Gesundheitsförderung

Menschliche Silhouetten in bunten Farben

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit – sie bedeutet Wohlbefinden, Lebensqualität und die Chance auf ein aktives Leben in jedem Alter.

Die Gesundheitsförderung hat die Aufgabe, die Gesundheit der Bevölkerung durch präventive Maßnahmen zu verbessern und zu erhalten. Sie umfasst die Planung, Organisation und Umsetzung von Strategien und Angeboten, die auf die Förderung eines gesunden Lebensstils abzielen, wie z. B. die Schaffung von kostenfreien Bewegungsangeboten, aber auch von Rahmenbedingungen, die die Teilhabe unterstützen. Dies beinhaltet etwa die Verbesserung von Zugängen zu Gesundheitsdiensten und Hilfesystemen, die die Menschen in schwierigen Situationen unterstützen. Dabei arbeitet die Gesundheitsförderung eng mit verschiedenen Akteuren wie Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen zusammen, um gezielte Maßnahmen für diverse Zielgruppen anzubieten und eine nachhaltige Gesundheitskultur zu etablieren.

  • Was bedeutet Gesundheitsförderung in Neukölln?

    Neukölln hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheit seiner Bevölkerung aktiv in den Blick zu nehmen. Gesundheit bedeutet dabei nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern auch soziale Teilhabe, Wohlbefinden und die Chance, in jedem Alter selbstbestimmt und handlungsfähig zu bleiben – auch bei schlechterer Gesundheit (Franzkowiak & Hurrelmann 2025). Zudem bedeutet Gesundheit, über die Ressourcen (Motivation, Kompetenzen und Rahmenbedingungen) zu verfügen, aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

    Deshalb möchte Neukölln allen Menschen – unabhängig davon, in welcher Lebenssituation sie sich befinden, welche Sprache sie sprechen oder wie alt sie sind – gute Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen und Älterwerden bieten, sowie diese beim Erwerb der dafür notwendigen Kompetenzen unterstützen.

    Gesundheitsförderung wird daher als ganzheitlicher Prozess verstanden: Es geht darum, Räume für Begegnungen zu schaffen, unnötige Risiken zu vermeiden, soziale Teilhabe zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird – niedrigschwellig, verlässlich und nah an den Bedürfnissen der Menschen, die in Neukölln leben.

  • Wie wird Gesundheitsförderung in Neukölln umgesetzt?

    Um Gesundheitsförderung in Neukölln umzusetzen, arbeitet die Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit (QPK) des Bezirksamts Neukölln eng mit bürgernahen Einrichtungen (z. B. Familien- und Stadtteilzentren, Schulen, Jobcenter), verschiedenen Trägern (z. B. Sportvereinen), Initiativen und Beratungsstellen aus dem Bereich der Gesundheits- und Selbsthilfearbeit, unterschiedlichen Fachbereichen (z. B. Jugendamt, Schule, Gesundheitsamt), aber auch überbezirklichen Institutionen und Akteurinnen und Akteuren (z. B. Senatsverwaltungen (v. a. für Gesundheit), Krankenkassen, Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit (Gesundheit Berlin Brandenburg e.V.)) zusammen.

    Gemeinsam werden präventive und gesundheitsfördernde Strategien und Maßnahmen entwickelt, die sowohl kleinräumig auf Quartiers- und Bezirksebene als auch überbezirklich umgesetzt werden.

  • Wo wird dies in Neukölln bereits konkret umgesetzt?

    Ein zentraler Baustein der Strategie zur Förderung der Gesundheit in Neukölln ist die seit 2010 bestehende Präventionskette. Mit der Neuköllner Präventionskette wird eine integrierte kommunale Gesundheitsstrategie verfolgt, die bereits in der Schwangerschaft startet und Familien über wichtige Übergänge hinweg begleitet – etwa von der Geburt über die Kita bis zum Schuleintritt. Weiterführende Informationen

    Über das Aktionsprogramm Gesundheit (APG) des Landes Berlin werden in Neukölln verschiedene Gesundheits- und Präventionsangebote umgesetzt: z. B. Familien- und Kiezlotsinnen, die auf Basis der Bedarfe von Familien in verschiedenen Kinderarztpraxen Wissen und passende Beratungs- und Unterstützungsangebote vermitteln. (Link: https://www.jugendwohnen-berlin.de/ambulante-hilfen/praeventionsprojekte/familienlotsen-beratung-in-der-kinderarztpraxis/)
    Im Rahmen des Landesprogramms Berlin bewegt sich (BBS) erhalten Neuköllnerinnen und Neuköllner Zugang zu verschiedenen kostenfreien Bewegungsangeboten. Weiterführende Informationen
    Angebote in Neukölln: https://www.stadtbewegung.de/map/

    Über das Landesprogramm Integrierte Gesundheitszentren (LIG) wird im Rollberg-Quartier das Projekt „Geko-Stadtteil-Gesundheitszentrum“ unterstützt, welches in multiprofessioneller Zusammenarbeit niedrigschwellige Gesundheitsversorgung, psychosoziale Beratung, Prävention und Gemeinwesenarbeit umsetzt. Weiterführende Informationen

    Darüber hinaus werden über das Programm Gesund in Berlin – Stadtteile im Blick (GiB) lokale Akteurinnen und Akteure vernetzt und Maßnahmen umgesetzt, die sich an den Bedarfen von Menschen insbesondere aus Stadtteilen mit sozialen Herausforderungen orientieren. Weiterführende Informationen
    Boxgirls: https://www.boxgirls.de

    Ein weiteres Beispiel für gelebte Gesundheitsförderung in Neukölln sind die Stadtteilmütter. Frauen mit Migrationsgeschichte unterstützen Familien niedrigschwellig in Fragen rund um Gesundheit, Sprache und Erziehung. Weiterführende Informationen

    Der Bezirk ist Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk und engagiert sich auch über die Bezirksgrenzen hinaus für gesundheitsförderliche Strukturen für die Menschen in Berlin. Weiterführende Informationen

Ihre Ansprechperson

C. Ellermann

Bezirksamt Neukölln von Berlin
Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit
Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit (OE QPK)

Postanschrift
Bezirksamt Neukölln
12040 Berlin

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