Krebsvorsorge und Messung der Knochendichte. Das sind nicht immer notwendige Maßnahmen, die dem Patienten oder der Patientin zum Nachteil angeboten werden. Manche dieser Angebote sind wissenschaftlich kaum erforscht bzw. von unabhängigen Instituten als nicht sinnvoll beurteilt worden. Dabei gibt es Abweichungen in den einzelnen Bundesländern. Im Mittelpunkt stehen jedoch übereinstimmend mit der Verbraucherzentrale Berlin vor allem Augenärzte und Augenärztinnen, Hautärzte und Hautärztinnen sowie Urologen und Urologinnen.

Zudem gibt es keine einheitlichen IGeL-Listen, die eine Übersicht über das Leistungsspektrum gäben. Jeder Arzt oder jede Ärztin kann Zusatzleistungen anbieten, die er oder sie entweder selbst entwickelt oder von anderen Entwicklern übernommen hat. Natürlich hat der Arzt oder die Ärztin eine hohe Verantwortung gegenüber den Patienten und Patientinnen, das sollte seinen Niederschlag in einem seriösen Anbieten dieser Leistungen finden. Also nur Leistungen anbieten, die aus ärztlicher Sicht erforderlich, empfehlenswert oder zumindest vertretbar sind.

Wir müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, dass der Arzt oder die Ärztin auch Kaufmann oder Kauffrau ist. Viele Patienten und Patientinnen unterschreiben das ihnen vorgehaltene Formular, weil sie Nachteile in ihrer weiteren Behandlung befürchten. Damit haben sie einer Inanspruchnahme von der IGeL-Leistungen zugestimmt. Zugestimmt, obwohl sie die dazugehörige Behandlung noch gar nicht kennen.

Bitte seien Sie kritisch und lassen sich genau über die angebotene Leistung informieren.
Wenn Sie eine Leistung nicht wollen, lehnen Sie ab. Unterschreiben Sie keine Zustimmung und keine Ablehnung dieser Zusatzleistungen. Wären diese Zusatzleistungen nötig, würden die Krankenkassen sie in den GKV – Leistungskatalog aufnehmen. Über diesen Leistungskatalog entscheiden die Krankenkassen mit Ärzten und Ärztinnen, Krankenhäusern, Patientenvertretungen unter der Leitung eines unabhängigen Vorsitzes.
Ich denke, da ist für eine ausreichende Sachkunde gesorgt.

Patienten und Patientinnen, die uns allen ihre Erfahrungen mit den IGel-Leistungen mitteilen wollen, können das unter www.igel-ärger.de tun. Dort werden die Beschwerden durch die Verbraucherzentralen Berlin und Nordrhein-Westfalen geprüft und ohne die Angabe personenbezogener Daten auf einer Beschwerde-Pinnwand veröffentlicht.

Peter Strehmel

Pflegestützpunkte in Treptow-Köpenick - Informieren – Beraten – Unterstützen

Menschen, ob alt oder jung, möchten bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Hilfsbedürftigkeit am liebsten in den eigenen vier Wänden versorgt werden und möglichst lange dort wohnen bleiben. Die vertraute Umgebung nicht verlassen zu müssen, das ist ein oft gehörter Wunsch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegestützpunkte und zugleich Ihr Auftrag:

Über Unterstützungsmöglichkeiten informieren und bei Bedarf Hilfe in der Häuslichkeit zu organisieren! Sie beraten umfassend, unabhängig und kostenfrei.

Die Pflegestützpunkte bieten wohnortnahe Beratung zu vielen Situationen, in die jeder kommen kann: eine schwere Krankheit, ein Schlaganfall oder eine Demenzerkrankung können das Leben von heut‘ auf morgen verändern. Plötzlich stellen sich viele Fragen:

  • Kann ich weiterhin in meiner Wohnung wohnen?
  • Wann bekomme ich eine Pflegestufe?
  • Welche Hilfsmittel können verordnet werden?
  • Schaffen es meine Angehörigen?
  • Welche gesetzlichen Ansprüche habe ich?

Die Pflegestützpunkte koordinieren sämtliche für die Versorgung und Betreuung im Einzelfall in Frage kommenden Angebote und unterstützen die Betroffenen bei deren Inanspruchnahme. Ein Ratsuchender wird auf Wunsch so lange unterstützt, bis die Problemlage gemildert ist und alle Fragen geklärt sind. Träger der Pflegestützpunkte sind die Pflege- und Krankenkassen und das Land Berlin.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich natürlich auch schon im Vorfeld über die Möglichkeiten der Unterstützung informieren und beraten lassen. Sie können sich direkt an die Pflegestützpunkte im Bezirk wenden:

Pflegestützpunkte:

Hans-Schmidt-Str.18, 12489 Berlin
Tel.: 0800 – 265 080 27 450 (kostenfrei)
Fax: 0800 – 265 080 27 455
E-Mail : PSP_hansschmidtstrasse@nordost.aok.de

Spreestr. 6, 12439 Berlin
Tel.: 030 – 39 063 825
Fax: 030 – 39 063 826
E-Mail: psp.treptow-koepenick@albatrosggmbh.de

Myliusgarten 20, 12587 Berlin
Tel.: 030 – 25 92 82 45
Fax: 030 – 25 92 82 50
E-Mail: treptow-koepenick@arge-psp.de

Gemeinsame Öffnungszeiten:

Dienstag 09.00 – 15.00 Uhr und Donnerstag 12.00 – 18.00 Uhr

Zusätzlich bietet der Pflegestützpunkt Hans-Schmidt-Straße jeden 1.Mittwoch im Monat eine Sprechstunde von 9.00 – 12.00 Uhr im KIEZKLUB Rahnsdorf an:

KIEZKLUB Rahnsdorf
Fürstenwalder Allee 362, 12589 Berlin