Radverkehrsmaßnahmen

Radverkehrsmaßnahmen

Zu den Maßnahmen der Radverkehrsinfrastruktur zählen das Anlegen von baulichen Radwegen, Schutz- und Radfahrstreifen sowie die Einrichtung von Fahrradstraßen und das Aufstellen von Fahrradabstellanlagen.

Fahrradabstellanlagen

Fahrradabstellanlagen
Bild: Bezirksamt Neukölln

Nachdem der Bezirk Neukölln in den Jahren 2018 und 2019 über 2.000 Anlehnbügel aufgestellt hat und die Suche nach Standortvorschlägen für das Jahr 2020 abgeschlossen ist, möchte das Straßen- und Grünflächenamt Neukölln bereits jetzt Standortvorschläge für das Jahr 2021 sammeln.
Ein entsprechender Antrag kann hier heruntergeladen werden.

Anmeldebogen 2021 Formular

Anmeldebogen 2021 Formular

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Erste Lastenfahrradparkplätze in Neulölln

Lastenfahrradparkplatz Weichselstr.
Bild: Bezirksamt Neukölln

Stellvertreten für die neuen vier Standorte zum Lastenfahrradparken in Neukölln ist der Lastenfahrradparkplatz in der Weichselstraße am 20.12.2019 durch Bezirksbürgermeister Martin Hikel feierlich eingeweiht worden.
Die neuen Stellplätze für Lastenfahrräder sind auf Grundlage des Regelplans zum Lastenfahrradparken im öffentlichen Straßenraum des Senats errichtet. Die Idee und die konkreten Vorgaben für die neuen Parkmöglichkeiten gehen auf die Radverkehrsplaner*innen des Bezirksamts Neukölln zurück, die für ihre Idee mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet wurden.
Die vier neuen Lastenfahrradparkplätze sind an den folgenden Orten zu finden:
- Weichselstraße (direkt vor dem Spielplatz Weichselplatz)
- Herrfurthplatz (in der Nähe zum Wochenmarkt)
- Maybachufer (bei den Supermärkten nördlich der Nansenstraße)
- Böhmischer Platz (im verkehrsberuhigten Bereich)
Ein weiterer Standort in der Ganghoferstraße direkt vor dem Stadtbad Neukölln konnte leider aufgrund der derzeitigen Baustellensituation nicht ausgeführt werden. Dieser wird zum gegebenen Zeitpunkt nachgeholt.
Mit den bereits geschaffenen Lastenfahrradparkplätzen ist Neukölln ein bundesweiter Vorreiter für Parkmöglichkeiten von Lastenfahrrädern.
Weitere Infos zur Entwicklung der Lastenfahrradparkplätze

Ausbau der Weserstraße zur Fahrradstraße

Das Projekt Weserstraße zum Ausbau als Fahrradstraße betrifft einen ca. 2.000 Meter langen Abschnitt zwischen Pannier- und Ederstraße. Die Verbindung zum Kottbusser Damm geschieht über die bereits bestehende Fahrradstraße zwischen Pannierstraße und Kottbusser Damm.
Die Weserstraße hat derzeit neben der Pannierstraße als einzige Straße im Gebiet separate Radwege. Diese Radwege verlaufen auf den Gehwegen, sind jedoch zu schmal und in einem schlechten Zustand. Der Radweg im Seitenraum entspricht nicht mehr den technischen Richtlinien und kann durch seine Lage nicht verbreitert werden. Auch eine Instandsetzung ist aufgrund der vielen Wurzelschäden nicht sinnvoll.
Zwischen Pannierstraße und Thiemannstraße soll nun das vorhandene Kopfsteinpflaster entfernt und durch Asphalt ersetzt werden. Damit wird der Fahrkomfort für den Radverkehr deutlich verbessert. Anschließend soll die Weserstraße analog zum Weigandufer als Fahrradstraße beschildert und markiert werden. Damit entsteht für Radfahrer*innen eine attraktive Alternativroute zur Sonnenallee.
Zurzeit wird durch ein Planungsbüro geprüft, inwiefern zusätzlich zur Asphaltierung verkehrslenkende und verkehrsberuhigende Maßnahmen getroffen werden können. […]

Weitere Informationen und Aktualisierungen des Bauvorhabens

Bezirksamt Neukölln mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet

3. Platz in der Kategorie Infrastruktur v.l. Christian Göttsche, Denise Schröter vom Bezirksamt Neukölln Berlin und Laudatorin Christine Fuchs, AGFS
Christian Göttsche und Denise Schröter vom BA Neukölln und Laudatorin Christine Fuchs, AGFS (r.)
Bild: Dirk Michael Deckbar

