Drucksache - 0213/XX  

 
 
Betreff: Neukölln wird Fairtrade Town
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:GrüneHaushWiVerwGleich
Verfasser:1. Szczepanski, Bernd
2. SPD, CDU
Morsbach, Michael
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme - SB
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Vorberatung
21.06.2017 
7. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Haushalt, Wirtschaft, Verwaltung und Gleichstellung Vorberatung
04.07.2017 
8. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Haushalt, Wirtschaft, Verwaltung und Gleichstellung ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
19.07.2017 
8. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag
Antrag Beitritt
Antrag überwiesen + Beitritt
Ausschuss Beschluss
Beschluss

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Ausschuss empfiehlt der Bezirksverordnetenversammlung die Annahme des Antrages in folgender Fassung:

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten, sich für fairen Handel im Bezirk einzusetzen und an der Kampagne Fairtrade Towns (www.fairtrade-towns.de) teilzunehmen. Da in Neukölln bereits jetzt eine Vielzahl von Unternehmen und Initiativen daran arbeitet, nachhaltig zu wirtschaften, soll sich diese besondere Ideenvielfalt im Bezirk in einer Steuerungsgruppe widerspiegeln. Insbesondere sollen in dieser folgende Bereiche berücksichtigt werden:

1. Entwicklungspolitische Initiativen

2. Migrantisch - diasporische Initiativen

3. Einzelhandel / Gastronomie

4. Kreativwirtschaft / Solidarische Ökonomie

5. Quartiersmanagement

6. Religionsgemeinschaften

7. Bildung

8. Politik

9. Verwaltung / Bezirksamt

 

 

Begründung:

Fairer Handel ist eine wichtige Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften weltweit. Auch auf Bezirksebene kann durch die Stärkung von fairem Handel viel bewegt werden.

 

Die Kampagne “Fairtrade Town” zertifiziert Städte und Gemeinden, wenn sie fünf (hier verkürzt wiedergegebene) Kriterien erfüllen:  1) ein Bezirksamtsbeschluss und Faire Produkte, z.B. fairer Kaffee, auf Sitzungen im Rathaus, 2) die Gründung einer Steuerungsgruppe, 3) faire Produkte im Einzelhandel, 4) Produkte aus fairem Handel in öffentlichen Einrichtungen, 5) Medien berichten über Aktivitäten zu fairem Handel.

 

Neukölln ist wie kaum ein anderer Bezirk dazu geeignet, Ideen für ein gerechteres Wirtschaften weiterzuentwickeln. Hier gibt es bereits eine Vielzahl von Läden, Vereinen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich diesbezüglich engagieren. Die Entstehung dieser Netzwerke führt dazu, dass sich nachhaltiges Wirtschaften zu einem wichtigen Standortfaktor Neuköllns entwickelt. Dabei gehen die Ideen und Konzepte, die in Neukölln bereits jetzt umgesetzt und entwickelt werden, weit über das hinaus, was in der Kampagne Fairtrade Towns als Mindestvoraussetzung gilt. Die Zertifizierung als “Fairtrade Town” bietet Neukölln die Chance, sich im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens zu positionieren und sich mit Hilfe der Steuerungsgruppe kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Steuerungsgruppe ist ein wesentlicher Bestandteil des Titels "Fairtrade Town" und soll eine Plattform bieten, die Vernetzung, Austausch und Motivation ermöglicht. Insofern ist es wichtig, dass die Steuerungsgruppe die Vielfalt der Gruppen in Neukölln widerspiegelt, die sich mit dem Thema eines gerechteren Wirtschaftens beschäftigen.

 
 

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