Isaac Chong Wai & Käthe Kollwitz – Die Mütter

Isaac Chong Wai, Breath Marks: Mother with Her Dead Son, 2022

Isaac Chong Wai, Breath Marks: Mother with Her Dead Son, 2022

Eröffnung: Donnerstag, 8. Oktober, 18–21 Uhr

Kulturhaus Schwartzsche Villa, Galerie
9. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027
Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei

Der in Berlin und Hongkong lebende Künstler Isaac Chong Wai führt in der kommenden Duo-Ausstellung in der Schwartzschen Villa einen posthumen Dialog mit Käthe Kollwitz, einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Thematisch stehen in der von Christine Nippe kuratierten Ausstellung Mütter und ihre Angst vor dem Krieg im Hinblick auf ihre Kinder im Fokus. Welche Gefühle der Schuld, Trauer und Wut begleiten sie? Die Beziehung zwischen Müttern und Kindern wird beleuchtet, ebenso die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart.

Käthe Kollwitz verlor selbst im Jahr 1914 ihren Sohn Peter und setzte sich mit ihrem Verlust in Zeichnungen, Radierungen und Skulpturen auseinander. Drei dieser Plastiken, unter anderem eine der bekanntesten: „Pietà“ (aus den Jahren 1937–38), werden im Kulturhaus Schwartzsche Villa zu sehen sein.

Auch die Zweikanal-Videoinstallation des Künstlers Isaac Chong Wai „Die Mütter“ von 2022 zeigt ihn und eine Gruppe von Darstellenden, die sich zu einer Festung zusammengeschlossen haben und sich im Uhrzeigersinn drehen, während sie Wiegenlieder und Trauergesänge aus verschiedenen Kulturen singen. Die ausgestellten Fotografien, darunter „Breathwork“ und ein Selbstporträt, erweitern diese Auseinandersetzung um Fragen von Verletzlichkeit, kollektive Erfahrungen und Formen von Erinnerung und Verlust.

Käthe Kollwitz, Pietà, 1937-1938

Käthe Kollwitz, Pietà, 1937–1938

Gefördert aus dem Ausstellungsfonds für die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke (KoGa) und dem Fonds für Ausstellungsvergütungen für bildende Künstler:innen (FABiK).

Veranstalter: Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf
Infos: 030 90299 2302 | www.berlin.de/kultur-steglitz-zehlendorf

Dr. Christine Nippe
Programmkoordination Bildende Kunst