Im Rahmen des 6. Radverkehrskongresses in Dresden fand die Preisverleihung zum Deutschen Fahrradpreis 2019 statt. Der Deutsche Fahrradpreis zeichnet Projekte und Maßnahmen aus, die zu einer Verbesserung des Radverkehrs beitragen und bundesweit als Vorbild der Radverkehrsförderung dienen.
Die zahlreich eingereichten Beiträge sind in die Kategorien „Infrastruktur“, „Service“ und „Kommunikation“ unterteilt und werden von einer Fachjury bewertet. Für die Fachpreise sind je Kategorie drei Akteure von der Jury nominiert worden.
Unter den Nominierten des Deutschen Fahrradpreises 2019 befinden sich Denise Schröter und Christian Göttsche vom Bezirksamt Neukölln. Mit ihrem Projekt – Regelplan Lastenfahrradparkplatz – werden sie in der Preisverleihung mit einem erfolgreichen 3. Platz in der Kategorie „Infrastruktur“ ausgezeichnet.

Das Projekt – Regelplan Lastenfahrradparkplatz – soll das sichere und komfortable Abstellen und Parken von Lastenfahrrädern im öffentlichen Raum ermöglichen und zu einem berlinweiten Standard führen.
Weitere Infos zum Deutschen Fahrradpreis
Hier geht es zum Projekt-Steckbrief Lastenfahrradparkplatz

Regelplan Lastenfahrradparkplatz

Regelplan Lastenfahrradparkplatz

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Protected Bike Lane

KMS Fahrradfahrer
Bild: Bezirksamt Neukölln

Sicheres Radfahren auf der Karl-Marx-Straße – Informationen zum Pilotprojekt
Für den Abschnitt der Karl-Marx-Straße zwischen Weichselstraße und Hermannplatz soll bereits vor dessen umfassenden Umbau nach 2022 eine Verbesserung für den Radverkehr erreicht werden. Dabei wird für einen Teilabschnitt auf den Vorschlag des „Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln“ zur Schaffung einer „Protected Bike Lane“ (geschützter Radstreifen) zurückgegriffen. Das Konzept wurde auch in der Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] vorgestellt und von ihr befürwortet.
Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im April 2019. Die Protected Bike Lane wird auf der Westseite der Karl-Marx-Straße zwischen Hermannplatz und Reuterstraße eingerichtet. Poller zwischen Radweg und Fahrbahn verhindern auf dem 300 Meter langen Abschnitt, dass Kraftfahrzeuge die Radspur überfahren und Falschparker*innen diese Spur zum Parken nutzen. In diesem Abschnitt entfallen die Park- und Lieferbereiche. Diese Maßnahme ist wie auch in anderen Bezirken Berlins als Pilotprojekt angelegt.
In nördlicher Fahrtrichtung wird zwischen Weichselstraße und Hermannplatz ein klassischer Fahrradstreifen angelegt. Hier wird bewusst auf Poller und Schutzstreifen verzichtet. Aufgrund der hohen Anzahl von Grundstückszufahrten wäre die Protected Bike Lane in regelmäßigen Abständen unterbrochen und würde den Radfahrer*innen ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln.
Weitere Informationen finden sie unter: Protected Bike Lane

Flyer Prot Bike Lane

Flyer Prot Bike Lane

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Neuköllner Weigandufer als Fahrradstraße eröffnet

Fahrradstraße Weigandufer
Bild: Bezirksamt Neukölln

Am 15. November 2018 eröffnete Bezirksbürgermeister Martin Hikel die zweite Fahrradstraße im Bezirk Neukölln. Nach der Weserstraße ist nun auch das Weigandufer als Fahrradstraße ausgewiesen.
Die Fahrradstraße Weigandufer erstreckt sich über 1,5 km von der Treptower Straße bis zur Pannierstraße. Auf dieser Strecke haben Radfahrende nun Vorrang, dürfen nebeneinander fahren und vom sonstigen Verkehr nicht bedrängt werden. Zusätzlich wurde an einigen Kreuzungen die Vorfahrtsregelung zugunsten der Fahrradstraße geändert. Neben der Beschilderung und den großen Fahrradstraßenpiktogrammen verdeutlichen 43 neue Fahrradbügel die neue Funktion des Weigandufers als Fahrradstraße. Kraftfahrzeuge sind innerhalb der Fahrradstraße Weigandufer nur als Anlieger zugelassen.

Flyer Fahrradstraße

Flyer Fahrradstrasse

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