Diskussionen um Straßennamen hat es spätestens seit der Gründung Groß-Berlins 1920 immer wieder gegeben. Die großen Umbrüche der deutschen Geschichte haben wiederholt (Um)Benennungswellen und -debatten nach sich gezogen. Manche Würdigung vergangener Zeiten erscheint Jahrzehnte später in einem anderen Licht.
Drei Beschlüssen der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf folgend, werden Ende August an drei Straßen des Bezirkes Schilder zur historischen Einordnung der jeweiligen Namensgeber errichtet. Den Beschlüssen vorausgegangen waren Diskussionen um eine Umbenennung des Hindenburgdammes und der Gallwitzallee, die vom Bezirksparlament mehrheitlich abgelehnt wurde. In Reaktion auf die Diskussionen und den Wunsch einer historischen Einordnung der namensgebenden Persönlichkeiten hat der Fachbereich Kultur ein einheitliches Schildersystem entworfen, das vor Ort über die Hintergründe der Straßenbenennung, die Vita der Namensgeber und heutige Kritikpunkte an der Würdigung informiert. Die einordnenden Texte wurden von renommierten Historikerinnen und Historikern verfasst.
Das neue bezirkliche System zur Kontextualisierung von Straßennamen wird am Freitag, den 28. August 2026 um 16 Uhr im Rahmen des Sommerfestes des am Weddigenweg gelegenen Goethe-Gymnasiums der Öffentlichkeit übergeben. Das Sommerfest findet von 15-18 Uhr auf dem Schulhof des Gymnasiums statt (Drakestr. 72-74, 12205 Berlin).
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