Neukölln hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheit seiner Bevölkerung aktiv in den Blick zu nehmen. Gesundheit bedeutet dabei nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern auch soziale Teilhabe, Wohlbefinden und die Chance, in jedem Alter selbstbestimmt und handlungsfähig zu bleiben – auch bei schlechterer Gesundheit (Franzkowiak & Hurrelmann 2025). Zudem bedeutet Gesundheit, über die Ressourcen (Motivation, Kompetenzen und Rahmenbedingungen) zu verfügen, aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun.
Deshalb möchte Neukölln allen Menschen – unabhängig davon, in welcher Lebenssituation sie sich befinden, welche Sprache sie sprechen oder wie alt sie sind – gute Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen und Älterwerden bieten, sowie diese beim Erwerb der dafür notwendigen Kompetenzen unterstützen.
Gesundheitsförderung wird daher als ganzheitlicher Prozess verstanden: Es geht darum, Räume für Begegnungen zu schaffen, unnötige Risiken zu vermeiden, soziale Teilhabe zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird – niedrigschwellig, verlässlich und nah an den Bedürfnissen der Menschen, die in Neukölln leben.